Handwerkskammer, Berufsgenossenschaft usw...

Nadja Osieka Photodesign Beitrag 1 von 51
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Langsam blick ich gar nicht mehr durch. Im März 2012 habe ich mich gegen den Rat meiner Steuerberaterin selbstständig im Nebengewerbe gemacht. Ich arbeite 50% als Assistentin wollte aber nicht schwarz arbeiten auch wenn einige sicher sagen wie Sie auch bei 2-4 Aufträgen im Monat.....

Tja nun kam der erste Schock mit der Handwerkskammer von ca. 400 Euro (inkl. diese Ausbildungsbeiträge auch wenn man nicht ausbildet).

Meine Steuerberaterin kostet mich 149 Euro und Nerven, die kann keiner bezahlen.

Von den Preisen her bin ich natürlich hier in der Region noch im unteren Bereich habe aber trotzdem nur manchmal 2 Aufträge die Woche aber eben manchmal auch keinen.

Da kommen im Monat zwischen 100-600 Euro dazu.

Eher nur 100-200....

Nun wurde mir von einer Kollegin gesagt ich müsse mich noch Unfallversicherung über eine Berufsgenossenschaft das koste 230 Euro und mehr.

Ganz ehrlich, da verstehe ich dann warum das fast alle hier schwarz machen, sogar mit angepriesenen Preisen und Werbung.

Ich decke niemals meine Kosten ich müsste ja richtig viel Aufträge haben.

Wie macht Ihr das? Was MUSS man denn alles bezahlen?

Gerade am Anfang rollt doch der Rubel noch nicht so.

Es wird bei mir immer mehr aber natürlich bilde ich mich auch weiter und merke ja selbst, dass ich besser werde. Preise erhöhen ist denk aber erstmal nicht und Equipment würde ich endlich auch gern mal erweitern aber wenn dann da wieder was kommt.... Sollte ich auch Geld auf der Seite haben.

Danke schonmal für eure Hilfe.
Marion Bers   Beitrag 2 von 51
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Lass diesen Thread mal ins Forum "Gesetze, Verträge, Agenturen" verschieben. http://www.fotocommunity.de/forum/list.php?f=54
Dort wird er eher von Leuten gelesen, die sich damit auskennen. Wenn du in diesem Unterforum nach "Handwerkskammer" suchst, bekommst du auch schon ein paar Informationen.
Werner Hammerschmid   Beitrag 3 von 51
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hallo,
mein erster tipp,

wechsle den steuerberater, meine steuerberaterin hat mich dazu gedrängt ein nebengewerbe anzumelden:-)

vg
werner





Nadja Osieka Photodesign schrieb:

Zitat:Langsam blick ich gar nicht mehr durch. Im März 2012 habe ich
mich gegen den Rat meiner Steuerberaterin selbstständig im
Nebengewerbe gemacht. Ich arbeite 50% als Assistentin wollte
aber nicht schwarz arbeiten auch wenn einige sicher sagen wie
Sie auch bei 2-4 Aufträgen im Monat.....

Tja nun kam der erste Schock mit der Handwerkskammer von ca.
400 Euro (inkl. diese Ausbildungsbeiträge auch wenn man nicht
ausbildet).

Meine Steuerberaterin kostet mich 149 Euro und Nerven, die kann
keiner bezahlen.

Von den Preisen her bin ich natürlich hier in der Region noch
im unteren Bereich habe aber trotzdem nur manchmal 2 Aufträge
die Woche aber eben manchmal auch keinen.

Da kommen im Monat zwischen 100-600 Euro dazu.

Eher nur 100-200....

Nun wurde mir von einer Kollegin gesagt ich müsse mich noch
Unfallversicherung über eine Berufsgenossenschaft das koste 230
Euro und mehr.

Ganz ehrlich, da verstehe ich dann warum das fast alle hier
schwarz machen, sogar mit angepriesenen Preisen und Werbung.

Ich decke niemals meine Kosten ich müsste ja richtig viel
Aufträge haben.

Wie macht Ihr das? Was MUSS man denn alles bezahlen?

Gerade am Anfang rollt doch der Rubel noch nicht so.

Es wird bei mir immer mehr aber natürlich bilde ich mich auch
weiter und merke ja selbst, dass ich besser werde. Preise
erhöhen ist denk aber erstmal nicht und Equipment würde ich
endlich auch gern mal erweitern aber wenn dann da wieder was
kommt.... Sollte ich auch Geld auf der Seite haben.

Danke schonmal für eure Hilfe.
Nadja Osieka Photodesign Beitrag 4 von 51
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Hallo Werner,
das ist schon lang erledigt, das war ein Steuerhilfeverein darum war der auch so günstig. Ein guter Steuerberater kostet gleich mal einige 100 Euro mehr :)
Robby G. Beitrag 5 von 51
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Hallo Nadja,

ob es stimmt, dass viele hier schwarz arbeiten kann ich nicht beurteilen. Aber selbst wenn, wäre das trotzdem kein Grund dem gleich zu tun.

Ich hab vor einigen Jahren ein Gewerbe angemeldet (nebenberuflich, Kleinunternehmerregelung) und muss nun jährlich für die HWK (ca. 100€) und BG (ca. 300€) abdrücken. Und natürlich am Ende des Jahres den Lohnsteuerjahresausgleich machen. Meines Wissens beinhaltet die BG die Unfallversicherung. Zumindest gibt es für mich sonst keine weitere Zwangsmitgliedschaft.
Klar ist das ein ordentlicher Batzen Geld, aber gut, wenn´s nur so legal ist dann mach ich das halt so. Fertig.

Für mich gab´s keine Alternative zur Gewerbeanmeldung. Vorher war´s oft schwierig, wenn mich Leute nach Fotoshootings gefragt haben. Was soll/darf man überhaupt verlangen? Ganz umme will man das aber auch net machen, etc. Alles sehr schwammig.
JETZT kann ich ganz klar sagen, was Dieses oder Jenes kostet, schreib danach eine ordentliche Rechnung und alles ist ok.

LG

Robby
Nadja Osieka Photodesign Beitrag 6 von 51
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Robby da bin ich ganz deiner Meinung.
Viele hier hab ich nicht gesagt, ich weiss es nur von vielen aus meiner Region. Bekommt man halt so mit, dass Kunden kommen und sagen xy macht es 30 Euro billiger ohne Rechnung.
Dann sag ich, wenn Ihnen der Stil von xy gefällt können Sie gerne dort hin gehen. Wenn Ihnen meine Bilder gefallen müssen Sie meine Preise akzeptieren da ich ein ehrlicher Mensch bin und nur angemeldet arbeite und daher auch andere Kosten habe als vielleicht xy....Meist verstehen die Leute das auch.
Martin Schwabe   Beitrag 7 von 51
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Ein Kollege von mir hat sich aktuell genauso selbstständig gemacht. Kosten für die HwK 0€ (wegen Geringfügigkeit der EInnahmen), Kosten für BG 0€ (wegen Geringfügigkeit der EInnahmen).
Robby G. Beitrag 8 von 51
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Martin Schwabe schrieb:

Zitat:Ein Kollege von mir hat sich aktuell genauso selbstständig
gemacht. Kosten für die HwK 0€ (wegen Geringfügigkeit der
EInnahmen), Kosten für BG 0€ (wegen Geringfügigkeit der
EInnahmen).


Echt?

Ich hab die schon kontaktiert, weil auch bei mir nicht sooo viel reinkommt - aber wurde abgeblockt.
Vielleicht sollte ich es nochmal probieren.

Hast Du da einen ungefähren Wert bzgl. Jahresumsatz?

LG

Robby
Mathias Kuster Beitrag 9 von 51
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Hallo Nadja,

Ich bin ebenfalls auf Kleingewerbeebene selbstständig. Du kannst Dich komplett wegen Geringfügigkeit freistellen lassen. Kosten sind dann 0,-€
Dann zum Jahresende eine einfache Einnahme - Überschußrechnung machen, alle Rechnungen deinerseit (Achtung ohne MwSt.) und alle Einkaufsquittung beim Finanzamt einreichen.
Fertig ist.

:)
Armin Winter   Beitrag 10 von 51
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Mathias Kuster schrieb:

Zitat:...
Dann zum Jahresende eine einfache Einnahme - Überschußrechnung
machen, alle Rechnungen deinerseit (Achtung ohne MwSt.) und
alle Einkaufsquittung beim Finanzamt einreichen.
Fertig ist.


Echt jetzt?
Ich kann mich nicht erinnern, jemals auch nur einen Beleg, also Rechnung oder Quittung, beim Finanzamt eingereicht zu haben.
Was sollen die damit?
Die bleiben bei mir, ich bin auch zur Aufbewahrung verpflichtet.
Die Abrechnung hat immer gereicht...
Peter I. Beitrag 11 von 51
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Nadja Osieka Photodesign schrieb:

Zitat:
das ist schon lang erledigt, das war ein Steuerhilfeverein
darum war der auch so günstig. Ein guter Steuerberater kostet
gleich mal einige 100 Euro mehr :)



Ein Lohnsteuerhilfeverein darf keine Selbständigen beraten - § 4 Nr. 11b StBerG
http://www.gesetze-im-internet.de/stberg/__4.html

Da Du aber nun selbst merkst, daß Dein Gewerbe so nicht wirtschaftlich zu betreiben ist, frage ich mich, wieso der Rat, die Finger davon zu lassen, so hanebüchen gewesen sein soll. Aber Ratschläge sind ja immer nur dann akzeptabel, wenn sie sich haargenau mit dem decken, was man hören wollte.
Martin Schwabe   Beitrag 12 von 51
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Peter I. schrieb:

Zitat:Da Du aber nun selbst merkst, daß Dein Gewerbe so nicht
wirtschaftlich zu betreiben ist, frage ich mich, wieso der Rat,
die Finger davon zu lassen, so hanebüchen gewesen sein soll.
Aber Ratschläge sind ja immer nur dann akzeptabel, wenn sie
sich haargenau mit dem decken, was man hören wollte.


Warum erzählst Du so einen Unsinn?

Da offensichtlich die Auskuftstsellen der jweiligen Kammern und genossenschaft im Ringen um Erhalt ansonsten wegbrechender Einnahmen Angaben machen, die so vermutlich nicht haltbar sind, bedeutet das nicht, dass dieses Kleingewerbe nicht haltbar ist.

Es bedeutet vielmehr, dass es hier eines entsprechenden Auftretens Bedarf, um die richtigen Auskünfte zu bekommen.
Nadja Osieka Photodesign Beitrag 13 von 51
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Peter Sie hat mir nicht den Rat gegeben die Finger davon zu lassen sondern, dass ich schwarz arbeiten soll und das möchte ich nicht. Ich kenne aber auch keinen Fotografen, bei dem nach 3 Monaten schon die dicke Kohle geflossen ist :D
Wenn es bei dir so ist, dann ist das wirklich toll.
Das die gute Dame mich nicht beraten durfte wusste ich nicht, bzw. hat Sie mir auch nicht gesagt.
Werner Hammerschmid   Beitrag 14 von 51
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Nadja Osieka Photodesign schrieb:

Zitat:Peter Sie hat mir nicht den Rat gegeben die Finger davon zu
lassen sondern, dass ich schwarz arbeiten soll und das möchte
ich nicht. Ich kenne aber auch keinen Fotografen, bei dem nach
3 Monaten schon die dicke Kohle geflossen ist :D
Wenn es bei dir so ist, dann ist das wirklich toll.
Das die gute Dame mich nicht beraten durfte wusste ich nicht,
bzw. hat Sie mir auch nicht gesagt.



wenn sie dir geraten haben "schwarz" zu arbeiten war das ja auch keine beratung im herkömmlichen sinn, sondern eher ein stammtischgespräch, abhaken, fertig.

vg
werner
Peter I. Beitrag 15 von 51
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Martin Schwabe schrieb:

Zitat:Peter I. schrieb:

Zitat:Da Du aber nun selbst merkst, daß Dein Gewerbe so nicht
wirtschaftlich zu betreiben ist, frage ich mich, wieso der

Rat,
Zitat:die Finger davon zu lassen, so hanebüchen gewesen sein soll.
Aber Ratschläge sind ja immer nur dann akzeptabel, wenn sie
sich haargenau mit dem decken, was man hören wollte.


Warum erzählst Du so einen Unsinn?

Da offensichtlich die Auskunftstellen der jeweiligen Kammern und
Genossenschaft im Ringen um Erhalt ansonsten wegbrechender
Einnahmen Angaben machen, die so vermutlich nicht haltbar sind,
bedeutet das nicht, dass dieses Kleingewerbe nicht haltbar ist.

Es bedeutet vielmehr, dass es hier eines entsprechenden
Auftretens bedarf, um die richtigen Auskünfte zu bekommen.



Korrekt. Nur dürfte Dir klar sein, daß die meisten Leute, die in den fc-Foren um kostenlose Rechts- und Unternehmensberatung nachsuchen, dieses Auftreten nicht drauf haben, anderenfalls kämen sie im Leben nicht auf die Idee, hier ihre persönlichen Angelegenheiten auszubreiten.

Zum anderen sollte man sich dann einen Partner suchen, der einen vor diesen Instanzen auch vertreten darf und sich nicht mit dem Hinweis auf eklatante Kompetenzüberschreitungen in den Teppich rollen lassen muß. Dummerweise kosten diese Leute ein Geld, welches das Gewerbe nicht abwirft, wie die Fredstarterin hier bereits zu monieren wußte.
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