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Jonny May

Neues Urteil des BGH zur Panoramafreiheit

Zitat: Johannes Röhnelt 05.07.17, 16:23Mein Frage hier im Thread, ob das auch für geschmacksmusterrechtlich geschützte Fahrzeuge gilt bleib leider unbeantwortet.

Zu der Frage äußert sich jetzt Malte Stieper in der Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht ZUM 10/2017.

Der BGH musste sich in diesem Fall nicht zum Designrecht äußern, weil sich die Klägerin nur auf das Urheberrecht am AIDA Kussmund berufen hat. Wenn auch ein eventueller Schutz auf das Designrecht geltend gemacht worden wäre, hätte das Urteil möglicherweise noch eine "ganz andere Sprengkraft entfaltet".

Eine analoge Anwendung des § 59 UrhG auf das Designrecht ist nach Ansicht von Stieper zwar wünschenswert, aber nicht ohne weiteres mit dem EU-Recht vereinbar.

Genaueres mit Zitat und weiterer Literaturangabe siehe meinen Kommentar vom 31. Oktober 2017 unter:

https://www.rechtambild.de/2014/02/jaeg ... ment-54016

MfG
Johannes

PS Was hat das mit dem 31. Oktober zu tun? Malte Stieper ist Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
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Vaansity

Bildrechte bei Autorenfotos

Zitat: Vaansity 24.10.17, 09:49Ich frage mich wie es da mit den Bildrechten aussieht.
So wie du es vereinbarst :-)

Zitat: Vaansity 24.10.17, 09:49Kann mir jemand sagen wie das Ganze abläuft?
Du machst mir dem Auftraggeber vor dem Shooting aus was genau du machst, was das den Auftraggeber kostet und welche Nutzungsrechte du dem Auftraggeber einräumst. Und das wenn möglich schriftlich :-)

Zitat: Vaansity 24.10.17, 09:49Für welche Zwecke dürfen die Fotos verwendet werden und inwiefern würde ich als Fotografin erwähnt werden?
Für welche Zwecke der Auftraggeber die Fotos verwenden kann, entscheidest du durch die Einräumung von Nutzungsrechten an den Fotos. Das was du ihm erlaubst kann er machen :-)
Das du als Fotografin erwähnt wirst müsstest du streng genommen nicht erwähnen. Da hast du ein rechtlichen Anspruch drauf :-) (§ 13 UrhG) Du kannst aber auf die Namensnennung verzichten wenn du willst. (i.d.R. geht der Verzicht der Namensnennung einher mit einem höheren Preis für den Kunden)

Gruß
Sören
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Clara Hase

Hamburg Blue Port - temporäre Kunstproduktion

Das Urheberrecht ist in diesem Fall doch eindeutig.
So lange von öffentlichen Wegen geschossene Bilder publiziert werden, greift die Panoramafreiheit in Deutschland.
Anders in Hagenbecks Tierpark. Dort befindet man sich auf Privatgelände und bedarf einer Gestattung des Besitzers/Eigentümers.

Das hat grundsätzlich Gültigkeit für bleibende Werke. Also beispielsweise Kirchen, Brandenburger Tor.
Nicht aber für nicht bleibende Werke, wie beispielsweise der kurzzeitig verhüllte Reichstag durch Christo.

Wenn in Hamburg von der Elbe oder den Landungsbrücken Fotoaufnahmen gemacht werden, befindet man sich zwar auf öffentlichem Grund. Aber bei den Werken handelt es sich nicht um "bleibende Werke".
Daher vermute ich, dass Batz mit seiner Forderung durchkommen würde.
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mumimutti

Fotolimit

Wenn ich Dein Profil richtig deute, hast Du hier insgesamt 317 Fotos "oben".
Und Du packst Deine Fotos in Ordner. Das ist gut, weil Du die brauchst, denn:

"Hochladen" und "zur Diskussion stellen" sind 2 (zwei) unterschiedliche Vorgänge, auch wenn sie auf den ersten Blick als einer erscheinen mögen.

Als Basis Mitglied kannst Du insgesamt 350 Fotos haben. Du könntest jetzt also quasi auf einen Schlag noch 33 weitere Fotos hochladen. Aber nicht zur Diskussion stellen. Zur Diskussion kannst Du innert 7 Tagen wohl nur 10 Fotos stellen.

Wenn Du Fotos hochlädtst, sie aber nicht zur Diskussion stellst, mußt Du sie nämlich unabdingbar in einen Ordner schieben. Das Foto ist dann zunächst "privat" gestellt, was soviel bedeutet, daß es nicht kommentiert werden kann. Du kannst das Foto, oder auch die Fotos, dann zu gegebener Zeit erneut "anfassen" und sie in einer entsprechenden Sektion zur Diskussion stellen.

Für viele Nutzer scheinen hier "hochladen" und "zur Diskussion stellen" ein einziger Vorgang zu sein.
Aber das ist es eben nicht.
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Franziska Bergemann

Welche Verträge sind für wen???

Ich verstehe es so, dass alles vom Salon organisiert wird und die TO soll die Bilder machen. Somit ist das ganze rechtliche Brimborium auf der Seite des Salons und sie hat nix damit zu tun. Die TO muss lediglich etwas für ihren Part aufsetzen. Also was alles dem Auftraggeber geschuldet werden soll, also der Auftragsumfang, Verwertungsrechte der Bilder regeln, wo und wie sie veröffentlicht werden dürfen usw und natürlich das Honorar, Zahlungsmodalitäten usw... Ja, das ist nicht einfach und Mustervorlagen wird man kaum finden, denn das ist eine Sache wo jeder Selbständige selbst durch und eigene Erfahrungen sammeln muss. Macht das mehrmals, entwickelt man dann seinen eigenen Mustervertrag, den man dann den Anforderungen anpasst...
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Tino Wichmann

Verkauf von Fotos an TV-Sender / für Merchandise

Der Popsänger ist bekannt?? 250,-- € erscheinen mir dann sehr wenig, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Fotos vom Management an einen Sender weiterverkauft werden und ein Bild als T-Shirtdruck veröffentlicht und verkauft wird. Wegen der hohen Verbreitung über den Sender sollten 250,-- € pro Bild und zzgl. 250,--€ für das Bild auf T-Shirt minimal drin sein.

Ich denke mal, dass im professionellen Bereich der Verkauf der Bilder durch Tourfotograf und Management erfolgen oder deutlich besser vergütet werden. Das hängt aber auch davon ab, ob der Tourfotograf für die gesamte Tour oder für einen bestimmten Zeitraum ein vertraglich fest engagiertes Mitglied des Teams ist. Klär das ab, wenn Du einen guten Draht zum Künstler hast.

Kläre auf jedenfall ab, ob Du Bilder der Tour z.B. im Rahmen einer Ausstellung verkaufen darfst, vor allem, wenn Bilder eher zu niedrigen Kursen verkauft werden.

Gruß, Thomas
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Buddelmaus

Bilder gesucht für ein Spiel zum Geburtstag

Zitat: Hermann Klecker 08.10.17, 18:31Bei der Privatcopie bin ich d'accord.
Ja, auch diese Meinung lässt sich vertreten. Vgl. auch den Schlusssatz unter dem vom mir o.a. Link:

"Aber es gibt auch Gegenstimmen, die auf die noch ausstehende höchstrichterliche Rechtsprechung hierzu hinweisen und die Auffassung vertreten, dass Wiedergaben im Schulunterricht auch im engen Klassenverband öffentlich sind."

Zitat:Für mich fällt eine Geburtstagsfeier, Hochzeit o.ä. voll unter die Privatkopie.
Man muss z. B. unterscheiden zwischen der Verteilung von eine paar Kopien an wenige Freunde und der an mehrere gerichteten Präsentation mit Beamer.

TLK hat das im Beitrag vom 08.10.17 gut erklärt.
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MichaelBWalter

Oktoberfest Portraits Veröffentlichungsrechte

Hallo zusammen,

ich komme aus München und möchte wirklich gerne in einer Bildstrecke die ganzen schrägen Touris, aber auch die authentischen Einheimischen portraitieren. Soll heißen, ich gehe auf die Leute zu, spreche sie an und frage möchte sie dann (mit Blick in die Kamera) fotografieren. Ich habe es aktuell nicht vor, möchte mir aber die Möglichkeit offen halten, das ganze zu veröffentlichen, bzw auszustellen. Wie sichere ich mir das rechtlich ab? Ich spreche die Leute ja bewusst an, heimlich fotografiert wird sowieso niemand, reicht dann eine Unterschriftenliste, quasi alle auf einem Zettel, auf dem ich oben beschreibe, dass die Bilder veröffentlich/ausgestellt werden könnte? Oder brauche ich gar für jeden einen einzelnen Vertrag? Ich würde den Menschen natürlich auch entgegen gehen und ihnen die Möglichkeit lassen, mir eine eMail zu hinterlegen, damit ich ihnen die Bilder zuschicken kann.

Kurz gesagt: Wie ist das optimale Vorgehen, möglichst unkompliziert, sodass ich diese interessante Bildstrecke später jederzeit veröffentlichen kann?

Danke und liebe Grüße
Michael
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