STROBOSKOPBLITZ

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zaunkoenig1 zaunkoenig1 Beitrag 1 von 14
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Hallo, wollte mal fragen ob einer von euch Erfahrung damit hat?
Hab einige Fotos probiert, sind aber nicht wirklich scharf geworden (der fliegende Tennisball)
Was habt Ihr für Einstellungen am Blitz und an der Cam?

Danke für Eure antworten
Froschkoenig1



Nachricht bearbeitet (23:27)
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 2 von 14
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Die Einstellungen anderer werden Dich nicht glücklich machen. Da sind noch zu viele weitere Faktoren wie die Leistung des Blitzes und dessen Abstand zum Sujet.

Du wirst für scharfe sich bewegende Gegenstände jeweils eine sehr kurze Abbrenndauer des Blitzes benötigen. Die Abbrenndauer ist einerseits eine Eigenschaft des Geräts und andererseits eine Funktion der Leistung. Bei geringster Leistung des Blitzgerätes, die Du hoffentlich einstellen kannst, ist die Abbrenndauer für dieses Gerät am kürzesten.

Blende und ISO entsprechend. Diese Werte kannst Du nicht einfach bei anderen Fotos abschreiben.
Matthias Belke Matthias Belke Beitrag 3 von 14
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Also an der Abbrenndauer kann die Unschärfe kaum liegen. Die ist in jedem Fall so kurz, dass jeder Tennisball damit eingefroren wird!
Da muss man sowieso vorfokussieren, denn mit eingeschaltetem AF wird das nicht funktionieren, das sollte klar sein.
Helles Motiv vor dunklem Hintergrund und dann experimentieren. So bekommt man am besten ein Gefühl für die richtige Einstellung je nach Motiv und gewünschtem Effekt.

Gruß
matthias
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Shashinka Shashinka Beitrag 4 von 14
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Matthias Belke schrieb:

Zitat:Also an der Abbrenndauer kann die Unschärfe kaum liegen. Die ist in jedem Fall so kurz, dass jeder Tennisball damit eingefroren wird!


Die Abbrenndauer spielt eine gewaltige Rolle! Man muss sich nur die vielen "unter der Dusche" Bilder anschauen, um zu sehen, dass die Geschwindigkeit der fallenden Wasssertropfen die üblichen Studioblitze überfordert. Da sehen die Tropfen aus, als würden sie von unten nach oben fallen, weil sie halt doch nicht komplett eingefroren werden und die Leuchtspur den Verlauf der Lichtintensität des Blitzes wiedergibt.

Theoretisch kann man aus der Geschwindigkeit des Balls und dem Abbildungsmaßstab die nötige Abbrenndauer berechnen, damit er wirklich eingefroren erscheint.
Matthias Belke Matthias Belke Beitrag 5 von 14
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< Die Abbrenndauer spielt eine gewaltige Rolle! Man muss sich nur die vielen "unter der Dusche" Bilder anschauen, um zu sehen, dass die Geschwindigkeit der fallenden Wasssertropfen die üblichen Studioblitze überfordert. >

Sorry, aber das mit der Dusche ist ja eine ganz andere Situation als das bewusste Stroboskopblitzen. Im Übrigen hat der Effekt, den du beschreibst, absolut nicht mit der Abbrenndauer des Blitzes zu tun, sondern mit der deutlich längeren Verschlusszeit und der Tatsache, dass das Blitzlicht in diesem Fall nicht das Hauptlicht ist. Wenn neben dem Blitzlicht noch ein gehöriger Anteil natürlichen Lichts vorhanden ist, dann haben wir eine Mischlichtsituation und da ist es nur logisch, dass beim Blitzen auf den ersten Verschlussvorhang und langer Verschlusszeit noch der von dir beschriebene Effekt eintritt. Beim Stroboskopblitzen muss der Blitz das Hauptlicht sein, sonst bringt das Ganze herzlich wenig! Und wenn der Blitz das Hauptlicht ist, dann ist die Abbrenndauer in jedem Fall kurz genug um den Ball einzufrieren! So ein Aufsteckblitz hat im Gegensatz zu Studioblitzen eine deutlich kürzere Abbrenndauer von nur bis zu 1/10000 Sekunde (nein, da steht keine Null zu viel). Und da kann man unter der Dusche noch so andere Ergebnisse kriegen. Deshalb schreib ich auch, dass ein helles Motiv und ein dunkler Hintergrund fürs Erste am geeignetsten ist. Dann die Belichtung auf das helle Motiv abstimmen und natürlich muss der Blitz das Hauplicht (wenn nicht gar das einzige Licht) sein.

Gruß
matthias
zaunkoenig1 zaunkoenig1 Beitrag 6 von 14
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Danke für Eure Antworten.
Mal generell zu meiner Ausrüstung: Canon 5D MK II mit Blitz
580 EX II.
Da kann ich bin zu 1/128 einstellen und Hz.

Ich werde mal am We ein Bild reinstellen, dann könnt Ihr mal nachschauen wie das Foto aussieht. Ich habe dabei nur die Hand bewegt, mit dem Ball in der Hand.
Gruss an Euch alle
zaunkoenig1
Harald Klinge Harald Klinge   Beitrag 7 von 14
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du mußt hauptsächlich sehen, das du die Freqenz passend zur Belichtungszeit einstellst. Du kannst nicht verlangen dass der Blitz 10x blitzt in einer Zeit von unter 1 Sekunde, andererseits auch bei 10 Sekunden beli nur 4x Blitzen, das paßt halt auch nicht.
Das blitzen auf den 2.Vorhang sollte aus sein,glaub ich. Die Abbrenndauer ist wohl nicht so sehr ein PRoblem, weil bei Stzroboskop die Leistunmg eh runter gestellt wird, aber das solltest du in der Bedienungsanleitung des Blitzes nochmal nachlesen.
zaunkoenig1 zaunkoenig1 Beitrag 8 von 14
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Ich habe jetzt ein Foto hochgeladen. Es ist bei meinen Fotos zu finden unter "Hand-Ball"
Was meint Ihr dazu?
Schönes WE
zaunkoenig1
Matthias Belke Matthias Belke Beitrag 9 von 14
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< Du kannst nicht verlangen dass der Blitz 10x blitzt in einer Zeit von unter 1 Sekunde, andererseits auch bei 10 Sekunden beli nur 4x Blitzen, das paßt halt auch nicht. >

Leute, erzählt dem Fragesteller doch nicht so einen Quatsch. Bei seinem Blitz kann er eine Frequenz von bis zu 140 HZ einstellen. Das sind 140 Blitze pro Sekunde. Und natürlich kann er auch 10 Hz einstellen und genauso auch 4 Hz!!! Klar, bei 140 Hz wird man wohl kaum den gewünschten Effekt erzielen können, aber bei 10 Hz, also 10 Blitzen pro Sekunde sehr wohl, genauso bei nur 4 Blitzen pro Sekunde. Es kommt immer auf die Situation, das Motiv und den gewünschten Effekt an und darauf, ob die Leistung der einzelnen Blitze groß genug ist, das Motiv entsprechend auszuleuchten.

< Was meint Ihr dazu? >

Das KANN so nicht funktionieren! Der Blitz scheint hier das Hauptlicht gewesen zu sein. Das ist gut. Aber der Hintergrund ist nicht viel dunkler als das Motiv und vor allem ganz nah dran am Motiv. Du hast innerhalb von 2 Sekunden 5 Mal den Blitz gezündet, okay. Der Hintergrund, der sich ja nicht bewegt, hat also 5 Mal Blitzlicht abbekommen, denn er ist ja nur geringfügig weiter vom Blitzgerät entfernt gewesen, als das Motiv. Das Motiv hat sich aber bewegt und hat bei jedem einzelnen Blitz ja nur ein Fünftel des Lichts abbekommen, das der Hintergrund insgesamt abbekommen hat. Da ist es doch logisch, dass der gewünschte Effekt nicht eintritt und der Hintergrund besonders deutlich wird, während das Hauptmotiv schwächer zu sehen ist!
Ich sagte bereits, dass der Hintergrund dunkel sein sollte. Vor allem aber muss er so weit vom Blitz weg sein, dass das Blitzlicht ihn nicht mehr erreicht. Und dann wie gesagt die Belichtung auf das Hauptmotiv abstimmen. Dann ist es auch egal, wie oft oder wie stark du blitzt, der Hintergrund bleibt dunkel, denn wo gar kein Licht hinkommt kann es so oft (nicht) hinkommen wie es will. Fünf Mal "Null" oder zehn Mal "Null" Licht ist ja egal, es bleibt "Null" Licht.

Gruß
matthias



Nachricht bearbeitet (17:50)
Robby Fischer Robby Fischer   Beitrag 10 von 14
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Ich kann nur sagen: es ist verdammt kniffelig und man muss sehr viel testen, bis das Ergebnis passt.


Ein Falter öffnet sich Ein Falter öffnet sich… Robby Fischer 06.06.10 5
thumb „Das könnte
  Dir gefallen!“
Shashinka Shashinka Beitrag 11 von 14
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Matthias Belke schrieb:

Zitat:Sorry, aber das mit der Dusche ist ja eine ganz andere
Situation als das bewusste Stroboskopblitzen. Im Übrigen hat
der Effekt, den du beschreibst, absolut nicht mit der
Abbrenndauer des Blitzes zu tun, sondern mit der deutlich
längeren Verschlusszeit und der Tatsache, dass das Blitzlicht
in diesem Fall nicht das Hauptlicht ist.


Ich kann dir gerne Beispiele zeigen, die unter reinen Studiobedingungen (also kein Dauerlicht) gemacht wurden, und genau den von mir beschriebenen Effekt zeigen.

Zitat:So ein Aufsteckblitz hat im Gegensatz zu Studioblitzen eine deutlich kürzere Abbrenndauer von nur bis zu 1/10000 Sekunde


Was sagt das über die Bedeutung der Abbrenndauer?
zaunkoenig1 zaunkoenig1 Beitrag 12 von 14
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Danke Dir Matthias,
eindrücklich und gut beschrieben und erklärt. Ich habs jetzt kapiert und werde es bald richtig probieren.
Viele Grüsse
zaunkoenig1
Robby Fischer Robby Fischer   Beitrag 13 von 14
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Hier gibt es offensichtlich große Irrtümer, was die Abbrenndauer von Blitzlichtern betrifft.

Hier hat mal einer nachgemessen: http://oliverwen.de/blog/index.php?titl ... &tb=1&pb=1

Sehr kurze Zeiten gibt es nur bei sehr geringer Leistung. Bei voller Leistung leuchtet der Blitz deutlich länger.
Wer mal den High-Speed-Fotografen zuschaut, sieht, welchen Aufwand die treiben, um extrem kurze Abbrennzeiten zu bekommen, damit auch eine Gewehrkugel ohne Bewegungsunschärfe aufs Bild kommt. Das mit den Wassertropfen in der Dusche kommt tatsächlich vom "langsamen" Blitz.
Stefan Junger Stefan Junger   Beitrag 14 von 14
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Robby hat recht, dass es hier wohl viele Irrtümer gibt. Fakt ist, dass die Leistung bei der Stroboskop-Funktion zwangsläufig eh nicht der möglichen max. Blitzleistung entspricht, sondern einen Bruchteil. Der Kondensator muß ja auch seine Ladung irgendwo her bekommen ...

Die Abbrenndauer ist jedenfalls nur ein Faktor, der auch von der Qualität des Blitzkopfes abhängt.

Sieht man sich bewegte Hochgeschwindigkeitsaufnahmen (z.B. Crashtest) mal aufmerksam an, stellt man fest das man verdammt viel Licht wegen der kurzen Belichtungszeiten braucht, die man wegen der kurzen Belichtungszeiten hat.

Ähnlich sieht es beim Stroboskop aus, wo zwar der Verschluss offen bleibt, aber die Bewegung eingefroren werden muß.

Über das "Problem" könnte man ganze Bücher schreiben. Hier hilft nur viel probieren. Hat das Blitzgerät die ausreichende Qualität? Welche Abbrenndauer habe ich bei welcher Leistung? Welche Blitzfrequenzen sind bei welcher Leistung möglich?

Ich habe schon Aufbauten gesehen, bei denen wegen der erforderlichen Lichtleistung mehrere Blitze in Folge gezündet wurden.

Hier hilft nur eins ... im großen weiten Internet suchen. Es gibt zu dem Thema echt gute Tutorials im Netz.
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