Technische Fotografie Druckbogen

<12>
Diskutier doch mit!
Anmelden und kostenlos mitmachen.
Kostenlos mitmachen
Deine Daten sind bei
uns sicher!
Phantom0001987 Phantom0001987 Beitrag 1 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Guten Tag,

bin mal gesapannt ob mir da jemand helfen kann.
Ich arbeite in der Druckbranche, genauer gesagt im Veredlungsbereich. Bei uns ist es noch üblich, dass wir unsere Filme noch montieren und anschließend belichten. Das bedeutet wir bekommen bedruckte Bogen, erstellen uns einen Film (schwarz auf Transparent) aus den pdf dateien und plazieren dann händisch die Elemente an den richtigen stellen. Das problem ist nun wir wollen weg von der manuellen Montage und unsere Platen bzw. Siebe direkt belichten. Dazu benötigen wir aber den bedruckten Bogen in digitaler Form und das ohne verzerrung. Bei Scannern ist das Problem, abgesehen davon, dass sie zu klein sind (min. 75 x 105 cm), nicht die benötigte geauigkeit liefern aufgrund von Vorschub und ähnlichem.
Ich habe mir nun gedacht man könnte die Bogen ja auch Fotografieren und anschließend in Photoshop so bearbeiten, dass die auftretenden Linsenfehler ausgelichenwerden.
Wie würdet ihr das Problem angehen, welches Objektiv würdet ihr nehmen, in welchem abstand fotografieren, würdet ihr ein Raster über die Druckbogenlegen, wie würdet ihr das Bild in Photoshop bearbeiten.

Wenn ich dann letztendlich ein verzerrungsfreies Bild habe müsste ich rein thoretisch meine Montage am Bildschir machen können und die inzelnen elemente am Bildschirm platziern können.

Wenn mir jemand helfen kann oder einen Tip hat würde mich das freuen.

mfg Phantom0001987
Armin Winter Armin Winter   Beitrag 2 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Ihr erstellt eine Belichtung aus der PDF-Datei?
Warum willst Du diese Filme irgendwie fotografieren?
Das klingt für mich nach falschem Ansatz...
Den Weg über den Film sollte man sich doch gleich sparen, sondern mit geeigneten Programmen die Montage vornehmen und das fertige Ergebnis dann belichten.
Ich bin kein Profi, kenne auch die geeigneten Satzprogramme nicht, aber mit Photoshop wird das eher nichts.
Das benutzt man, um Bilder vorzubereiten, aber nicht für die Montage und nicht für Text.
Wobei das natürlich geht, aber ein Layout-Programm dürfte da zielführender sein.
Einen Bogen von 75 x 105 cm zu fotografieren, mit scharfem Text, das geht nicht. Die nötige Auflösung erzielst Du nie.
Außerdem erzeugst Du damit ein Pixelbild, das kannst Du zwar beliebig verzerren, falls nötig, aber der Schrift wird das ganz sicher nicht bekommen, auch dann nicht, wenn das Bild später wieder auf ein kleineres Ausgabemaß belichtet wird.
wittebuxe wittebuxe   Beitrag 3 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Hast du keine Chance, an die digitalen Daten zu kommen, aus denen der Druckbogen erstellt wurde (Agentur/Druckerei)? Dann könntest du das als Pausunterlage hernehmen und wärst 100%ig genau.
Eine andere Möglichkeit wäre der Einsatz eines Großformatscanners (sieht ähnlich aus wie ein Plotter). 60 Zoll Breite (~6.000 €) würde reichen, entweder kaufen oder die Scans in gewünschter Auflösung bei einem Dienstleister anfertigen lassen.
Wg. Ungenauigkeit: Wenn der Schrittmotor dir 2 mm zuviel auf 1 m Scan liefert, kannst du das in Indesign (z.B.) kinderleicht korrigieren.
Mit der Fotografie wirst du sicher nicht glücklich, denke nur an die endlose Korrekturzeit bzw. die mögliche Ungenauigkeit (kostet viel zu viel Geld). Verlässliche Reprotechnik (Kameras) inkl. Licht usw. kostet ebenfalls ein Heidengeld + ist wirtschaftlich sicher nicht zu stemmen.

Gott grüß' die Kunst :-)



Nachricht bearbeitet (23:45)
thumb „Das könnte
  Dir gefallen!“
Phantom0001987 Phantom0001987 Beitrag 4 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
@armin: ich will nicht die Filme Fotografieren sondern die bedruckten Bogen. Es kommt auch weniger auf randscharfe schriften an, sondern viel mehr auf ein verzerrungsfreies Bild.

@ wittebuxe: ja wir haben den orginal bestand. aber das problem ist das, dass der orginalbestand nicht mit den bedruckten Bogen übeinstimmt aufgrund von Papierverzug. Dieser Verzug ist leider auch nicht liniar. Bei der Passgenauigkeit reden wir von 1/100 mm.
Scanner sind im Vorschub zu unregelmäßig haben wir bereits versucht, außerdem gibt es keine geeigneten mit denen ich auch steife Materialien Scannen kann.

Ich seh die beste möglichkeit halt bei der Fotografie. Farbtreue und gute Ausleuchtung sind in diesem Fall garnicht so wichtig, ein S/W Bild würde es vielleicht auch schon tun.
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 5 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
ctp
Phantom0001987 Phantom0001987 Beitrag 6 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
ctp ist das Ziel ich bin auf der suche nach dem Weg.
Damit wir ctp oder cts (Computer-to-plate bzw. -screen) machen können brauchen wir eine möglichkeit den Datenbestand an die verzogenen Bogen anzupassen zu können. Dazu muss ich den Bogen allerdings in irgent einer Form Digitalisiern, sonst kann ich keinen Abgleich zwischen ist und soll machen.
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 7 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
das versteh ich nicht.

wenn ihr den digitalen originalbestand habt, laeuft der weg digital ueber die ausschiess-software auf die platten.

wie du das mit abknipsen auf 1/100mm genauer hinkriegen willst, ist mir schleierhaft.
Phantom0001987 Phantom0001987 Beitrag 8 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
wenn ich das direkt belichte ist meine neue platte nicht passgenau mit dem bedruckten bogen, weil sich dieser aufgrund von feuchtigkeit und anderen Einflüssen nach dem druck verzogen hat. damit die platte aber passt muss ich die daten vor dem belichten verändern und zwar so, dass ich am ende eine passgenauigkeit < 1/100 mm erreiche.
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 9 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
ja, das hab ich schon gelesen.
aber warum muss die platte zu bereits bedruckten boegen passen?

und wie willst du das per fotografie ausgleichen, wenn du es anhand der digitalen daten nicht kannst?
die korrektur wird doch per skalierung/neuberechnung von daten erfolgen, da bist du auf digitalem wege immer exakter, als wenn du das abknipsen dazwischenschaltest, was du auch wieder ausgleichen musst.

fuer mich klingt das alles wenig durchdacht.
am falschen ende gespart.

sorry, ich bin jetzt raus.
Phantom0001987 Phantom0001987 Beitrag 10 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
mit der neuen platte wird zum beispiel ein lack aufgetragen, der passgenau auf dem druckmotiv sitzen muss.

die digitalen daten kann ich deshalb nicht bearbeiten weil ich ja nicht weis wohin ich die Maske schieben muss. Dazu das fotografierte Bild. Das könnte ich in den Hintergrund legen und anschließend die einzelen Elmente an die richtige Stelle platzieren. nach der positionierung würde ich das bild im Hintergrund löschen und aus den platzierten elementen ein neues pdf erstellen un daraus meine platte.
thumb „Das könnte
  Dir gefallen!“
wittebuxe wittebuxe   Beitrag 11 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Ja, verstehe. Der Punkt ist aber, dass du Differenzen von weniger als 1/10 mm mit Sicherheit nicht dem fotografischen Abbild entnehmen kannst. Völlig verzeichnungsfreie Objektive gibt es nicht.
Nehmen wir 'mal an, die Druckerei würde eine mm-Skala (bzw. einzelne festgelegte Referenz-Punkte) am Bogenrand mitdrucken, dann müsste es doch möglich sein, den Verzug im getrockneten, bedruckten Bogen zu erkennen/messen. Beispiel: die Layout-Soll-Marke 75 mm ist auf dem bedruckten, getrockneten Bogen bei 76 bzw. 74 mm. Diese Abweichung überträgst du auf dein "Pausunterlage" (Photoshop: Formengitter evtl.), und misst dann zur Kontrolle einzelne Referenzpunkte mit den Indesign-Werkzeugen(?) nach. Danach kannst du das Lack-Layout anfertigen. - Würde ich 'mal versuchen.
Es kann aber sein, dass wir hier an die Grenze der digitalen (vertretbaren) Möglichkeiten stoßen und weiterhin analog produziert werden muss :-))



Nachricht bearbeitet (17:52)
Phantom0001987 Phantom0001987 Beitrag 12 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
ok danke wittebuxe ich denke du hast verstanden um was es genau geht. Die Passmarken bedeuten automatische wieder auch mehr papier verbrauch und aus erfahrung wird sich die Druckerei bzw. der Kunde dagegen wehren.
Das Problem bei der analogen Produktion wird über kurz oder lang aber sein, dass es keine Filmmaterialien mehr geben wird weil die normalen Druckerei ja bereits alle mit ctp arbeiten.

Aber wie wäre es denn wenn ich beim Fotografieren ein genormtes Raster (Rastermuster auf Transparentfolie) über den Druckbogen legen würde, hätte ich dann die Möglichkeit (z.B. über Photoshop) die Linien exakt parallel zu stellen, also die Linsenfehler auszugleichen.
Frank Monemail Frank Monemail   Beitrag 13 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Und du bist dir sicher das alle Bogen den gleichen Verzug haben?
Was sind das denn für Motive, wenn ein Lack-Blitzer von 1/100 mm auffällt?
Phantom0001987 Phantom0001987 Beitrag 14 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
die einzelnen Bogen haben nätürlich nicht den selben Papierverzug aber diese Abweichnungen sind in der Regel vernachlässigbar bzw. durch passersteuerung an der maschine auszugleichen. 1/100 mm ist natürlich Extremfall. Eine solche Abweichung kann aber bei feinen Schriften mit entsprechendem Hintergrund sehr auffallen.
Frank Monemail Frank Monemail   Beitrag 15 von 20
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Benutzt ihr eine Nyloprintplatte/Lackierwerk oder normale Offsetplatte/Drucklack?
Diskutier doch mit!
Anmelden und kostenlos mitmachen.
Kostenlos mitmachen
Deine Daten sind bei
uns sicher!
Nach
oben