Englischer Vertrag gesucht

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Meredith Marble Meredith Marble neu   Beitrag 1 von 12
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Hallo meine lieben,
ich werde demnächst ein Shooting mit einem englisch sprachigen Herrn haben und bräuchte einen Pay-Vertrag auf englisch.
Ich könnte ihn zwar einfach aus dem deutschen übersetzen, bin mir jedoch nicht ganz 100%ig sicher mit den Formulierungen.
Kann da jemand helfen bzw kennt eine gute Website die Hilfestellungen gibt?

Liebe Grüße,
Meredith
TLK TLK   Beitrag 2 von 12
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Evt. hilft Dir https://dict.leo.org/englisch-deutsch/ etwas weiter...
Meredith Marble Meredith Marble neu   Beitrag 3 von 12
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Öhm ja... Danke für deinen Tipp, aber Übersetzungsprogramme sind mir durchaus bekannt...
Manfred Hunger Manfred Hunger   Beitrag 4 von 12
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Hast Du schon versucht Kontakt zu einer bzw. einem Native Speaker aufzunehmen (https://www.google.de/search?q=k%C3%B6l ... 20&bih=914)
Auf eine Webseite würde ich mich nicht verlassen, da Du die Lösungen dort genauso selber beurteilen muss, wie bei einem Übersetzungsprogramm.
LG Manfred
TLK TLK   Beitrag 5 von 12
1 x bedankt
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Ich hatte die betreffende Seite auch deswegen empfohlen, da diese eben nicht wie ein bloßes Übersetzungsprogramm funktioniert und dort durchaus auch Native Speaker mitarbeiten.
Gerade auch bestimmte Formulierungen, übliche Floskeln u.dgl. sind dort in vielen Fällen berücksichtigt.
Mir persönlich hat diese Seite schon mehrfach in der beruflichen Kommunikationspraxis gerade auch mit Briten und Amerikanern sehr geholfen, und genau deswegen hatte ich sie auch empfohlen.

Aber es ist ja niemand gezwungen, meiner - übrigens deutlich konjunktivischen - Empfehlung zu folgen.
In diesem Sinne: take it or leave it...
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 6 von 12
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Wenn Fotoaufnahmen in Deutschland stattfinden und deutsches Recht zur Anwendung kommt, bist du gut beraten, auch den Vertrag in Deutsch zu verfassen.
Einige Begrifflichkeiten sind nicht 1:1 ins Englische übersetzbar.

Ich selbst war Teilnehmer einer Besprechung mit internationalen Bildverwertern. Da ging es um die Nutzung von Fotoaufnahmen nach deutschem Recht. Bereits nach kurzer Zeit wurde von Englisch auf Deutsch gewechselt - eben aus dem oben genannten Grund. Zum Beispiel: Das KUG ist im Wesentlichen auf Deutschland beschränkt.

Bei internationalen Auftraggebern oder weltweiter Bildnutzung meiner Werke, räume ich eine zeitlich und räumlich unbegrenzte Bildnutzung ein. Allerdings auch, dass der Publizist sich vorab die Einwilligung der abgebildeten Personen und alle sonstigen Rechte einholen muss. Zum Beispiel: Wenn eine portraitierte Person das Foto für PR-Zwecke nutzen möchte, ist das von mir gestattet. Allerdings müssen beschränkende regionale (also länderspezifische) Rechtsprechungen vom Publizisten beachtet und berücksichtigt werden.
Ich bin aus der Haftung dann raus.

Für diese Fälle habe ich einen Vertragsvordruck (nach Baukastensystem) von einem Medienanwalt erstellen lassen. Das hat mich rund 150,- Euro einmalig gekostet. Diesen Vertrags-Baustein-Entwurf kann ich praktisch für alle meine Aufträge vorab anpassen. Bereits mit dem ersten Job hatte ich diese Investition wieder drin.
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 7 von 12
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Zitat: TLK 01.06.18, 00:07Zum zitierten BeitragEvt. hilft Dir https://dict.leo.org/englisch-deutsch/ etwas weiter...

Ne, da die Rechtssysteme sich signifikant unterscheiden. Bei uns ist viel mehr bereits automatisch geregelt, sollte es nicht vertraglich anderslautend geregelt sein, während im angelsächsischen Raum viel mehr ausdrücklich in Verträgen geregelt werden sollte.

Beispielsweise genügt bei Pay (Modell erhält ein Honorar) im Zweifel eine Quittung, falls nicht sogar unstrittig ist, dass Geld geflossen war. (Bei Akt genügt das u.U. nicht, sagen manche Richter)

Wenn die Aufnahmen in Deutschland aufgenommen werden, dann kann man sich natürlich einigen, dass deutsches Recht gilt, auch für Fragestellungen, die sich erst im Nachgang ergeben. Und dann genügt eine einfache Übersetzung.
TLK TLK   Beitrag 8 von 12
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Zitat: Hermann Klecker 04.06.18, 08:04Zum zitierten BeitragZitat: TLK 01.06.18, 00:07Zum zitierten BeitragEvt. hilft Dir https://dict.leo.org/englisch-deutsch/ etwas weiter...

Ne, da die Rechtssysteme sich signifikant unterscheiden. Bei uns ist viel mehr bereits automatisch geregelt, sollte es nicht vertraglich anderslautend geregelt sein, während im angelsächsischen Raum viel mehr ausdrücklich in Verträgen geregelt werden sollte.

Beispielsweise genügt bei Pay (Modell erhält ein Honorar) im Zweifel eine Quittung, falls nicht sogar unstrittig ist, dass Geld geflossen war. (Bei Akt genügt das u.U. nicht, sagen manche Richter)

Wenn die Aufnahmen in Deutschland aufgenommen werden, dann kann man sich natürlich einigen, dass deutsches Recht gilt, auch für Fragestellungen, die sich erst im Nachgang ergeben. Und dann genügt eine einfache Übersetzung.

Ich hatte die Anfrage dahingehend verstanden, daß es wirklich "nur" um die sprachliche Seite geht und bereits klar ist, ob ggf. deutsches Recht zur Anwendung kommt oder eben Recht aus einem der angelsächsischen Rechtssysteme.
Wenn dies jedoch nicht bereits klar ist, dann stimme ich Dir bzw. Deinen Ausführungen freilich vollumfänglich zu.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 9 von 12
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Zitat: Hermann Klecker 04.06.18, 08:04Zum zitierten BeitragWenn die Aufnahmen in Deutschland aufgenommen werden, dann kann man sich natürlich einigen, dass deutsches Recht gilt ...Ich denke, dass in Deutschland grundsätzlich deutsches Recht gilt. Man stelle sich einen Verkehrsunfall vor, bei dem sich der ausländische Verkehrsteilnehmer auf die "Straßenverkehrsordnung" in seinem Heimatland beruft. Wohl undenkbar.

Gruß
Albrecht
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 10 von 12
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Zitat: Albrecht D 05.06.18, 10:12Zum zitierten BeitragZitat: Hermann Klecker 04.06.18, 08:04Zum zitierten BeitragWenn die Aufnahmen in Deutschland aufgenommen werden, dann kann man sich natürlich einigen, dass deutsches Recht gilt ...Ich denke, dass in Deutschland grundsätzlich deutsches Recht gilt. Man stelle sich einen Verkehrsunfall vor, bei dem sich der ausländische Verkehrsteilnehmer auf die "Straßenverkehrsordnung" in seinem Heimatland beruft. Wohl undenkbar.

Gruß
Albrecht


Ja, das wäre undenkbar. Ein Franzose und ein Italiener können dennoch in England einen Vertrag schließen nach englischem Recht, auch wenn ein Teil oder Großteil des Vertragsgegenstands (Hier ein Shoot) in Deutschland erbracht wird. Dabei könnten sie den Vertrag auf Spanisch formulieren.

Sollte während des Shoots eine Ordnungswidrigkeit oder gar Straftat begagnen werden, um die Analogie des Verkehrsunfalls richtig einzuordnen, dann ist die natürlich nach deutschem Strafrecht zu bewerten. Deshalb können vertragliche Dinge, wie z.B. die spätere Nutzung der Fotos oder eine Konventionalstrafe bei Nicht-Erscheinen, nach englischem Recht vor englischen Gerichten ausgetragen werden.
Andreas Henschel Andreas Henschel   Beitrag 11 von 12
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Ich mach keinen Vertrag, sondern eine Vereinbarung mit dem Modell. Darin formuliere ich die Dinge, die mir wichtig sind - möglichst verständlich, möglichst ohne juristische Fachbegriffe und Paragraphen. Es ist aber auch der Gerichtsstand definiert. Für englischsprachige Kandidaten habe ich diese Vereinbarung übersetzt - selber. Ein Jurist wird jetzt die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Aber nachdem ein angehender Jurist, der jetzt als Fotograf unterwegs ist vor laufender Kamera meinte, dass jemand ans Bein pinkeln kann, wenn er pinkeln will, habe ich den pragmatischen Ansatz gewählt. Funktioniert für mich als kleiner Hobbyfotograf wunderbar. War (noch) nie vor Gericht.
Was nützt mir ein perfekt in Deutsch verfasster Vertrag, wenn mein Gegenüber diesen nicht versteht? Im dümmsten Fall unterschreibt er nicht. The cockpit is full of smoke. Die K***e ist dann am dampfen...
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 12 von 12
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Zitat: Andreas Henschel 17.06.18, 16:32Zum zitierten BeitragIch mach keinen Vertrag, sondern eine Vereinbarung mit dem Modell. ...

Das IST ein Vertrag.
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