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Abbildungsfehler
Der Öffnungsfehler (sphärische Aberration)Der Öffnungsfehler, auch "Kugelgestaltsfehler" oder "sphärische Aberration" genannt, entsteht durch die Krümmung der Linsen in einem Objektiv. Stellt man sich ein Objektiv vereinfacht nur als eine Sammellinse vor, die parallel eintreffende Lichstrahlen in einem Punkt bündeln soll, dann fällt auf, dass die außen liegenden Lichtstrahlen vor den achsennahen Lichtstrahlen zum Schnitt kommen und somit zu einer Unschärfe führen. Ursache hierfür ist die unterschiedliche Brechung der Strahlen in der Linse, die über ihre gekrümmte Fläche unterschiedliche Brechungseigenschaften hat. Der Öffnungsfehler lässt sich relativ einfach korrigieren, indem in Objektiven Sammel- und Streulinsen kombiniert werden. Damit kann dieser Fehler zumindest z.T. korrigiert werden. Eine nahezu vollständige Korrektur kann nur mit "asphärischen" Linsen erreicht werden, also Linsen, die keine kugelgestaltsförmige Oberfläche haben. Die Sphärische Aberration ist einer der Gründe, warum lichtstarke, also hochgeöffnete, Objektive komplizierter zu berechnen und daher meist größer und teurer sind. Dies leuchtet ein, wenn man bedenkt, dass der Brechungsindex sich mit zunehmender Linsengröße stärker ändert. Fehlendes Bild Die chromatische Aberration (CA)Ähnlich wie bei der "sphärischen Aberration" spielt auch bei der chromatischen Aberration (auch Farbortsfehler genannt) die Brechnung des Lichtes die entscheidende Rolle. Hier geht es jedoch nicht um unterschiedliche Brechungsindizes aufgrund der Krümmung der Linse, sondern um die unterschiedliche Brechung der einzelnen Spektralanteile des Lichtes. Bekannt aus der Schulphysik ist sicher der Versuch mit einem Prisma, der das Licht in seine Spektralfarben zerlegen kann, der Wellellänge nach von Blau über Grün, Gelb bis Rot. Die unterschiedlich starke Brechung der einzelnen Spektralanteile bringt nun bei Linsen ein ähnliches Problem wie bei der sphärischen Abberation: Teile des Lichtes schneiden sich in unterschiedlichen Brennpunkten, da die Linse streng genommen für jede Wellenlänge eine unterschiedliche Brennweite besitzt. Diesmal sind es daher nicht die Randstrahlen, sondern tatsächlich einzelne Lichtfarben die Ursache. Dadurch entsteht eine gewisse Unschärfe, die im Extrem (man schaue nur mal durch ganz schlechte Fernrohre) hin zu deutlich sichtbaren Farbsäumen an Kanten führen kann. Die Koma(lat.: Coma; Haar, Schweif) aber auch Asymmetriefehler Lichtstrahlen, die von einem Objektpunkt außerhalb der optischen Achse kommen. Also als parallele Strahlenbündel schräg zur optischen Achse, auf die Linse treffen, haben keinen eindeutigen Brennpunkt. Da durch den schrägen Eintritt des Strahlenbündels die Achsfernen Parallelstrahlen stärker gebrochen werden als achsennahe Parallelstrahlen. Es entsteht ein Bildpunkt mit zum Rand der Optik gerichtetem „Schweif“, der dem Phänomen den Namen gibt. Der Kometenschweif ist dabei immer vom Bildmittelpunkt weg ausgerichtet und fällt insbesondere zum Bildrand auf, da hier der Abstand zur Bildmitte am größten ist. In der Bildmitte selbst ist von der Koma nichts zu merken. Die Koma kann sowohl bei Linsen als auch bei Spiegeloptiken auftreten. Bei der Korrektur spielt die Lage der Blende eine wesentliche Rolle, eine vollständige Korrektur ist bei einem völlig symmetrischen Objektivaufbau mit mittiger Blende möglich. Durch Abblenden der Randstrahlen kann die Erscheinung auch gemindert werden. Auch heute ist die Koma noch teilweise festzustellen. Bei Motiven mit starken Kontrasten und offener Blende kann dieser Abbildungsfehler beobachtet werden. Zum Testen empfiehlt sich z. B. der Sternenhimmel. Der AstigmatismusDer Astigmatismus oder auch Punktlosigkeit - Astigma bedeutet soviel wie ohne Punkt
Es entstehen zwei verschiedene Bildschalen, die verschieden stark gewölbt sind. Auf der einen Bildschale werden die Punkte als radiale und auf der anderen als tangentiale Striche abgebildet. Treffen Lichtstrahlen eines Objektes in der Nähe des Randes der normal sphärischen Linse auf, ergeben sich zwangsläufig zwei unterschiedlich große Radien. Dieses achsenparallele Lichtbündel verläuft nicht mehr durch einen einzigen Brennpunkt. Die unterschiedlichen Krümmungsradien entsprechen zwei verschiedenen Brennweiten je nach dem, ob man die parallel einfallende Strahlen in der Horizontal oder Vertikalebene betrachtet. Der Fehler äussert sich in Schärfeabfall zum Bildrand hin, Abblenden bringt Verbesserung. Im Objektivbau kann man den Astigmatismus durch Verwendung von mehrerer Linsen mit unterschiedlichen Linsenformen stark reduzieren. Die meisten modernen Objektive sind Anastigmate, das heisst, sie korrigieren diesen Abbildungsfehler. Anastigmat nennt man ein Objektiv, bei dem der Astigmatismus (weitgehend) korrigiert ist. Die Bezeichnung hat nur noch historische Bedeutung, da diese Korektur bei modernen Objektiven der Fall seien sollte. Die Verzeichnungauch Distorsion genanntBei der Distorsion werden gerade Linien am Rande des Bildfeldes gekrümmt wiedergegeben, wenn die Blende einseitig zur Linse angebracht ist.
1. Befindet sich die Blende v(o)r der Linse, erhält mann eine t(o)nnenförmige Verzeichnung. Die Ecken des Bildes werden nach innen gezogen.
Die Ecken des Bildes werden nach außen gebogen. Die VignettierungVignettierungen sind Abschattungen des Bildes die durch ringförmige Abschattungen des Strahlenganges hervorgerufen werden. optische VignettierungDie optische Vignettierung hat ihre Ursache darin, dass das Licht durch mehrere Öffnungen hindurchtreten muss, um die Filmebene zu erreichen. Bei 'schiefem' Blick durch die Austrittslinse oder die Blende ist ab einem bestimmten Abstand von der Optischen Achse die Eintrittslinse nur noch teilweise, später überhaupt nicht mehr sichtbar. Die Animation verdeutlicht die Zusammenhänge: Abblenden verringert die Vignettierung: mechanische Vignettierungdie mechanische Vignettierung ist in der Regel unbeabsichtigt und wird z.B. durch zu kleine Streulichtblenden oder die Fassungen Filtern die auf das Objektiv montiert wurden, hervorgerufen. Pixel-VignettierungPixel-Vignettierung betrifft ausschliesslich digitale Aufnahmemedien. Die Ursache ist, dass schräg auftreffende Strahlen die Lichtempfindlichen Sensoren nicht mehr vollständig ausleuchten können, da diese konstruktionsbedingt nicht auf der Sensoroberfläche sondern in winzigen Vertiefungen angebracht sind. Die Ränder dieser Vertiefungen schatten die Lichtempfindliche Sensorfläche bei flachem Lichteinfall ab - etwa so wie die Sonnenstrahlen am Abend die Täler nicht mehr erreichen können. Das Streulicht
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