WW-Objektiv versus zusammengebautes Panorama

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Ralf Wörner   Beitrag 1 von 16
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Hallo,

nächste Woche werde ich auf Safari gehen.
Für Landschaftsaufnahmen hatte ich bisher geplant mein Standardzoom (18-135mm) zu nutzen und Panoramen aus mehreren Bildern zusammen zu bauen. Hab das schon öfter erfolgreich gemacht.

Nun überlege ich mir aber doch, ein WW (18-24-mm) zuzulegen. Allerdings schrecken mich da die Preise etwas ab.

Meint ihr, die Ergebnisse werden die Anschaffung rechtfertigen?
Ist der Unterschied zu zusammengesetzten Panoramen sehr groß?

Gruß Ralf
effendiklaus   Beitrag 2 von 16
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Die Meisten fragen in der Situation nach Tele oder "Reiseobjektiven".
also, 18mm hast Du schon.
Ich würde eher was mit 10 oder 11mm am unteren Ende suchen.
Je nach Geldbeutel, die Lichtstärke auswählen.
Die Brennweite ist auch nach der Safari sinnvoll.
Z.B. Innenaufnahmen von Kirchen usw.
Es kann ja auch ein Gebrauchtes sein.

LG und viel Freude,
Klaus
effendiklaus   Beitrag 3 von 16
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Schau Dir das mal an.
Dahin ginge meine Überlegung.
http://www.google.de/aclk?sa=L&ai=CjZoQ ... 1-18+nikon


Allzuviel Zeit verbleibt ja auch nicht für die Entscheidung.
Ralf Wörner   Beitrag 4 von 16
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Danke für den Tipp. Schaue mir das mal an.
Andre Th. Beitrag 5 von 16
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Hallo Ralf,

ich liebe weitwinklige Landschaftsaufnahmen, weshalb ich eher zu einem starken WW raten würde (10-16mm). Bei dem Fotofachverkäufer meines Vertrauens kann man sich auch Objektive leihen und wenn dir das (je nach Dauer der Safari) zu teuer ist, würde ich dir zu einem alten gebrauchten Objektiv raten, welches, wenn es nur für Landschaften gedacht ist nicht einmal den Autofokus unterstützen muss.

LG, Andre
Blendax 2.8 Beitrag 6 von 16
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Zitat: Ralf Wörner 21.09.12, 20:06Zum zitierten BeitragIst der Unterschied zu zusammengesetzten Panoramen sehr groß?

Mal als Beispiel mit einer 18 Megapixel-Kamera:

Mehrere Hochkant-Fotos zusammen kommst du auf 40 bis 50 Megapixel.

Ein 18 Megapixel-Foto zusammengeschnitten kommst du auf etwa 10 Megapixel.

In welchem Format willst du denn drucken? Wenn du die Fotos nur online zeigst oder in A4 druckst, sieht man da sicher gar keinen Unterschied.
Tobias Gerber   Beitrag 7 von 16
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Panoramas sind ja ein anderes Format. Je nach dem werden die schon sehr breit und das gefällt (wie alles andere auch) nicht jedem. Mit einem WW kannst du gut im 3:2 (oder in einem anderen echten Fotoformat) bleiben. Darum bevorzuge ich WW gegenüber Panoramabildern. Die extremen betrachtungswinkel, die WW liefern passen sicher bestens in die Safari...
Werner J. Meier Beitrag 8 von 16
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Zitat: Tobias Gerber 24.09.12, 19:44Zum zitierten BeitragPanoramas sind ja ein anderes Format. Je nach dem werden die schon sehr breit und das gefällt (wie alles andere auch) nicht jedem. Mit einem WW kannst du gut im 3:2 (oder in einem anderen echten Fotoformat) bleiben. Darum bevorzuge ich WW gegenüber Panoramabildern. Die extremen betrachtungswinkel, die WW liefern passen sicher bestens in die Safari...

Man kann auch mehrzeilige Panos erstellen. Das ist aber nur dann sinnvoll, wenn ein Motiv relativ statisch ist und in grossem Format mit vielelen Details gedruckt werden soll. Ebenso kann mit Panos mehr Umfeld zu einer Aktion im Hauptfoto addiert werden. Ansonsten ist die Auflösung dadurch natürlich gewaltig. Da kann im nachhinein nach Lust und Lanune beschnitten werden. Bei Weitwinkelaufnahmen mit nur einem Shot ist da viel weniger Spielraum drin. Falls es das Motiv und mein mitgenommenes Equipement erlaubt, wähle ich daher in vielen Situationen lieber die Panoramafotografie, als dass ich ein starkes WW nutze.

Falls man WW's mit geringer Schärfentiefe erstellen möchte, so eignet sich eine längere Brennweite und Panoramafotografie auch bestens.

Kaum Vorteile bringt die Panofotografie, wenn die Bilder ohne Beschnitt für Plattformen im Web erstellt werden. Durch das Herunterscalieren verliert man zu viel an Bildqualität gegenüber einer Einzelaufnahme mit einem hervorragendem WW-Objektiv.

\Werner
Tomi K.   Beitrag 9 von 16
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Hallo zusammen,

Panoramas uns WW-Aufnahmen kann man doch nicht miteinander vergleichen. Ein richtiges WW-Objektiv macht viel dramatischere Bilder. Alleine wie es Wolken darstellt ist überwältigend. Das kann kein Panorama der Welt so darstellen. WW-Aufnahmen sind eine Welt für sich. Schau Dir mal hier

http://www.juzaphoto.com/index2.php?l=e ... 1&gal=3530

das erste Foto an. Das ist ein typisches WW-Motiv.

Panoramas haben auch ihren Reiz, sind aber eine andere Art von Bildern.

Allzeit gute Fotos wünscht,
Tomi
Werner J. Meier Beitrag 10 von 16
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Zitat: Tomi K. 27.09.12, 14:09Zum zitierten BeitragHallo zusammen,

Panoramas uns WW-Aufnahmen kann man doch nicht miteinander vergleichen. Ein richtiges WW-Objektiv macht viel dramatischere Bilder. Alleine wie es Wolken darstellt ist überwältigend. Das kann kein Panorama der Welt so darstellen. WW-Aufnahmen sind eine Welt für sich. Schau Dir mal hier

http://www.juzaphoto.com/index2.php?l=e ... 1&gal=3530

das erste Foto an. Das ist ein typisches WW-Motiv.

Panoramas haben auch ihren Reiz, sind aber eine andere Art von Bildern.

Allzeit gute Fotos wünscht,
Tomi


Für Bildschirmpresentationen reicht die Qualität, welche per Screenshot aus einem Panorama geschnitten werden kann. Dann ist im Nachhinein die gewünschte Perspektive erstellbar.

Man kann am PC mit Pano2VR aus einem Kugelpanorama einige Bilder zaubern, die man am Standpunkt von dem man fotografiert hat wohl kaum wahrgenommen hätte. Zumal man bei einer Bildidee bereits auf ein bestimmtes Objektiv ausgerichtet ist und eher selten mehrere Objektive ausprobiert. Auch Landschaften mit Wolken die diesen speziellen WW-Bildwinkel haben können so sehr gut in der Postbearbeitung erstellt werden. Man sollte aber beim Fotografieren des Panos auf absolute Qualität achten, damit das Material auch was taugt, wenn es verrechnet wird. Fischeyeobjektive und wenige Aufnahmen sind dann nicht das was zu empfehlen ist.

Ein Einzelfoto ist natürlich wesentlich schneller gemacht, wenn man am gewählten Standpunkt bereits die beste Perspektive ahnen kann. Gute Fotografen glauben das zu könnnen. Schlechtere finden nur mit Glück einen guten Standpunkt ;-)

Ich sehe es als kreativen Prozess aus Panos Bilder mit beliebiger Transformation zu schneiden. Zudem lernt man, wie bei der Arbeit mit einem CAD-Programm, sehr viel über das perspektivische Sehen.

\Werner
mich.a Beitrag 11 von 16
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Zitat: Tomi K. 27.09.12, 14:09Zum zitierten BeitragPanoramas uns WW-Aufnahmen kann man doch nicht miteinander vergleichen. Ein richtiges WW-Objektiv macht viel dramatischere Bilder. Alleine wie es Wolken darstellt ist überwältigend. Das kann kein Panorama der Welt so darstellen.


Nicht ganz richtig, es gibt schließlich auch die Rectilinear-Projektion. Das hier - http://www.micha-foto.de/galerie/100216_7815.jpg - sieht auch aus wie eine typische Weitwinkelaufnahme, ist aber ein Panorama aus mehreren Bildern. Zum Vergleich dasselbe Panorama mit zylindrischer Projektion, hier fehlt die dynamische Wirkung völlig: http://www.micha-foto.de/pics/100216_7815z.jpg

Diese Methode habe ich aber nur als Notlösung verwendet, als ich noch kein richtiges WW-Objektiv hatte. Seit ich das Sigma 10-20 besitze, setze ich die Panoramatechnik für normale Landschaftsbilder so gut wie nicht mehr ein. Und das, obwohl ich eigentlich ein absoluter Panorama-Freak bin. ;-) Für die "klassische" Landschaftsfotografie ist ein Weitwinkelobjektiv einfach unverzichtbar. Ich fotografiere fast nur noch mit dem 10-20. Jedes 10mm-Bild aus mehreren Aufnahmen zusammensetzen zu müssen würde keinen Spaß machen.

Die Panoramatechnik lohnt sich nur, wenn ein sehr großer Blickwinkel dargestellt werden soll, den kein Weitwinkelobjektiv auf ein einzelnes Bild bringt, oder wenn man eine sehr hohe Aufslösung erreichen will.
Werner J. Meier Beitrag 12 von 16
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Zitat: mich.a 28.09.12, 11:33Zum zitierten BeitragZitat: Tomi K. 27.09.12, 14:09Zum zitierten BeitragPanoramas uns WW-Aufnahmen kann man doch nicht miteinander vergleichen. Ein richtiges WW-Objektiv macht viel dramatischere Bilder. Alleine wie es Wolken darstellt ist überwältigend. Das kann kein Panorama der Welt so darstellen.


Nicht ganz richtig, es gibt schließlich auch die Rectilinear-Projektion. Das hier - http://www.micha-foto.de/galerie/100216_7815.jpg - sieht auch aus wie eine typische Weitwinkelaufnahme, ist aber ein Panorama aus mehreren Bildern. Zum Vergleich dasselbe Panorama mit zylindrischer Projektion, hier fehlt die dynamische Wirkung völlig: http://www.micha-foto.de/pics/100216_7815z.jpg

Diese Methode habe ich aber nur als Notlösung verwendet, als ich noch kein richtiges WW-Objektiv hatte. Seit ich das Sigma 10-20 besitze, setze ich die Panoramatechnik für normale Landschaftsbilder so gut wie nicht mehr ein. Und das, obwohl ich eigentlich ein absoluter Panorama-Freak bin. ;-) Für die "klassische" Landschaftsfotografie ist ein Weitwinkelobjektiv einfach unverzichtbar. Ich fotografiere fast nur noch mit dem 10-20. Jedes 10mm-Bild aus mehreren Aufnahmen zusammensetzen zu müssen würde keinen Spaß machen.

Die Panoramatechnik lohnt sich nur, wenn ein sehr großer Blickwinkel dargestellt werden soll, den kein Weitwinkelobjektiv auf ein einzelnes Bild bringt, oder wenn man eine sehr hohe Aufslösung erreichen will.


Auch mit Panos lassen sich die Typischen WW-Effekte generieren. Dein Beispiel wird wohl aus einer Zylinderprojektion entstanden sein.

Bei einem Flächenpanorama ist der selbe Effekt wie mit einem WW-Objektiv möglich. Hier ist aber die Auflösung wesentlich höher als mit einer Einzelaufnahme mit WW-Objektiv. Hingegen ist bei der Zylinderprojektion die Ansicht so, als ob das Pano in einem zylindrischen Raum aufgeklebt wäre und du es aus der Mitte des Raums betrachtest. Dann gibts den WW-Effekt nicht.

\Werner
mich.a Beitrag 13 von 16
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Zitat: Werner J. Meier 28.09.12, 13:47Zum zitierten BeitragAuch mit Panos lassen sich die Typischen WW-Effekte generieren.
Ja, sag ich doch.

Zitat:Dein Beispiel wird wohl aus einer Zylinderprojektion entstanden sein.
???

Mein Beispiel ist nicht aus irgendeiner Projektion entstanden. Es ist aus 4 Einzelbildern entstanden. Diese habe ich zusammengesetzt und mit zwei verschiedenen Projektionen gestitcht. Einmal rectilinear und einmal zylindrisch, um den Unterschied zu zeigen.

Zitat:Bei einem Flächenpanorama ist der selbe Effekt wie mit einem WW-Objektiv möglich.
Ja, eben, genau das habe ich doch gesagt.

Zitat:Hier ist aber die Auflösung wesentlich höher als mit einer Einzelaufnahme mit WW-Objektiv.
Ja, aber dafür ist, wie gesagt, auch der Aufwand entsprechend höher, deshalb lohnt sich das nur, wenn man die höhere Auflösung wirklich braucht. Ansonsten nervt die zusätzliche Arbeit nur.

Zitat:Hingegen ist bei der Zylinderprojektion die Ansicht so, als ob das Pano in einem zylindrischen Raum aufgeklebt wäre und du es aus der Mitte des Raums betrachtest. Dann gibts den WW-Effekt nicht.
Aber der Bildschirm ist eben nicht zylindrisch, sondern flach. Deshalb mag ich zylindrische Panoramen nicht besonders. Es sei denn, es handelt sich um ein interaktives Panorama, bei dem man den Bildausschnitt verschieben kann, z. B. so: http://www.gigapixel360.de/nuernberg/ Wobei es mir da am liebsten ist, wenn man sich rundherum drehen und auch nach ganz oben und unten sehen kann. Dafür braucht man dann allerdings die Equirectangular-Projektion. Oder alternativ sechs rectilineare Würfelflächen. Aber das ist nicht das Thema dieses Threads, und außerdem ist der Threaderöffner wahrscheinlich sowieso schon unterwegs und hat nichts mehr davon, was hier noch geschrieben wird.
Werner J. Meier Beitrag 14 von 16
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Der Monitor ist immer flach und hat nichts mit der Projektionsart des Panos zu tun. Das Pano wird aber auf der Monitorfläche je nach Projektionsart anders abgebildet. Die Verzerrung am Bildrand, also der WW-Effekt kommt aber nur bei Flächenpanos oder echten WW-Aufnahmen zu stande. Je grösser der Bildwinkel, desto verzerrter wirken die Randbereiche.

Bei Weitwinkelobjektiven wird der Randbereich stark verzerrt. In Kombination mit den meist bei solchen Objektiven gegebenen Bildfehlern (CA's, Vignettierung, Verzeichung, Unschärfen) spricht meiner Ansicht auch eher für Panoramas mit etwas längeren, etwas weniger fehlerbehafteten Brennweiten, wenn vor allem hohe Bildqualität neben der besseren Auflösung benötigt wird.

Dagegen, da sind wir uns wohl alle einig, spricht der grosse Aufwand, der für jedes einzelne Panorama betrieben werden muss.
EAK - Kremer   Beitrag 15 von 16
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Zitat: Ralf Wörner 21.09.12, 20:06Zum zitierten BeitragIst der Unterschied zu zusammengesetzten Panoramen sehr groß?

Gruß Ralf


Die Bildwirkung ist eine völlig andere.
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