Grau-/ND-Filter, Einfluss auf Bildqualität

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Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 1 von 15
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Hallo zusammen,

ich wollte mal fragen, wie stark der Einfluss von Graufiltern auf die Bildqualität ist.
Ist sowas sichtbar?
Kann man das vernachlässigen?
Hängt das vom Dichtegrad ab?
Oder von der effektiv eingestellten Blende?

Ich meine natürlich die rein optische Qualität, also Einfluss auf Schärfe, Kontrast und Reflektionen.

Ich kam jetzt nur drauf, weil ich überlege, für manche Architekturaufnahmen mir einen zu kaufen.
Aber ich habe eben auch die Diskussionen bzgl. Filtern im Kopf,, wo es ja wohl auch echte Lagerkämpfe gibt.

Kann mir jemand etwas sgane und raten?
Adeon Adeon Beitrag 2 von 15
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Allzu viel kann ich nicht dazu sagen. Mir fehlen da noch die Vergleiche und die langjährige Erfahrung.
Ich habe einen B+W ND3,0 110. Ich habe gemerkt, dass der Farbton leicht wärmer dargestellt wird. Also sollte man den Weißabgleich etwas kühler wählen. Aber das ist durchaus verkraftbar.
Ansonsten das Übliche. Wie gehabt, je mehr Gläser, desto mehr Reflektionen und so ein Bibabo. Je länger die Belichtungszeit, desto ruhiger muss folglich das Stativ stehen.
Was soll einer Architekturaufnahme mit nem GF im Weg stehen? Ich denk, du machst dir zu viele Sorgen. Lagerkämpfe? Da hast du wohl eher bei den UV-Filtern oder Skyfiltern nachgeschaut. Wüsste nicht, was es soo Negatives über nen B+W,Heliopan oder Hoya-GF geben könnte, dass man sich dafür bekriegt.
Naja, mir soll das sowieso egal sein. Ich hab meine Erfahrung kundgetan.
Michael L. aus K. Michael L. aus K.   Beitrag 3 von 15
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Der Dichtegrad hat keinen Einfluß auf die Abbildungsqualität, höchstens indirekt durch die größere Verwacklungsgefahr und das stärkere Rauschen wegen der längeren Belichtungszeit.

Insbesondere bei Weitwinkelobjektiven kommt es theoretisch zu einer Verminderung der Abbildungsqualität zum Bildrand hin. Ob das für dich relevant ist, musst du ausprobieren.

Reflexionen und erhöhte Streulichtanfälligkeit wurde schon erwähnt.
thumb „Das könnte
  Dir gefallen!“
Simon Stucki Simon Stucki Beitrag 4 von 15
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lortz schrieb:

Zitat:Hallo zusammen,

ich wollte mal fragen, wie stark der Einfluss von Graufiltern
auf die Bildqualität ist.
Ist sowas sichtbar?
Kann man das vernachlässigen?
Hängt das vom Dichtegrad ab?
Oder von der effektiv eingestellten Blende?

Ich meine natürlich die rein optische Qualität, also Einfluss
auf Schärfe, Kontrast und Reflektionen.


kommt auf die qualität an (verbessern tut keiner das bild), das problem ist dass man für den ND filter halt keine andere option hat.

Zitat:Ich kam jetzt nur drauf, weil ich überlege, für manche
Architekturaufnahmen mir einen zu kaufen.
Aber ich habe eben auch die Diskussionen bzgl. Filtern im
Kopf,, wo es ja wohl auch echte Lagerkämpfe gibt.


was? für architetkur? bist du dir sicher dass du einen nd filter meinst?

nd filter braucht man dann wenn man eine längere belichtungszeit oder eine offenere blende will, bei architektur kann ich mir nicht vorstellen wann eine offene blende oder lange belichtungszeit nützlich sein kann. (ok ein ganz starker um vorbeigehende passanten oder fahrende autos unsichtbar zu machen ok das vielleicht. meinst du so einen?
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 5 von 15
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Simon Stucki schrieb:

Zitat:bist du dir sicher dass du einen nd filter meinst?


War meine Frage so schlecht formuliert?
Heiko 99 Heiko 99   Beitrag 6 von 15
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Simon Stucki schrieb:

Zitat:was? für architetkur? bist du dir sicher dass du einen nd
filter meinst?

nd filter braucht man dann wenn man eine längere
belichtungszeit oder eine offenere blende will, bei architektur
kann ich mir nicht vorstellen wann eine offene blende oder
lange belichtungszeit nützlich sein kann. (ok ein ganz starker
um vorbeigehende passanten oder fahrende autos unsichtbar zu
machen ok das vielleicht. meinst du so einen?



nur um deiner vorstellungskraft etwas auf die sprünge zu helfen:


DEM DEUTSCHEN VOLKE DEM DEUTSCHEN VOL… Heiko 99 21.09.11 17


guckst du fahnen und wolken.



Nachricht bearbeitet (7:21)
marillo marillo Beitrag 7 von 15
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Bei einem guten Filter wirst du nur minimale Einbusen feststellen können. Die Kombination mehrere Filter solltest du möglichst vermeiden. Sehr starke Graufilter bilden etwas wärmer ab, was sich aber im RAW Konverter leicht korrigieren lässt. Schraubfilter von B&W, Heliopan, Marumi, Hoya oder Kenko sind ordentliche Produkte. Steckfilter würde ich zu Lee, Singh Ray oder Hitech raten.
Pande Pande Beitrag 8 von 15
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Je stärker ein ND-Filter, desto auffälliger wird die Farbverfälschung. Es tritt nämlich ein leichter Magenta-Stich auf, der sich nicht leicht beheben lässt (zumindest nicht über den Weißabgleich).

Ich hielt es erst für ein Gerücht, aber es ist mir neutlich erst mit meinem 1000x BW-Filter aufgefallen.

-
Heiko 99 Heiko 99   Beitrag 9 von 15
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Pande schrieb:

Zitat:Je stärker ein ND-Filter, desto auffälliger wird die
Farbverfälschung. Es tritt nämlich ein leichter Magenta-Stich
auf, der sich nicht leicht beheben lässt (zumindest nicht über
den Weißabgleich).



Warum nicht?
[s]Ich hatte noch nie Probleme mit einem Farbstich bzw.[/s] der vorhandene lies sich problemlos entsprechend meinen Wünschen über die Farbtemperatur im RAW-Konverter anpassen.
Siehe obiges Bild.

Nichts anderes ist der Weissabgleich. Dass man da mit "vorgefertigten" Einstellungen an der Kamera evtl. nicht hinkommt mag sein.



Nachricht bearbeitet (17:07)
Jürgen W2 Jürgen W2 Beitrag 10 von 15
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Starke Graufilter machen bei Architekturfotos insofern Sinn, als z.B. vorbeigehende Personen unscharf abgebildet oder sogar unsichtbar werden...
thumb „Das könnte
  Dir gefallen!“
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 11 von 15
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Vielen Dank!
Rotstichigkeit war mir gar nicht bewusst, sollte in RAW aber wirklich kein Problem sein.
Mir ging es halt vorrangig darum, wie stark die optische Qualität leidet.
Scheint aber ja kein Problem zu sein. Da habe ich wohl wirklich zu viele UV-Filter-Beiträge im Hinterkopf.
Mark Robertz Mark Robertz   Beitrag 12 von 15
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moin,

die rotstichigkeit bzw. der mangentafarbstich kann bis zu einem gewissen grad umgangen werden.

zum einen tritt er auf, wenn der weißabgleich nicht korrekt eingestellt ist, zu anderen wenn die aufnahme eher zu kurz belichtet wird. in verschärfter version tritt der farbfehler auf wenn ND- und polfilter kombiniert werden...

ein automatischer weißabgleich hilft hier meist schon weiter.

um menschen aus einem bild herauszubekommen oder auch fahrende autos bietet sich in photoshop die funktion verrechnen an. das setzt allerdings eine menge aufnahmen mit genau dem selben bildaufbau voraus (stativ, fernauslöser und dann mal locker 20 - 30 - 40 aufnahmen). gibt es mit unterschiedlichen funktionen. anschließend noch die sättigung un kontraste überarbeiten fertig.

die idee mit den fliegenden wolken wie sie heiko zeigt finde ich persönlich immer wieder faszinierend. mal ganz davon abgesehen dass mit einem leichten ND z.b. 0,9 0der 1,2 die farben meist kräftiger abgebildet werden.

viel spaß beim probieren - tschüß mark
Adeon Adeon Beitrag 13 von 15
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Hier mal ne Demo. Habe die vorhin als Vgl. mal schnell geschossen. Alles derselbe Weißabgleich.
Das hier mit GF ND3.0 von B+W:
http://is.gd/eWXhij
Das hier ohne:
http://is.gd/2hkexe

Hier ein Schärfevergleich. Nichts nachgeschärft, Schärfung in der Cam auf der niedrigsten Stufe, Originalgröße. Mit GF 30sek. Belichtungszeit.
http://is.gd/5PgoLM
Horst-W. Horst-W.   Beitrag 14 von 15
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Diese leichte Rotstichigkeit habe ich auch schon festgestellt ... irgendwie verstehe ich nicht was die eigentlich verursacht, ich war eigentlich immer der Meinung diese Graufilter seien neutralgrau?
Mark Robertz Mark Robertz   Beitrag 15 von 15
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eventuell hilft diese info von der heliopan-seite weiter:

"…Das sehr dichte Graufilter ND3,0 erzeugt aus physikalischen Gründen einen Warmton. Hier hilft ein Heliopan UV/IR-Sperrfilter vor dem Graufilter. Bei sehr langen Belichtungszeiten erzeugt die immer vorhandene Eigenbelichtung des Sensors ein – besonders in den Schwärzen des Bildes sichtbares – Rauschen. Aktivieren Sie die Funktion: Rauschreduzierung, diese schafft Abhilfe."

Quelle: http://www.heliopan.de/produkte/graufilter.shtml

mein tipp: dieser sogenannte warmton tritt ab dem ND 1.5 von heliopan auf. daher aufnahmeformat RAW mit individuellem weißabgleich. das feintuning zu hause am rechner. der warmton lässt sich weitesgehend aussteuern. das beispiel hab ich mit einem ND 2.0 aufgenommen: http://www.markrobertz.de/images/galler ... sfjord.jpg

wer mit cokin verlauffiltern (z.b.: p121 und p121 l, m, s) arbeitet wird auf dieselbe problematik stoßen. lassen wir die leicht gekippten bäume mal links liegen, zeigt das beispiel mit dem cokin p121s ganz gut, dass sich der warmton hier ebenfalls gut aussteuern lässt:
http://www.markrobertz.de/images/galler ... Seifen.jpg


gruß mark



Nachricht bearbeitet (10:50)
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