Wieviel Pixel hat ein Dia?

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Thomas.T. Thomas.T. Beitrag 61 von 64
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Junge, junge, das geht ganz schön querbeet. Ich habe da mal ein paar Verständnisfragen:

a)
man redet bei Digicams gerne von MP. Ein Pixel verstehe ich als die kleinste Einheit zur (Bild)Informationsspeicherung. Soweit o.k.?

b)
bei Filmen ist es Körnigkeit, auch hier ist das einzelne Korn die kleinste Einheit der Informationsspeicherung, ich nenne die im Weiteren mal "Bildinformationseinheit" oder BIE.

c)
die normalen CCD brauchen IMO 3 Pixel für das RGB Farbenspektrum. 6MP wären also dann "netto" nur 2MP [RGB], oder zumindestens deutlich geringer?

d)
die 6MP sind auf einem Halbformatchip implementiert, also 12*18mm. Umgerechnet wären das dann 14,222 BIE pro mm², "netto" nur ein Drittel davon, also 4,74 BIE.

e)
ich habe nicht die entsprechenden BIE für Filme, also Korn / mm². Kann mir da jemand aushelfen, wieviele wären das pro mm²?

f)
eigentlich entscheidend ist doch die Auflösung. Für Film habe ich bisher Angaben +/- 100 l/mm gefunden, aber bei CCD scheinen sich bisher alle um eine definitive Angabe geziert zu haben? Wie ist der Wert hier?

g)
kann mich täuschen, aber irgendwie scheinen hier Vergleiche von MP (Digicam) gegen l/mm (Film) vorzuherrschen. Ist das nicht ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen? Wer sich noch ein wenig mit Großrechnern auskennt, mag sich vielleicht noch an die nicht endend wollenden Vergleiche MIPS gegen FLOPS erinnern, bei denen sich irgendwann herausgestellt hat, daß MIPS im Grunde nur ein Marketinggag von IBM war...

h)
würde ich vorschlagen, bei einem Vergleich Digitalbild / Scan vom Dia nicht den rohen Scan als Vergleich zu nehmen, sondern den bearbeiteten Scan. In jeder Digicam findet m.W. immer eine gewisse interne Bearbeitung des aufgenommenen Bildes statt, obendrein wird häufig das fertige Bild dann mit einem rohen Scan verglichen. Zudem erscheinen mir die Kamera-internen Bearbeitungsmethoden bzw. die nachgeschalteten EBB - Schritte viel ausgefeilter als die von Scans. Als Beispiel sei angegeben, daß NeatImage jede Menge von Profilen für Cams anbietet, aber kaum Profile für Scanner hat.

j)
kann ich mich nicht erinnern, MP - Angaben von Scannern gesehen zu haben. Kennt jemand da die Formate der Scanner-CCD? Kennt jemand die Auflösungen höherwertiger Scanner in l/mm?

i)
scheint es, daß sowohl (guter) Film als auch die höherwertigen Sensoren mittlerweile in ihrer Auflösung die Auflösung der verwendeten Objektive übertreffen. Kann man also für Chips im Halb-/Vollformat so langsam eine gewisse Obergrenze des MP - Wachstums erkennen (Verwendung derzeitiger KB-Objektive vorausgesetzt)

j)
wenn sowohl Film als auch Digicams die Auflösung ihrer Objektive übertreffen, warum soll dann da noch ein Unterschied in der Bildqualität sein? Als Anhänger meines heissgeliebtes 50mm Planar (*g*) bin ich da sicher eine Ausnahme, aber die meisten hier arbeiten doch ohnehin mit Zooms?

Ganz schönes Konvolut geworden, aber irgendwie ein sehr interessantes Thema :-)
Stefan Voigt Stefan Voigt   Beitrag 62 von 64
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Tim Knackfuss schrieb:

Zitat:Momentan sieht es doch so aus:

1. DSLR-Bilder sehen bei großformatigen Ausdrucken besser aus,
meiner Meinung nach schlagen 6MP jeden Scanner.
(KB-wohlgemerkt!)


Das Problem ist das solche pauschalen Aussagen nie wirklich komplatt zutreffend sind. Wenn es das Ziel ist möglichst große rauschfreie Abzüge zu erstellen trifft dies vielleicht zu (wobei ich da bei sehr großem auch ein großes Negativformat benützen würde).

Jedenfalls war ich vor einigen Monaten zufällig in zwei Ausstellungen. Bei der ersten gab es availible light SW Bilder die teilweise vielleicht so auf 1,5 Meter Kantenlänge analog vergrössert waren. Mit dem Korn hättest du teilweise Golf spielen können. Die Abzüge waren atemberaubend und das Korn gab dem Bild eine sehr hohe empfundene Schärfe. In der zweiten Ausstellung wurden Aufnahmen aus einer D20 gezeigt die teilweise bis zu 2 Meter Kantenlänge (an der längeren Seite) hatten. Bei diesen Aufnahmen sah man dann statt dem Korn die digitalen Artefakte, Treppen, Farbsäume etc. - alles in allem kein freudiger Anblick. Diese verschiedenen Bildeindrücke resultieren aber bestimmt nicht aus der verschiedenen Auflösung der beiden Medien sondern an derem unterschiedlichen Verhalten bei der starken Vergösserung.

Der beste Pixelvergleich ist also eventuell der Besuch von Ausstellungen und der Vergleich der Wirkung der verschiedenen Techniken in Verbindung mit dem eigenen Geschmack. Leider gibt es immer noch sehr wenig Ausstellungen mit Bildern die digital gemacht wurden (ist jemand eine aktuelle bekannt?) so das die Vergleichsmöglichkeiten gering sind.

Hier kommt dann auch der erste Ausstellungstipp: Willy Ronis in der VHS Galerie in Stuttgart. Da lässt sich dann auch schön der Unterschied zwischen Kleinbild und Mittelformat sehen (Ronis hat beides verwendet).

Gruß
Stefan
Malte Ruhnke Malte Ruhnke Beitrag 63 von 64
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Hallo,

damit wir auch mal ein bißchen Praxis reinbringen, hier ein Scanausschnitt vom Mittelformat (4000ppi Scan eines 6x6):


Mittelformatscan / Detail Mittelformatscan / D… Malte Ruhnke 30.01.05 4


Ich habe übrigens mal Messungen gesehen von MF-Objektiven, die - zumindest in der Bildmitte - auch fast 100 lp/mm Auflösung brachten. Daher meine Frage: Ist das bei aktuellen Objektiven für DSLR auf noch technisch gesehen die "Schneegrenze"? Wer hat da aktuelle Messungen?

Gruß, M.
Matthias Jr. Gehrlicher Matthias Jr. Gehrlicher Beitrag 64 von 64
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32.128.512

Und was hilft's?

Viele Grüße
Mattse
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