Farbstich bei 10x ND Filter von Hitech

tombrunner Beitrag 1 von 15
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Hallo!

ich habe heute den 10x ND Filter aus dem Hause Hitech getestet und musste einen ordentlichen Fabrstich bei den Aufnahmen feststellen. Gut ok, war keine große Überraschung konnte man in allen Foren lesen.

Meine Frage ist nun ob Ihr eine gute Lösung zu Hand habt um das im Nachhinein anzupassen. RAW ist klar, aber gerade bei längeren Aufnahmen von ein paar Minuten möchte ich nicht zusätzlich noch eins mit Graukarte machen. Dauert ja ewig...

Lieben Gruß Tom
Denbrauchichnicht Beitrag 2 von 15
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Beste Lösung m.M.:
Filter entweder Lee oder singh ray - dann löst sich das Problem ganz schnell.
VG
Dieter
marillo Beitrag 3 von 15
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Den Krüppel hab ich auch, obwohl Hitech den Farbstich ausdrücklich erwähnt. Der wird noch durch Lee ersetzt, die anderen von Hitech sind sehr ordentlich.
Mark Robertz   Beitrag 4 von 15
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hej tom,

so blöd sich das anhört: ist ganz normal!

bei heliopan auf der seite wird das phänomen für den ND 3,0 (der deinem hightech entspricht)so beschrieben:

Das sehr dichte Graufilter ND3,0 erzeugt aus physikalischen Gründen einen "Warmton".

so das hier ein UV/IR-sperrfilter zur korrektur empfohlen wird.

mein tipp: stell den weißabgleich auf automatik, so wird die größte farbverschiebung bereits während der aufnahme abgefangen. speziell bei heliopan gibt es je nach dichte eine leichte verschiebung. am extremsten bei den filtern ND 1,5 (×32 bzw. +5 blenden) und ND 3,0 (×1.000 bzw. ×1.024 entspricht +10 blenden).

einen vergleich bezüglich der farbverschiebungen hab ich hier geparkt:
http://www.markrobertz.de/misc/Graufilt ... Wasser.jpg
das bild zeigt die unterschiedlich wahrgenommenen farbtemperaturen bei der einstellung WB-automatik, bei regnerischem ostsee-wetter im dezember.

mehr zu dem thema gab es übrigens in der naturblick (ausgabe 1/2012) bzw. gibt es in der nächsten chip foto/video (10/2012) bei den wasserspots in deutschland.


gruß mark
Ralph P. Obersteiner   Beitrag 5 von 15
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Hallo,

habe auch den HiTech ProStop 10 im Einsatz und bei 90 % aller Bilder dasselbe "Blaustich"-Problem. Bei mir ist der Blaustich teils so stark, dass er sich mittels Software-Änderung des Weißabgleichs alleine nicht rückgängig machen lässt. Da muss man an die Farbe richtig ran. Das nervt. Wollte von Anfang an den Big Stopper von Lee kaufen, leider war der nicht lieferbar. Hab den aber jetzt bei robertwhite in UK bestellt, da das Blaustichproblem bei Lee nicht in diesem Umfang auftreten soll.

Übrigens: Der Tip mit dem Auto-Weißabgleich hilft tendenziell. Ich habe festgestellt, dass der Blaustich hier am geringsten war. Am schlimmsten trat er auf bei stark bewölktem Himmel mit Weißabgleicheinstellung "Bewölkt". Bei wirklich wichtigen Aufnahmen: Immer Graukarte!

Den HiTech werde ich nach Lieferung des Lee wieder verkaufen. Gebote sind willkommen!

LG Ralph
marillo Beitrag 6 von 15
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Bei mir hat der einen Rotstich :-(
Ehemaliges Mitglied Beitrag 7 von 15
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Jo, bei mir hat er auch einen Rotstich. Und zwar von Kameramodell zu Kameramodell unterschiedlich. An der Nikon D 80 ist er gut korregierbar (RAW), an der Nikon D 40 (auch RAW) sind nur Aufnahmen möglich, die nachher SW werden sollen.
tombrunner Beitrag 8 von 15
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Vielen Dank für all die guten Ratschläge. Ich wollte anfangs auch den Lee Filter, habe aber dann zu dem Hitech gegriffen weil er verfügbar war im Gegensatz zum Lee Filter. Wie Ralph schon schrieb, teils per Software kaum noch korrigierbar. Ich werde mir den Lee Filter bestellen und soblad dieser ausgeliefert ist den Hitech verkaufen.
Werner J. Meier Beitrag 9 von 15
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Ich kann den B+W 110 ND 3.0 empfehlen. Da hält sich der Rotstich in Grenzen die gut korrigierbar sind.
Für beste Resultate halte ich es für sinnvoll mit einer Colorcheckerkarte zu arbeiten da ein optimaler Weissabgleich die Farbverschiebungen nicht vollkommen ausgleichen kann. Ein Kameraprofil für die gegebene Lichtsituation hingegen schon.

\Werner
Herbert W. Klaas   Beitrag 10 von 15
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nach meinen Erfahrungen erzeugen alle Graufilter einen mehr oder weniger starken Farbstich , den man aber ganz einfach ( RAW vorausgesetzt ) in der Bearbeitung beseitigen kann . Das sollte m.E. keine Kaufentscheidung sein .
Werner J. Meier Beitrag 11 von 15
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Zitat: Herbert W. Klaas 11.09.12, 19:07nach meinen Erfahrungen erzeugen alle Graufilter einen mehr oder weniger starken Farbstich , den man aber ganz einfach ( RAW vorausgesetzt ) in der Bearbeitung beseitigen kann . Das sollte m.E. keine Kaufentscheidung sein .

Ich nutzte jahrelang die Graufilter von Cokin. Nach einiger Zeit musste ich aber lernen, dass diese im Gegenzatz zu den B+W Filtern einen extremen Rotstich aufweisen. Solange man die nicht Kombiniert um z.B. auf einen 1000x zu kommen lassen sich die Bilder noch einigermassen korrigieren. Um aber das ganze Farbspektum mit neutralem Weissabgleich sauber abzustimmen bedarf es einiges an skill in der Bildbearbeitung. Einfacher gehts mit einem für die gegebene Lichtsituation erstellten Farbprofil. Zudem erreicht man damit die besten Resultate.

Anders siehts natürlich aus, wenn man den Farbstich als künstlerische Komponente sieht und mit einem passenden Weissabgleich zufrieden ist.

\Werner
tobolog Beitrag 12 von 15
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Ich habe auch lange mit dem Kauf dieses Filters gezögert, weil viele solche Farbstich-Kommentare durch das Internet geistern.

Doch seit ich meinen HiTech habe, gehe ich einfach in die RAW-Verarbeitung und mache einen manuellen Weißabgleich, bis es gut passt und gut aussieht. Das dauert nicht lange... Viel länger dauert es dagegen, ein Foto mit 10-stops zu machen :-)
JayBee   Beitrag 13 von 15
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Ihr wißt aber alle schon, daß bei solch hochdichten ND- Filtern *immer* Farbstiche auftauchen, oder?

Und dabei ist es egal, welche Marke man verwendet. B&W weist in seinen Produktbeschreibungen auch darauf hin, daß das Foto "wärmer" erscheinen wird...
Heiko 99   Beitrag 14 von 15
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Ja, aber wie schon geschrieben wurde sind die (teilweise?) recht gut korrigierbar.
RAW und später am Weissabgleich drehen ist da m.E. die einfachste Methode.

Das hier wurde mit dem B+W 110 gemacht.
Natürlich habe ich in der RAW-Bearbeitung es so hingedreht bis es mir "schön genug" erschien.
Was nicht heisst, dass es komplett Farbstich-frei ist, aber das war auch nicht das primäre Ziel.


Stürmische Zeiten... Stürmische Zeiten... Heiko 99 13.09.12 13
Werner J. Meier Beitrag 15 von 15
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Zitat: Heiko 99 11.10.12, 21:46Zum zitierten BeitragJa, aber wie schon geschrieben wurde sind die (teilweise?) recht gut korrigierbar.
RAW und später am Weissabgleich drehen ist da m.E. die einfachste Methode.

Das hier wurde mit dem B+W 110 gemacht.
Natürlich habe ich in der RAW-Bearbeitung es so hingedreht bis es mir "schön genug" erschien.
Was nicht heisst, dass es komplett Farbstich-frei ist, aber das war auch nicht das primäre Ziel.


Stürmische Zeiten... Stürmische Zeiten... Heiko 99 13.09.12 13


Die Unterschiede der 10x Graufilter oder Kombinationen aus mehreren weniger starken Filtern unterscheiden sich sehr stark. Der B+W 110 ist meiner Ansicht einer der besseren und filtert nur verhältmässig geringe Farbanteile des relevanten Spektrums eingeschränkt.

Mit einem Weissabgleich ist es jedoch nicht getan, wenn man eine natürliche Farbwiedergabe anstrebt. Wer mal Bilder einer Landschaft mit und ohne 10x Graufilter erstellt hat, der wird bei der BA bemerken, dass eine genaue Farbabstimmung auf das Bild ohne Graufilter fast so unmöglich ist, wie den Effekt des Graufilters per Software glaubwürdig zu erzeugen.

Die meiner Ansicht beste Möglichkeit eine optimale Bildqualität zu erreichen liegt darin, dass für Bilder mit Graufilter ein Kameraprofil erzeugt und so schon mal die Farben in Relationen die passen verschoben werden. Der Weissabgleich und weitere Anpassungen lassen immer noch viel Spielraum offen.

\Werner
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