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Über mich

 

Meine erste Kamera habe ich 1972 in Beijing gekauft. Sie hieß „Great Wall“ und war zur damaligen Zeit in China ein Luxusartikel, obwohl sie weder über Belichtungsmessung noch über Entfernungsmessung verfügte. Danach habe ich meine Schwarzweißfilme meistens selbst in meiner „Dunkelkammer“ in einer Ecker des Kinderzimmers entwickelt und Fotos mit einem ausgeliehenen Vergrößerer vergrößert.

Eine Spiegelreflexkamera konnte ich mir erst zulegen, nachdem ich 1985 mit einem Stipendium über die transsibirische Eisenbahn über Moskau nach Deutschland gekommen bin. Anschließend habe angefangen, fast nur Dias zu schießen. Als "Qualitätsfanatiker" habe ich im Lauf der Zeit nach Testberichten aus den führenden Fachzeitschriften meine Fotoausrüstung vervollständigt, die in der "Spitzenzeit" aus zwei identischen Gehäusen mit zahlreichen Objektiven von 20mm bis 500mm (Spiegelobjektiv) bestand, zuzüglich diverse Filter, Blitzgeräte und Stative. Auf der Reise mußte ich oft Fototaschen weit über 10 kg mitschleppen, was aber keinen Spaß machte. Später sah ich an, daß die theoretisch bestmöglichste Bildqualität in der Praxis häufig nicht so entscheidend war, und habe mich für die "Abrüstung" auf zwei AF Kameras + zwei AF Zooms entschlossen.

2000 bin ich mit G1 auf die Digitalfotografie umgestiegen. Mit 20D habe ich mich wieder „digital aufgerüstet“. Heute stellen mir kreative Fotoidee und Motivsuche eine viel größere Herausforderung als reine Fototechnik und PS-Skills dar, obwohl ich nach wie vor Wert auf die Bildqualität lege.

Ich interessiere mich in erster Linie für die „People Photography“. Dabei gibt es streng genommen kaum eine „originelle“ Bildidee, die noch nie von Jemand realisiert wurde. Dennoch ist jede Shootingssession mit erfahrenen oder unerfahrenen Fotomodels für mich spannend, weil spontane Ideen immer wieder hochkommen können, wenn ich das Model vor mir habe. Manchmal bin ich leider erst nach dem Shooting auf eine „geniale“ Idee gekommen. Dann muß ich lange warten, bis ich nächste Chancen bekomme, sie zu realisieren. Es ist wohl unvermeidlich, das der Stil bekannter Werke in eigenen Foitos erkennbar ist, wenn man schon unzählige Bilder gesehen hat. Aber ich versuche immer, meine Handschrift in meinen Fotos zu hinterlassen. Da ich mein eigenes Fotostudio habe, „fabriziere“ ich auch gerne trivial Portraits von Menschen verschiedener Herkunft ohne „Modelübungen“.

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