Warum die klassische SW Fotografie überleben wird: Beobachtu

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xxx xxx xxx xxx Beitrag 1 von 531
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Im Arte Magazin Mai schreibt Ulrich Rüter, ein Kunsthistoriker, freier Kurator und Autor der in Hamburg Fotografie-Geschichte lehrt, in einem großen Beitrag zum Combeback der Schwarzweiß Fotografie unter anderem dies:

Zitat:
„ Der konzentrierte Blick. Rein technisch gesehen ist die Schwarzweißfotografie fast gänzlich überflüssig, aber die Denk und Arbeitsweise der Schwarzweißfotografen dient noch immer als Vorbild. Nur durch Übung gelingt es, Farbwerte und Farbhelligkeiten in genau komponierte Helligkeitsstufen umzusetzen. Durch die Konzentration auf die Gestaltung des Motivs wird einer schnelllebigen Beliebigkeit entgegengewirkt. Der konzentrierte Blick erfordert noch immer Training und Erfahrung. Daher rührt sicher das Interesse nicht nur vieler Amateure, sondern auch vieler Studenten an der Schwarzweißfotografie.
Gerade die Generation, die mit Handykamera und Photoshop aufgewachsen ist, hat nun nicht nur die klassische Laborarbeit, sondern auch und vor allem die schwarzweiße Fotografie wiederentdeckt.
In einer Zeit, in der alles immer verfügbar, kopierbar aber auch flüchtiger wird, gibt es umso mehr den Wunsch nach größerer Bodenständigkeit und Dauerhaftigkeit“
Zitat Ende

Rüters Beobachtungen als Lehrender finde ich bemerkenswert, sind sie doch ein Indiz für Gültigkeit zweier alter Wahrheiten. Jede Entwicklung, technisch wie gesellschaftlich, geht immer zunächst drei Schritte vorwärts und dann einen wieder zurück. Und nicht jede Entwicklung lässt alles Vorherige komplett als obsolet zurück. Manche Dinge und Werte überdauern Veränderungen. Die klassische SW Fotografie wird wohl dazugehören.



Nachricht bearbeitet (13:08)
vsfineart vsfineart Beitrag 2 von 531
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Bleibt die Frage: Was ist klassisch?
xxx xxx xxx xxx Beitrag 3 von 531
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Klassisch hier: Plantschen in der Duka, Film. Das geht aus dem letzten Teil des Textes klar hervor. Allerdings gilt die weiterhin bestehende Attraktion des SW Bildes prinzipiell auch für digitale Erzeugnisse.Aus den beschriebenen Gründen.Das wird Rüter sicher nicht bestreiten. Er schreibt aber hier zum Thema Film und Labor, diesem Thema gilt seine Beobachtung.
Wer hier versucht, mit Gewalt eine D vs A Diskussion draus zu machen, wird scheitern. Das ginge am eigentlichen Thema vorbei.
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Thomas Bregulla Thomas Bregulla   Beitrag 4 von 531
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ich verstehe unter "klassischer S/W Fotografie" die Fotografie mit S/W Film.

Allen technischen Vergleichen zum Trotz bin ich auch der Ansicht, dass die Fotografie auf Film immernoch eine besondere Haptik hat - und bin immer wieder am Überlegen, wie ich meine Rollei wieder nutzen kann. Allerdings zögere ich noch vor der Anschaffung von Chemikalien ..

Vielen Dank für den Post.
Harald Walter Pöschel Harald Walter Pöschel Beitrag 5 von 531
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vsfineart schrieb:

Zitat:Bleibt die Frage: Was ist klassisch?


sehen lernen, stundenlanges beobachten bis zum ersten strich, von der linie zur struktur zur schattierung. vom bleistift bis zum ölfarbengeschmückten pinsel.

nur suggeriert die technik, ohne beherrschung der grundlagen museenreife kunstwerke anfertigen zu können und eine ganze branche lebt davon, dass dies auch geglaubt wird!
xxx xxx xxx xxx Beitrag 6 von 531
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Thomas Bregulla schrieb:

Zitat:ich verstehe unter "klassischer S/W Fotografie" die Fotografie
mit S/W Film.

Allen technischen Vergleichen zum Trotz bin ich auch der
Ansicht, dass die Fotografie auf Film immernoch eine besondere
Haptik hat - und bin immer wieder am Überlegen, wie ich meine
Rollei wieder nutzen kann. Allerdings zögere ich noch vor der
Anschaffung von Chemikalien ..

Vielen Dank für den Post.


Nada. Ich fand das deshalb bemerkenswert, weil hier einer über seine konkreten, praktischen Erfahrung in einer repräsentativen Umgebung spricht. Das sind keine Vermutungen, die auf gefühlten Eindrücken beruhen.
Das hat alles eine belastbare Aussagekraft.
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 7 von 531
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Der Pöschel hat schon Recht.
Grundsätzlich könnte man allerdings auch mit einer Digiknipse mit dieser Sorgfalt vorgehen. Aber wer tut das schon.
Ich finde die handwerkliche Auseinandersetzung mit dem Entstehungsprozeß eines Fotos sehr wichtig. Das schärft den Blick dafür, wie ein - handwerklich - gutes Foto auszusehen hat.
Thomas Bregulla Thomas Bregulla   Beitrag 8 von 531
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@Indizien,

das hatte ich auch so verstanden. Hätte ich deutlicher abgrenzen müssen.
Und durch den Artikel fällt mir auch auf, dass es tatsächlich einige Leute gibt, die auf die klassische Weise mit Film und Chemie gehen.
xxx xxx xxx xxx Beitrag 9 von 531
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Harald Walter Pöschel schrieb:

Zitat:nur suggeriert die technik, ohne beherrschung der grundlagen
museenreife kunstwerke anfertigen zu können und eine ganze
branche lebt davon, dass dies auch geglaubt wird!


Ich glaube, wie Hüter, daß besonders die Entdeckung einer Gestaltung, die sich intensiv mit den Vorgaben des Motivs befassen muss, um eine perfekt Tonwertumsetzung zu erreichen, viele junge Leute fasziniert.
Hüter spricht ja über die Generation der Digitalgeborenen, die hier ganz von selbst den Weg zurück auf die Felder ihrer Vorfahren finden.
Nicht über die, die selbst eine "klassische" Vergangenheitserfahrung haben und alte Praktiken wieder neu aufnehmen.
Das sagt uns doch, diese Art der Fotografie hat ihre eigene Anziehungskraft, die weiterwirkt, auch auf Neulinge.
XYniel XYniel Beitrag 10 von 531
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Zitat:„ Der konzentrierte Blick.


denn habe ich bei sw wie farbe, meist bei farbe umso mehr, weil es ncochmehr infos zu verarbeiten gilt.

Zitat:Rein technisch gesehen ist die
Schwarzweißfotografie fast gänzlich überflüssig,


falsch, dass eine aht mitd em anderem nichts zu tun. es gibt sw, colour oder halt tönungen... was obsolet ist, bestimmt der,d er es einsetzt.

Zitat:aber die Denk
und Arbeitsweise der Schwarzweißfotografen dient noch immer als
Vorbild.


für wen? für amateure wie weiter unten steht?


Zitat:Nur durch Übung gelingt es, Farbwerte und
Farbhelligkeiten in genau komponierte Helligkeitsstufen
umzusetzen.


und? das gilt wohl für jedes zu beachtendes detail beim fotografieren

Zitat:Durch die Konzentration auf die Gestaltung des
Motivs wird einer schnelllebigen Beliebigkeit entgegengewirkt.


das hat aberw ohl nichts mit sw zu tun... gestaltung ist grundsätzlich ein fokusierendes

Zitat:Der konzentrierte Blick erfordert noch immer Training und
Erfahrung.


bei sw wie farbe und tönungen...

Zitat:Daher rührt sicher das Interesse nicht nur vieler
Amateure, sondern auch vieler Studenten an der
Schwarzweißfotografie.


tja, amateure und studenten als beweiss,d ass etwas "gut" ist? mann-o-mann, da sind wohld ei argumente total ausgegagngen

Zitat:Gerade die Generation, die mit Handykamera und Photoshop
aufgewachsen ist, hat nun nicht nur die klassische
Laborarbeit, sondern auch und vor allem die schwarzweiße
Fotografie wiederentdeckt.


tja... diese generation endeckt ja auch gerade die retrodesigns beid en autos usw. was ist das für ein argument? zu jeder zeit gibt es nostalgiker, die das gestrige am leben erhalten wollen. finde ich gut... aber eben nichts besodneres

Zitat:In einer Zeit, in der alles immer verfügbar, kopierbar aber
auch flüchtiger wird, gibt es umso mehr den Wunsch nach
größerer Bodenständigkeit und Dauerhaftigkeit“


was mit sw, farbe oder tönung und entsprechendem konzept zu erreichen ist

Zitat:Rüters Beobachtungen als Lehrender finde ich bemerkenswert,


ja... für naivitätd er sonderklasse. der text , so denke ich, ist wohl für den amateurverein der nostalgiker
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Dame Eda Dame Eda Beitrag 11 von 531
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Sicher überlebt die SW-Fotografie.

Die Frage ist nur, wie lange...

Aber im Ernst, weshalb sollte die SW-Fotografie denn nicht "überleben"? Gerade für SW-Fotografen bringt die Digitaltechnik ja handfeste Vorteile mit sich.
Und die durch SW erzeugte Verfremdung des Motivs hat ihren ganz besonderen Reiz durch die neuen Technologien und Sehgewohnheiten ja keineswegs eingebüsst. Ganz im Gegenteil, in unserer manchmal grellbunten Unterhaltungswelt kommen SW-Aufnahmen oft besonders gut zur Geltung.

Wer hat eigentlich behauptet, SW sei am aussterben? Und wer würde eine solche Behauptung schon ernst nehmen?
Matthias von Schramm Matthias von Schramm   Beitrag 12 von 531
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naturgemäß hatte die fotografie viele viele jahre zeit sich sw zu entwickeln, bevor dann die farbfotografie kam und man erst einmal lernen musste, mit der möglichkeit der farben umzugehen. deswegen gibt es eben sehr viele zeitlose historische beispiele und auch einen klaren hinweis darauf, dass die die fotografie (fotografik) sehr viel mit alten drucktechniken gemein hat. kupferstich, radierung, litho etc. p.p.

umso mehr diese tatsachen beim gemeinen knipser verloren gehen, umso mehr ist es für lehrende eine herausforderung und wichtige aufgabe, auf die urentwicklung der fotografie aufmerksam zu machen. für ästhetisch interessierte schüler wird dies immer ein gebiet bleiben. natürlich.
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 13 von 531
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Schaut man sich die Paralellen in der Musik an, dann sieht man auch, dass der Digi-Hype in vielen Bereichen analogen Klangentwicklung wieder Platz eingeräumt hat. Da gibt es Musiker die bewusst analog aufnehmen, Röhrenamps haben etc....
Matthias von Schramm Matthias von Schramm   Beitrag 14 von 531
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Juri Bogenheimer schrieb:

Zitat:Schaut man sich die Paralellen in der Musik an, dann sieht man
auch, dass der Digi-Hype in vielen Bereichen analogen
Klangentwicklung wieder Platz eingeräumt hat. Da gibt es
Musiker die bewusst analog aufnehmen, Röhrenamps haben etc....


so isses und es gehört mittlerweile zum guten ton einen tonträger in minimum drei varianten zu veröffentlichen. als download, cd und unbedingt als vinyl. letzteres freut auch wieder die grafiker und zeichner und nicht zuletzt fotografen.



Nachricht bearbeitet (14:07)
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 15 von 531
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Was den Umgang mit der Technik der klassischen, also der chemischen Schwarzweißfotografie vom Umgang mit der Technik der elektronisch entstandenen Ebensolchen vor allem unterscheidet, ist der Zwang, daß man beim SW-Film von Anfang an auf SW festgelegt ist, und nicht hinterher noch, wenn man das Ergebnis sieht, entscheiden kann, ob für diese Situation SW oder Farbe besser ist.
Die Planung ist bei der analogen SW-Fotografie, bzw. überhaupt bei der analogen filmbasierten Fotografie also schon einmal eine Sorgfältigere und Gekonntere.
Es sei denn, man arbeitet mit mehreren analogen Kameras oder Wechselmagazinen etc., aber dann ist die Zweitaufnahme auch nie gleich mit der Ersten.

Ob die Anreize aus dieser Höherwertigkeit bei der Entstehung der fotografischen Werke nun ausreichen werden, um die klassische SW-Fotografie für eine große Anzahl von Anwendern auch in Zukunft noch interessant sein zu lassen, das kann, so glaube ich, niemand voraussagen.
Ebenso weiß man nicht, wie evtl. künftige Umweltgesetzgebungen und Preisentwicklungen die klassische Fotografie beeinträchtigen werden.
Irgendwie weitergehen wird es schon, die Malerei ist ja von der Fotografie auch nicht total abgelöst worden.

Dampflokomotiven gibt es ja auch noch, aber nur weil es Enthusiasten gibt, die weder Geld noch Zeitaufwand scheuen, um sie am Leben zu erhalten - für den Linienverkehr sind Dampflokomotiven nicht mehr bezahlbar und von der Luftverschmutzung her nicht tragbar.
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