Fotograf/Stadt alle Rechte, fotografierte Person kein Recht

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Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 16 von 29
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Zitat: Tino Zeidler 26.04.18, 15:56Zum zitierten BeitragIch frage mich gerade, inwieweit ein Vertrag überhaupt nötig ist, das klingt ja nach einer wirklich größeren Aktion, so dass hier Ereignisse der Zeitgeschichte festgehalten werden, ...

Siehe Beitrag 13. (Das ist der direkt über Deinem :-) )
Tino Zeidler Tino Zeidler Beitrag 17 von 29
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Zitat: Hermann Klecker 26.04.18, 22:12Zum zitierten BeitragSiehe Beitrag 13. (Das ist der direkt über Deinem :-) ) naja, so richtig beantworten tut das meine Nachfrage nicht, wenn die Bilder journalistisch in der Presse (hier besonders Lokalpresse) verwendet werden sollten, würde ich das ganze eher unkritisch sehen... daher meine gezielte Nachfrage, da das meiner Meinung nach nach einer Veranstaltung riecht, die öffentlich zu sein scheint.
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 18 von 29
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Zitat: Tino Zeidler 27.04.18, 07:41Zum zitierten BeitragZitat: Hermann Klecker 26.04.18, 22:12Zum zitierten BeitragSiehe Beitrag 13. (Das ist der direkt über Deinem :-) ) naja, so richtig beantworten tut das meine Nachfrage nicht, wenn die Bilder journalistisch in der Presse (hier besonders Lokalpresse) verwendet werden sollten, würde ich das ganze eher unkritisch sehen... daher meine gezielte Nachfrage, da das meiner Meinung nach nach einer Veranstaltung riecht, die öffentlich zu sein scheint.

Ja, da hast Du völlig recht. Womöglich bedarf es keines Einverständnisses der Personen auf den Bildern.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 19 von 29
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Ich glaube, das Ganze hat etwas mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), wie sie in einem parallelen Thread gerade behandelt wird, zu tun.

Aufgrund einer nicht absehbaren Problematik, wie aus den Beiträgen dort herauszulesen ist, will sich die Stadt vermutlich vor Regress-Ansprüchen absichern.

Gruß
Albrecht
Tino Zeidler Tino Zeidler Beitrag 20 von 29
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Zitat: Albrecht D 02.05.18, 11:56Zum zitierten BeitragAufgrund einer nicht absehbaren Problematik, wie aus den Beiträgen dort herauszulesen ist, will sich die Stadt vermutlich vor Regress-Ansprüchen absichern.Das hat nix mit der DSGVO zutun, solche Verträge gab es zu meiner Schulzeit schon. Das ist weder neu, noch aus einer Panik heraus entstanden, sondern gründet eben schon auf aktueller/vergangener Rechtsprechung.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 21 von 29
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Zitat: Tino Zeidler 02.05.18, 12:01Zum zitierten BeitragDas hat nix mit der DSGVO zutun, solche Verträge gab es zu meiner Schulzeit schon. Das ist weder neu, noch aus einer Panik heraus entstanden, sondern gründet eben schon auf aktueller/vergangener RechtsprechungWenn das so ist, wäre die Aufregung über die ominöse DSGVO unter den Fotografen überflüssig, denn genau darum geht es in der besagten Diskussion. Es würde sich also ab dem 25. Mai in diesem Bereich nichts ändern?

Gruß
Albrecht
Tino Zeidler Tino Zeidler Beitrag 22 von 29
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Zitat: Albrecht D 02.05.18, 12:05Zum zitierten BeitragWenn das so ist, wäre die Aufregung über die ominöse DSGVO unter den Fotografen überflüssig, denn genau darum geht es in der besagten Diskussion. Es würde sich also ab dem 25. Mai in diesem Bereich nichts ändern?Jaein, es gab vorher schon das Persönlichkeitsrecht und das Recht am eigenen Bild, wenn also direkt einzelne Kinder bei bestimmten Aktivitäten außerhalb Journalistischer Beiträge abgelichtet und veröffentlicht werden sollten hat sich vorher niemand dafür interessiert ob dabei Daten des Kindes verarbeitet werden, sondern wenn der Vormund mit der Veröffentlichung nicht einverstanden war musste nachgearbeitet werden, das galt halt vorher auch schon. DAVOR wollte sich der öffentliche Träger solcher VAs absichern. heute vllt mehr vor der DSGVO, obwohl der Vertrag nichtmal nach DSGVO klingt.
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 23 von 29
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Im Grunde muss nun zusätzlich in den Vertrag hinein, dass in diesem Fall die fotografierten Personen (und/oder deren Eltern) erlauben, dass ihre Daten den Bildwerken zugeordnet/gespeichert werden dürfen.

Aber mal ehrlich:
Auf fast allen Events erlebe ich es eher, dass die Besucher zu mir kommen und sagen: "Mach mal ein Foto von uns."
Danach fragen sie erst, wofür die Aufnahmen genutzt werden - und sind total begeistert, wenn sie sich in der Tageszeitung später sehen können.

In Schulen ist der Datenschutz inzwischen ein "Problem". Ich erlebe es seit ein paar Jahren, dass immer mehr Schulleitungen mit diesen typischen Schulaufnahmen nichts mehr zu tun haben wollen. Einerseits ist das Bequemlichkeit, andererseits wollen sie Datenschutzbestimmungen aus dem Weg gehen. Schon auf typischen Klassenfotos, wie sie Schulfotografen seit Jahrzehnten anfertigen, erlauben es viele Schulen inzwischen nicht mehr, dass die Namen der Schüler darauf aufgeführt werden - aus Datenschutzbestimmungen. Die Schüler sollen das bei Bedarf selbst machen.
Alice vom See Alice vom See   Beitrag 24 von 29
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Dieses auf einen zukommen und sagen, mach mal nen Foto von mir, reicht ja in Zukunft nicht mehr. Das ist ja gerade das Idiotische daran. Man hat es mit einem Idiotischen Gesetz zu tun und die Veranstalter haben den schwarzen Peter, weil die eine Liste zum unterschreiben bereit legen müssen. Der Eventfotograf muss dann mit den Veranstaltern nen Deal machen, dass sie mitspielen. Da aber Bilder zum Event heute zur Eventkultur gehört, bleibt dem fast nix anders übrig. Es wird immer komplizierter, egal was man macht.
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 25 von 29
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Zitat: Alice vom See 03.05.18, 21:25Zum zitierten BeitragDieses auf einen zukommen und sagen, mach mal nen Foto von mir, reicht ja in Zukunft nicht mehr. Man hat es mit einem Idiotischen Gesetz zu tun und die Veranstalter haben den schwarzen Peter, weil die eine Liste zum unterschreiben bereit legen müssen.
Das hat sich ja nicht grundlegend geändert. Schon immer mussten Eltern einwilligen, dass von ihren Kindern Bilder publiziert werden dürfen.

Zitat: Alice vom See 03.05.18, 21:25Zum zitierten BeitragDer Eventfotograf muss dann mit den Veranstaltern nen Deal machen, dass sie mitspielen.
Ich habe schon längst einen Passus in meinen Verträgen, in denen ich meinen Auftraggebern zwar umfassende Nutzungsrechte einräume - aber bei Publikation/Veröffentlichung muss sich der Publizist die Gestattung der abgebildeten Personen einholen.
So liefere ich die Fotoaufnahmen, habe aber keine den Personen zuortbare Datenspeicherung am Hals.
Die Namenslisten mit Bildnummern und Einwilligung der abgebildeten Personen erhält der Auftraggeber zwecks Zuordnung in Papierform.
Alice vom See Alice vom See   Beitrag 26 von 29
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Ich merke, dass viele das Problem gar nicht kapieren. Du erfasst die Daten schon mit dem Fotografieren und brauchst demzufolge vorher die Erlaubnis, nicht erst danach. Du musst also vorher fragen und dir den Wisch unterschreiben lassen!
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 27 von 29
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Du hast völlig Recht, Alice. Zweifelsfrei kann bereits de Aufnahme eine Datenspeicherung sein - muss es aber nicht.
Da ich die "Einwilligung" auch mündlich erfolgen kann, wird natürlich vorab gefragt. Der Vertrag ist dann nur noch eine Formsache.
Alice vom See Alice vom See   Beitrag 28 von 29
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Die Aufnahme mit einer Digitalkamera IST eine Datenspeicherung. Da gibt es kein Herumdeuten. Wenn jemand fies ist, kann er dich damit rein reiten, denn nach Auffassung der meisten Juristen reicht es ab dem 25. Mai nicht aus einfach nur in die Kamera zu lächeln, um als Erlaubnis fotografiert werden zu erlauben zu gelten, sondern nur der unterschriebene Vertrag gilt. Du siehst, in was für eine Zwickmühle Du dich in Zukunft als Partyfotograf begibst. Vergiss alles was Du von vorher weißt. Das Recht ändert sich ab dem 25. Mai grundlegenst.
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 29 von 29
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Ich persönlich sehe das zwar nicht so, ob das Foto bereits eine Datensammlung mit Personenbezug darstellt. Das kann man zwar theoretisch so argumentieren, in der Praxis kann dieser Personenbezug jedoch nicht hergestellt werden.

Nun geht eine große Anzahl Juristen jedenoch davon aus, dass das so sei. Wenn man das als Arbeitsannahme übernimmt, dann ist bereits die Aufnahme genehmigungspflichtig. Die Genehmigung ist nicht nur mittelbar an Formforschriften gebunden. Es steht zwar nirgends, dass das Einverständnis schriftlich erfolgen muß aber man muß es nachweisen können. Ersatzweise kann eine Tonaufnahme gelten wobei, wenn ein Foto ein Personenbezug ist, dann ist eine digirale Stimmaufzeichnung das auch, also braucht man erst mal eine Genehmigung, um die Genehmigung stimmlich festzuhalten. (lacht. Ist aber so und wird in der Praxis auch so gemacht z.B. bei Telefonverkäufen.)
Außerdem muß es eine nachweisbare Widerspruchsbelehrung geben.

Wir beobachten im Betrieb aktuell bei unseren Kunden einige Bemühungen, im Ablauf von Internetverträgen das Einverständnis weiter nach vorn zu ziehen, also bereits auf die erste Seite, so dass keine persönichen Daten zum Server geschickt werden, die zustimmungspflichtig wären, bevor die aktive Zustimmung erkennbar ist.

Also Fragen, Fotografieren, dann unterschreiben, mag praktikabel sein, ist aber nicht wasserdicht.

(Also heute schon noch, aber in drei Wochen nicht mehr.)
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