Inspiration und Einsichten durch andere Fotografen, etc

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felixfoto01 felixfoto01   Beitrag 1 von 479
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Inspiration und Einsichten durch andere Fotografen, Ausstellungen und Bücher

Es gibt Bilder, Bücher und Ausstellungen, die mich in besonderer Weise inspirieren. Die mir helfen meinen Blick zu fokussieren und mich zum experimentieren einladen.
Manchmal um eine neue Perspektive zu versuchen und manchmal um bestimmte Bilder zu vermeiden, weil ich denke dass kriegt man nicht besser hin.
Andere wiederum helfen mir, eingeschliffene Gewohnheiten zu hinterfragen und zu verändern.

zB gibt es das Bild von William Eggleston, es zeigt ein Bild eines Glases mit einem Rührstab im Flugzeug. Das Licht passt, die Flüssigkeit leuchtet orange im Glas. Ich habe viel auf Reisen und im Flugzeug fotografiert, aber so ein Bild werde ich nicht machen, da ich Egglestons Bild für perfekt halte und man mein Bild, unabhängig von seiner Qualität immer auf Egglestons Bild zurückführen würde.

Ein anderes Beispiel - David Alan Harvey sagte mal, dass viele seiner Bilder weniger als 10 Minuten Fußweg von seiner Haustür entstanden. Das hat mich inspiriert mehr in meinem eigenen Umfeld zu fotografieren, diese neuen Bilder sind viel persönlicher und wirken authentischer, als die die ich auf Reisen machte.

Gibt es solche Aha-Momente, bei denen ihr durch eine Ausstellung, einen Fotografen oder ein Buch so inspiriert wurdet, dass es Auswirkungen auf Eure Bilder hattet?
Vielleicht waren diese Auswirkungen nur für Euch sichtbar, aber der Aha-Moment interessiert mich.

Der Platz in der Überschrift reicht nicht aus, das Thema ist:
Inspiration, Anschub, neue Ideen, Veränderungen des bisherigen Verhaltens oder Eurer Einstellung zur Fotografie, nicht durch Technik, sondern durch andere Bilder/Fotos und Fotografen.

Zum Thema interessante Artikel
Behind the Image, Magnum Fotografen
https://www.magnumphotos.com/theme/behind-the-image/

Über die Kertesz Ausstellung im FOAM, Amsterdam
http://www.anothermag.com/art-photograp ... hy-forever
torsten.r torsten.r   Beitrag 2 von 479
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Zitat: felixfoto01 25.09.17, 10:15Zum zitierten BeitragAndere wiederum helfen mir, eingeschliffene Gewohnheiten zu hinterfragen und zu verändern.Wenn man sich vor Augen hält das die Perspektive immer die eigene ist, gibt es m.E. keine bessere Möglichkeit, den eigenen Blick zu verändern, als über die Inspiration durch andere Bilder. Man kann jeden Tag Aha-Erlebnisse dieser Art haben, wenn man andere Bilder auf sich einwirken läßt.
Dame Eda Dame Eda   Beitrag 3 von 479
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Ich habe keinen Zweifel daran, dass mich andere Fotografen - und insbesondere deren Fotografien - auf die eine oder andere Weise beeinflusst haben. Dieser Einfluss beschränkt sich aber keineswegs ausschliesslich auf das Fotografieren. Andererseits haben sicherlich auch Menschen und Ereignisse, die erstmal nichts mit Fotografie zu tun haben, meine Art zu fotografieren mit geprägt; weil sie die Art und Weise, wie ich die Welt bzw. die "Dinge" sehe, beeinflussen - und damit auch die Art wie ich fotografiere.
Preston Mairesse Preston Mairesse Beitrag 4 von 479
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Winfried Sziegoleit, der federführende Architekt beim Leipziger Bowlingcenter, 1987 als erster und wohl einziger Bau der Postmoderne in der DDR errichtet quasi unterhalb des administrative Radars der DDR Planwirtschaft, sagte gestern in der Dokumentation des MDR, man müsse ( im Sinne von unbedingt) zuerst alle Vorbilder kennen, bevor man daran gehen könne, eigene Vorstellungen und Wünsche zu formulieren und umzusetzen.
Er sprach dabei von dem, was in den USA und in Europa als postmodern gebaut worden war. In seinem Satz wird deutlich, dass "Vorbild" eine ganz andere Bedeutung hat als die willkürliche Missinterpretation des heroischen Idols, dem man blind nacheifert.

Tatsächlich fährt man am besten, wenn man nahe am Wort selbst bleibt, und dann wären, was er auch gemeint hat, Vorbilder die Bilder, die bereits vorher zur einem bestimmten Thema von anderen geschaffen wurden. Ein Sache der reinen Information und Orientierung also, fällt unter den Oberbegriff Bildung, unverzichtbar für jeden, der tatsächlich als kreativer Mensch sein eigenes Werk schaffen will.

Dies zum Thema "Inspiration, Anschub, neue Ideen".
Olli Erdbeer Olli Erdbeer Beitrag 5 von 479
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Zitat: felixfoto01 25.09.17, 10:15Zum zitierten BeitragInspiration, Anschub, neue Ideen, Veränderungen des bisherigen Verhaltens oder Eurer Einstellung zur Fotografie, nicht durch Technik, sondern durch andere Bilder/Fotos und Fotografen.
Daniel Josefsohn
-> Herr und Frau Klitschko
z.B...
N. Nescio N. Nescio   Beitrag 6 von 479
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ich las mal, was bill brandt über ein bestimmtes foto schrieb ... der bezug des bildrandes zu den bildelementen ...
und seither brauchte mir niemand erklären, wie man köpfe und füsse abschneidet, eckenläufer macht oder goldig schneidet.
da hab ich kapiert, daß mit das wesentlichste bildelement der bildrand ist, mit dem man spielen kann und wenn man nicht mit ihm spielt, es oft nachteile hat.

ansonsten ... naja, berühmte bilder halt. außer der man ray, doisneau, p halsman und r.ballen - die haben mich beeidruckt, weil doch anders und nicht punky. und mit einer geste, einem kleinen element, einem doofen rahmen, viel erzeugt wird, ohne es direkt im detail zu zeigen ...
felixfoto01 felixfoto01   Beitrag 7 von 479
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Ich erinnere mich an eine Stelle in der Dokumentation über Stephen Shore, in eine Studentin ihre Großformatkamera Bilder zeigt und sie mit Smartphone Aufnahmen vergleicht, die sie vorher gemacht hatte. Shore erzählt in dem Stück, dass ihre Grossformat Fotos bisher immer sehr langweilig waren, und sie ihm immer wieder interessante Bilder mit dem Smartphone schickte. Nun präsentierte sie die Bilder und berichtete, dass sie eine mentale Sperre hatte, was die Großformatkamera anging hatte. Durch diese Übung konnte sie sich darüber hinwegsetzen.
Für mich war das auch ein entscheidender Moment. Ich versuchte es dann auch, und ich konnte mich befreien. Heute brauche ich nicht mehr eine bestimmte Kamera, um bestimmte Bilder zu machen, sondern nehme worauf ich gerade Lust habe und fotografiere freier.


Leider kann ich das Stück Video nicht zeigen. Ich habe die letzten Tage danach recherchiert, aber weder bei vimeo noch bei Youtube gefunden.
Die DVD bekommt man in den gut sortierten Museumsbuchhandlungen oder bei Amazon:
https://www.amazon.de/Stephen-Shore-Ral ... lph+goertz

Ich habe aus der DVD noch vieles anderes gelernt, Stephen Shore selbst hatte ja auch eine enorme Bandbreite in seiner Fotografie.
Baturalp Baturalp Beitrag 8 von 479
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Zitat: Preston Mairesse 25.09.17, 14:14Zum zitierten BeitragTatsächlich fährt man am besten, wenn man nahe am Wort selbst bleibt, und dann wären, was er auch gemeint hat, Vorbilder die Bilder, die bereits vorher zur einem bestimmten Thema von anderen geschaffen wurden. Ein Sache der reinen Information und Orientierung also, fällt unter den Oberbegriff Bildung, unverzichtbar für jeden, der tatsächlich als kreativer Mensch sein eigenes Werk schaffen will. Bildung beherbergt die Gefahr, eine bloße Kopie anzufertigen. Wenn man die Kunst des Zitierens nicht beherrscht, wir man leicht als Mitläufer gestempelt. Durch Bildung erreicht man die Kenntnis ein Handwerk (dazu zählt die bildende Kunst, die Architektur, aber auch die Musik) zu erlernen und anwenden zu können. Eine eigene Sprache der "Kunst" zu entwickeln, ist eine Gratwanderung, da Bildung, oder ein Studium, die Denkweise lenkt. Wenn man sich von der Denkweise lösen kann, allenfalls zitiert (da sowieso schon Alles in irgend einer Form offenbart wurde), kann man als kreativer Künstler wahrgenommen werden. Kreativität ist ein Weg, ein Schlupfloch, das Gesagte zu kompensieren, gleichzeitig eine Befreiung von der Allgegenwärtigkeit.
Preston Mairesse Preston Mairesse Beitrag 9 von 479
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Zitat: Baturalp 26.09.17, 00:02Zum zitierten BeitragBildung beherbergt die Gefahr, eine bloße Kopie anzufertigen. Wenn man die Kunst des Zitierens nicht beherrscht, wir man leicht als Mitläufer gestempelt.

Beides muss man verneinen ,zumindest für die Fotografen, die sich mit der Absicht orientieren, etwas Eigenes zu schaffen. Und so hat das Sziegoleit auch formuliert.
Dass es Leute gibt, die sich nur umschauen, um irgendwas zu finden, das sie nachmachen können, eigentlich nachäffen können, weil sie nicht in er Lage sind, etwas Eigenes zu entwickeln, wider spricht nicht dem Postulat der Bildung im Sinne einer Orientierung Orientierung.
M.Ulrich M.Ulrich Beitrag 10 von 479
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Ich möchte nicht so detailliert auf die Frage eingehen, deswegen nehme ich mir nur zwei Beispiele heraus.
Zum einen ist es momentan Tilo Gockel und zum anderen Oliver Rausch. Beide sind Autoren und Fotografen.
Bei beiden gab es für mich einen AHA-Effekt. Nämlich beim bearbeiten ihrer vorgeschlagenen Übungen. Bei Oliver Rausch wurde mir erstmalig bewusst, wie groß der Einfluss der Lichtstimmung ist sowie der Einfluss der Lichtsetzung an sich.

Ohne titel 4 Ohne titel 4 Oliver Rausch 03.05.11 10

Ich dachte auf einmal über Posen nach und wie sie in einem bestimmten Licht wohl aussehen würden, bzw welche Stimmung passt zu einer Pose um eine exakte Bildaussage zu unterstreichen. Leider bin ich noch nicht so weit für die Praxis, aber neue Ideen habe ich viele bekommen.

Anders ist es bei Tilo Gockel, beim nachmachen einiger Übungen habe ich mich hin und wieder gefragt, weshalb eigentlich Fotos in Photoshop nachgearbeitet werden sollen. Er verwendet gerne Photoshop. Ab da an festirrte sich bei mir das Ziel, die Bilder von vornherein so zu gestalten und zu belichten, das Photoshop überflüssig wird.

Beide Autoren haben mich dazu bewegt, mir mehr Zeit zu nehmen und noch einmal das Bild im Sucher zu betrachten bevor ich es aufnehme. So ist dieses Bild von mir entstanden:

Blumen-4 Blumen-4 M.Ulrich 03.07.17 2

Auch wenn die Blüte dominiert, das Bokeh trägt zur Wirkung bei. Dies wurde mir beim innehalten bewusst und ich änderte die Blende nochmal bevor ich auslöste.
Preston Mairesse Preston Mairesse Beitrag 11 von 479
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Zitat: felixfoto01 25.09.17, 23:23Zum zitierten BeitragShore erzählt in dem Stück, dass ihre Grossformat Fotos bisher immer sehr langweilig waren, und sie ihm immer wieder interessante Bilder mit dem Smartphone schickte. Nun präsentierte sie die Bilder und berichtete, dass sie eine mentale Sperre hatte, was die Großformatkamera anging hatte. Durch diese Übung konnte sie sich darüber hinwegsetzen.

Da müsste man mehr wissen, um wirklich zu verstehen, was vor sich ging. Was ich weiß ist dass Shore, früher ein ausgesprochener Verächter von öffentlichen Bilderhaufen (bei flickr musste er deshalb mal eiligst von abfälligen Kommentaren zurückrudern) nun auch regelmäßig auf Instagram postetet. Vermutlich um mit seinen Studenten auf gleicher Höhe zu bleiben, mit der Zeit zu gehen, wie man so sagt. Es läge nahe, dass er da auch gerne mal eine Lanze für die Smartphonefotografie bricht. Oder er hat einen Werbevertrag mir Äbbl. Warum nicht?

Dennoch: Wenn diese Studentin mit der GF nicht hinbekam, was ihr jetzt mit dem Smartphone gelingt, dann hatte sie mit GF einfach eine völlig falsche Wahl getroffen für das was sie wollte.

Und an dem Punkt würde ich Dir nicht folgen: Für mich ist es nicht egal, welche Kamera ich für welchen Zweck benutze. Grob unterschieden: Was ich beim Spazierengehen dabei habe, damit mache ich keine Portraits, und womit ich Portraits mache, nehme ich nicht für Landschaften oder Architektur. Und wenn ich heute nur noch eine Kamera in Gebrauch habe, liegt es allein daran dass sie fürs Spazierengehen reicht und für eine paar Familienfotos ebenso und ichsonst nichts mehr mache.

Zu Shores neuer Begeisterung für Smartphones soviel: Gewiss kann man mit den Dingern, unter bestimmten Umständen, aber nur und mit erheblichen Einschränkungen, Klasse Fotos machen. Eine Kamera ist so ein Ding deshalb noch lange nicht.
Insofern sehe ich Shores Begeisterung für Instagram und die Handyknipserei eher kommerziell verursacht. Die ganzen Bilder auf diesem Bilderhaufen sind nicht besser geworden, seit er sich das letzte mal darüber aufgeregt hat. Was er versucht ist "to stay in touch" mit seinen Studenten und dem Zeitgeist. Ich würde das lieber sein lassen, an seiner Stelle und mit seiner Lebensgeschichte.
Mit der "neuen Bilderwelt" kann man sich auch oppositionell auseinandersetzen, da muss man nicht mitschwimmen, um als modern gelten zu können.
felixfoto01 felixfoto01   Beitrag 12 von 479
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Preston,

was ich bei Shore verstehe, worum es in der Übung ging, ist die Eingeschränktheit die man mit einer bestimmten Kamera verbindet, zu durchbrechen. Es führt zu mehr Flexibilität und Improvisationsvermögen. Man kann ja weiterhin bestimmte Kameras für bestimmte Situationen bevorzugen, aber was, wenn Du Deine "Landschaftskamera" dabei hast und plötzlich ein Portrait machen willst.

Darum geht es: Sie hat es geschafft, die Bilder, die sie locker aus dem Handgelenk machte, auch mit der Großformatkamera zu machen. Damit hat sie sich von dem Respekt vor dem riesigen Kasten gelöst.
Wenn man "Der Fotograf macht das Bild, nicht die Kamera" ernst meint, ist das eine Übung, die man versuchen könnte - um sich selbst zu überprüfen, ob man nicht einer Konditionierung folgt.
Danach kann man sich ja wieder verhalten, wie man mag.

Was die Person Stephen Shore angeht - er hat sehr gute Bilder geschaffen, seine Leistung steht ausser Frage und ich bin ihm dankbar für die zusätzliche Flexibilität, die mich unabhängig von einer bestimmten Kamera macht. Bei Instagram folge ich ihm nicht, seine Bilder fand ich, als ich mal vor 3 oder 4 Jahren schaute, nicht so spannend.
Die Doku fand ich sehr gut, ich habe auch Uncommon Places, auch sein Konzept "Ein Thema, ein Tag, ein Buch", finde ich interessant, habe mich aber noch nicht daran gewagt.

Eine andere Übung, die ich mir auferlegt habe, ist eine bestimmte Brennweite für einen bestimmten Zeitraum (mind. 6 Monate) zu verwenden - wenn ich für mich selbst arbeite, habe ich nur eine (Fest-)Brennweite drauf. Momentan ist es ca. 50 mm. Das ist eine für mich ungewohnte Brennweite und sie treibt mich aus meiner Komfortzone heraus, weil ich viel mehr Abstand nehmen muss, als mit meiner Lieblingsbrennweite 28 mm. Das ist eine Übung, die ich mir von den Magnum Fotografen David Alan Harvey und Martin Parr abgeschaut habe. In 28 mm kann ich blind fotografieren, die Bilder werden meistens etwas. Bei 50 mm gelingt mir das noch nicht. Besonders herausfordernd ist das für mich, weil ich viel auch mit meinem Smartphone fotografiere und da kann ich die Brennweite nicht wechseln. Also werde ich die Dauer verlängern. Um blind fotografieren zu können, bin ich jetzt auch dazu übergegangen, auf den Autofokus zu verzichten und manuell vorzufokussieren.
Genussdenker Genussdenker Beitrag 13 von 479
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Geprägt hat sich so manches an Büchern, MagazinBeiträgen, Ausstellungen. Manchmal Gesamtwerke, manchmal Genre-Spezifisches, manchmal Bilderstrecken, manchmal Einzelbilder.
Eine gewisse Prägung besonders durch Bücher die ich in meinen Anfängen kaufte, ist mir bewusst. Das waren Werke, Fotos von John Hedgescoe, Jeanloups Sieff, Michael Gnade, Brassai usw usw.

Oft stand mir dabei weniger eine konkrete Art der Bildgestaltung, als der Umsetzung im Fokus. Welche Erfahrung ich dabei für mich herausnehmen konnte.
Aufschlussreich waren mir aber auch Dinge, die ich mich nicht so ganz erklären konnte. Etwa eine Ausstellung über japanische Fotografie. Von dieser Ausstellung blieben mir weniger einzelne Fotos im Gedächnis, sondern ein sehr inspirierender Gesamteindruck.

Zitat: N. Nescio 25.09.17, 21:36Zum zitierten Beitragda hab ich kapiert, daß mit das wesentlichste bildelement der bildrand ist, mit dem man spielen kann und wenn man nicht mit ihm spielt, es oft nachteile hat.
Das fiel mir auf, als ich mit quadratischem Format zu fotografieren begann. Hiermit gelingt es mir öfters gestalterische Bildelemente miteinzubeziehen die sich an den Rändern befinden.

Zitat: felixfoto01 25.09.17, 23:23Zum zitierten Beitrag, in eine Studentin ihre Großformatkamera Bilder zeigt und sie mit Smartphone Aufnahmen vergleicht, die sie vorher gemacht hatte. Shore erzählt in dem Stück, dass ihre Grossformat Fotos bisher immer sehr langweilig waren, und sie ihm immer wieder interessante Bilder mit dem Smartphone schickte. Nun präsentierte sie die Bilder und berichtete, dass sie eine mentale Sperre hatte, was die Großformatkamera anging hatte.
Das finde ich durchaus nachvollziehbar.

Ich denke, es gibt Welche, die intuitiver fotografieren/gestalten und Andere, die "bewusster"/abkribischer vorgehen.
Smartphone und GF (und ganz besonders Fachkamera, gibt schliesslich auch einfachere wie LaufbodenK. usw) sind natürlich zwei Extreme im Vergleich. Vermutlich hätte eine KB/APSC/FT Kamera den selben Effekt für die Stundentin gehabt.
Wenn man ca 10min für den Aufbau einer Fachkamera braucht, lässt sich damit gewiss nicht spontan/intuitiv fotografieren - im Vergleich, versteht sich.
Preston Mairesse Preston Mairesse Beitrag 14 von 479
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Zitat: felixfoto01 26.09.17, 04:52Zum zitierten Beitragist die Eingeschränktheit die man mit einer bestimmten Kamera verbindet, zu durchbrechen. Es führt zu mehr Flexibilität und Improvisationsvermögen. Man kann ja weiterhin bestimmte Kameras für bestimmte Situationen bevorzugen, aber was, wenn Du Deine "Landschaftskamera" dabei hast und plötzlich ein Portrait machen willst.

Das würde mir nicht passieren, ganz einfach. Obwohl es in diesem Fall eher unproblematisch wäre. Landschaft mit dem Handy wäre es allerdings, wenn ich Sujet auch nur ein bisschen ernst nehmen wollte.

Die eingeschränkten Möglichkeiten einer speziellen Kamera ist ja nun offensichtlich. Aus Ihr heraus entstanden verschiedene Bauformen, die den jeweiligen Aufgabenstellungen besser entsprechen. Ein Paparazzo nimmt keine GF, und als KB kam, wechselte er von Rolleiflex und Graflex auf KB SLR.
Ich meine damit, mit einer einzigen Kamera auszukommen geht prima, solange man aufgrund der eigenen Vorhaben neben nur eine braucht. Daraus Freiheit abzuleiten, dass man jetzt für alles nur noch eine nimmt, halte ich für verfehlt, wenn die Qualität der Ergebnisse eine Rolle spielen soll.
Dann schon eher die strikte (temporäre? ) thematische Beschränkung, die tatsächlich erlaubt, mit einer einzigen Knipse alles zu erledigen, was man vorhat.
Was die Beschränkung auf eine Brennweite angeht, gilt das Gleiche. Als Lernexperiment sehr gut, noch besser wenn man feststellt, man braucht immer nur eine. Dann war das Experiment erfolgreich. Als generelles Arbeitsprinzip aber ebenso unrealistisch wie die eine Kamera, die alles können soll.

PS
Die Frage war schon immer, WAS will ich machen, die Kamera musste schon immer die Lösung sein. Der überwältigende Erfolg der SLRs in den 70ern begründet sich allein im Versprechen ihrer Universalität, das aber auch nur in Grenzen existiert. Sie hat die anderen Bauformen nicht allesamt obsolet machen können, auch nicht im digitalen Zeitalter.
Olli Erdbeer Olli Erdbeer Beitrag 15 von 479
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Zitat: Preston Mairesse 26.09.17, 13:23Zum zitierten BeitragDie Frage war schon immer, WAS will ich machen
Und WARUM will ich es machen...
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