Welche Rangefinder?

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JonaCh JonaCh Beitrag 1 von 35
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Hallo zusammen!

Ich habe vor einigen Monaten angefangen zu fotografieren, analog wie auch digital. Mittlerweile entwickle ich meine Filme selbst. Leider sind mir vor Kurzem mehr oder weniger gleichzeitig meine beiden analogen Kameras kaputt gegangen.

Deswegen nun die Frage, welche Kamera ich mir nun zulegen soll.
Ich bin hauptsächlich im Bereich der Streetfotografie unterwegs, deswegen möchte ich gerne eine Rangefinder haben. Ich habe schon ein wenig recherchiert und bin dabei auf die Canon 7 gestoßen. Das Problem mit dieser ist allerdings, dass sie nur auf höchstens 400 ASA eingestellt werden kann.
Da ich noch keine perfekte Kamera für mich gefunden habe, wollte ich mich mal hier erkundigen, ob ihr mir vielleicht die ein oder andere Kamera empfehlen könntet.

Mein Budget sind um die 300€ für Body+Objektiv. Ich bevorzuge 35 bzw. 50mm Linsen.
Die Canon 7 würde zusammen mit dem passenden 50mm 1.8 ziemlich genau 300€ kosten.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen! :)
Knips Omat Knips Omat   Beitrag 2 von 35
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Die Canon 7 hat einen Selenbelichtungsmesser, dessen Brauchbarkeit nach über 50 Jahren ohnehin sehr zweifelhaft sein dürfte, wenn er denn überhaupt noch irgendwie reagiert. Da würde ich mir um die maximal einstellbare Empfindlichkeit wenig Sorgen machen...

Wenn, dann eher die 7S, die eine CdS-Belichtungsmesser hat. Damit hast du dann aber ein Batterieproblem, denn die dafür benötigte Quecksilber-Batterien gibt es neu schon lange nicht mehr und sind kaum noch aufzutreiben. Dafür gibt's zwar Lösungen, aber darum muss man sich dann halt auch kümmern.

Ansonsten ein wunderschöner Klassiker, aber heute doch eher ein Museumsstück als ein Gerät für den Alltagsgebrauch.

Als Gebrauchsgerät würde ich mich da eher nach einer Voigtländer Bessa R umsehen. 35-40 Jahre neuer als die Canon 7. Die ursprüngliche R hatte M39 / LTM, R2/R3/R4 haben Leica M-Bajonett.

Das gibt es dann jeweils in unterschiedlichen Ausführungen mit und ohne Zeitautomatik und mit unterschiedlichen Suchern (R2A / R2M, R3A / R3M, R4A / R4M). Bei den Gehäusen mit Leica M-Bajonett könnte es allerdings mit deinem Budget knapp werden, schon wegen der Preise für die Objektive...
Frank Monemail Frank Monemail   Beitrag 3 von 35
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Olympus 35 RC.

Nachteil:
Feste Brennweite von 42 mm, f2,8
Belichtungszeiten "nur" 500, 250, 125, 60, 30,15 und B
Ungewöhnlicher Filterdurchmesser

Vorteil:
Ausgezeichnetes Objektiv.
Kann mit Zink/Luft-Batterie (Für Belichtungsmesser) betrieben werden.
Funktioniert auch ohne Batterie, also alles manuell einstellbar!!!!!!!!!!!!
Schön kompakt.

Weitere Infos:
Kurze Beschreibung von Erik Fiss
http://www.erikfiss.com/foto/cams/olyrc/

Ken Rockwell vergleicht mit Leica SUMMILUX-M 35mm f/1.4
https://kenrockwell.com/olympus/35rc.htm
JonaCh JonaCh Beitrag 4 von 35
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Zitat: Knips Omat 18.05.18, 17:32Zum zitierten Beitrag Als Gebrauchsgerät würde ich mich da eher nach einer Voigtländer Bessa R umsehen. 35-40 Jahre neuer als die Canon 7. Die ursprüngliche R hatte M39 / LTM, R2/R3/R4 haben Leica M-Bajonett.

Die Bessas sind leider alle zu teuer, zumindest nach meinen kurzen Recherchen. Die Bodies alleine würden mein Budget schon komplett in Anspruch nehmen.
Preislich würde wenn dann die Bessa L in Frage kommen, bei der kann man dann aber nicht mehr wirklich von einer klassischen Rangefinder sprechen.

Und bezüglich der Canon 7s, befürchte ich auch, dass diese zu teuer ist.
JonaCh JonaCh Beitrag 5 von 35
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Zitat: Frank Monemail 18.05.18, 18:26Zum zitierten Beitrag Olympus 35 RC.

Bin nicht wirklich der große Fan von festverbauten Objektiven. Wenn überhaupt, dann nur mit einem 35mm Objektiv. Ich bin lieber etwas flexibler und das ist dann natürlich schwer. Die Verschlusszeiten sind bei der Olympus natürlich ein weiterer limitierender Faktor...
Jan Böttcher Jan Böttcher Beitrag 6 von 35
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Zitat: JonaCh 18.05.18, 20:14Zum zitierten BeitragZitat: Frank Monemail 18.05.18, 18:26Zum zitierten Beitrag Olympus 35 RC. Bin nicht wirklich der große Fan von festverbauten Objektiven. Wenn überhaupt, dann nur mit einem 35mm Objektiv. Ich bin lieber etwas flexibler und das ist dann natürlich schwer. Die Verschlusszeiten sind bei der Olympus natürlich ein weiterer limitierender Faktor...
Wie wäre es unter diesen Umständen (inkl. siehe oben: Begrenztes Budget) denn mit einer Kiev 4 mit Helios-103 und/oder Jupiter-12 für den Anfang?
DSLMirrorless DSLMirrorless Beitrag 7 von 35
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Street Photography sagst du? Ich habe mich vor Jahren, als ich noch studiert habe, sehr intensiv mit Street Photography auseinandergesetzt und habe mit vielen unterschiedlichen Kameras experimentiert. Rangefinder genauso wie SLR, analog wie digital. Am meisten Spaß haben mir die zwei kleinen Olympus-Knipsen gemacht, die XA und die XA2. Die erstere ist ein echter Rangefinder. Die letztere ist deutlich einfacher gestrickt und erlaubt nur das Fokussieren nach dem Zone-Focus-Prinzip. Sie ist perfekt für das Fotografieren tagsüber, wenn die Sonne scheint. Einfach zielen und losballern.
Thoris70 Thoris70 Beitrag 8 von 35
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Zitat: JonaCh 18.05.18, 20:14Zum zitierten BeitragBin nicht wirklich der große Fan von festverbauten Objektiven.

Eine brauchbare Meßsucherkamera mit Wechselobjektiv für 300 dürfte sehr schwierig werden.

Deswegen auch von mir die Olympus XA als Vorschlag: Meßsucher, Blendenvorwahl, superkompakt und kein Problem mit der Batterieversorgung.
TomS.. TomS.. Beitrag 9 von 35
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Die XA ist zweifelsohne sehr kompakt. Aber der Sucher ist schon ziemlich klein und der Messsucher selten besser als Schätzung oder Hyperfokaldistanz.
Knips Omat Knips Omat   Beitrag 10 von 35
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Zitat: Frank Monemail 18.05.18, 18:26Zum zitierten BeitragOlympus 35 RC.

Nachteil:
Feste Brennweite von 42 mm, f2,8
Belichtungszeiten "nur" 500, 250, 125, 60, 30,15 und B
Ungewöhnlicher Filterdurchmesser

Vorteil:
Ausgezeichnetes Objektiv.
Kann mit Zink/Luft-Batterie (Für Belichtungsmesser) betrieben werden.
Funktioniert auch ohne Batterie, also alles manuell einstellbar!!!!!!!!!!!!
Schön kompakt.


Ich bin ein großer Fan der 35RC. Meine mal für 10 Euronen aus der Grabbelkiste beim Fotohändler um die Ecke erstanden, war sie jahrelang meine Immer-Dabei-Kamera, fast hosentaschen-, auf jeden Fall jackentaschentauglich.

Weiterer Vorteil: sie hat auch einen großen, hellen, übersichtlichen und sehr informativen Sucher (Verschlusszeit / Blende wird eingespiegelt).

Weiterer Nachteil: Der Belichtungsmesser funktioniert nur im Automatikmodus. Wenn die Kamera auf manuell steht, wird lediglich die am Objektiv eingestellte Blende angezeigt, nicht die "richtige" Blende. Das ist bei vielen der kleinen Messsucher aus dieser Zeit so.

Zitat: Jan Böttcher 18.05.18, 20:53Zum zitierten BeitragWie wäre es unter diesen Umständen (inkl. siehe oben: Begrenztes Budget) denn mit einer Kiev 4 mit Helios-103 und/oder Jupiter-12 für den Anfang?

Dass ich das noch erleben darf, dass ausgerechnet du eine Sowjetkamera vorschlägst ;-)

Ich mag die Kievs ja gerne, aber für Street wäre das nicht meine erste Wahl... Der eingebaute Messsucher ist ein winziges Guckloch. Mit externem Sucher - für alles außer 50 mm benötigt man den ohnehin - hat man keinen kombinierten Sucher / Messsucher mehr, man muss für Entfernungseinstellung und Ausschnittsfestlegung durch zwei unterschiedliche Löcher gucken. Das ist eher umständlich und langsam. Street geht da fast nur noch mit Zonenfokussierung und Schätzen. Klar, haben unsere Großväter auch gemacht und geht natürlich irgendwie auch, aber optimal ist anders.

Die Selenbelichtungsmesser der Kiev-4 dürften mittlerweile zu 90% tot sein. Ich hatte jedenfalls noch keine in den Fingern, wo er noch vernünftig ging. Dann lieber gleich eine -4A ohne eingebauten Belichtungsmesser, die ist kleiner und vieeel hübscher.

Alternativ eine Zorki-4K, die hat einen Schnellspannhebel statt Knopf zum Vorspulen. Objektive für die M39-Sowjets sind etwas einfacher aufzutreiben als für die Kievs (für die gängigen Brennweiten 35/50/85/135 aber auch für Kiev kein wirkliches Problem). Wenn's allerdings noch weitwinkliger werden soll, wird's bei Kiev eng.

Sowohl bei Kiev wie bei Zorki gibt's problemlos eine komplette Ausrüstung für die 300 Teuronen Budget, aber das Reinfall-Risiko bei Kauf ist relativ hoch. Es ist viel verbastelter Schrott auf dem Markt. Würde sowas eher aus Russland oder der Ukraine kaufen als aus Deutschland, mit dortigen Verkäufern habe ich erheblich bessere Erfahrungen gemacht.
Knips Omat Knips Omat   Beitrag 11 von 35
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Zitat: JonaCh 18.05.18, 20:11Zum zitierten BeitragPreislich würde wenn dann die Bessa L in Frage kommen, bei der kann man dann aber nicht mehr wirklich von einer klassischen Rangefinder sprechen.

Nee, das ist ja nicht einmal eine Sucherkamera. Die L war vor allem gedacht für Extremweitwinkel, wo man ohnehin einen externen Aufstecksucher benötigt und genaues Fokussieren aufgrund der großen Schärfentiefe nicht mehr kritisch ist.

Für deine Anwendung ist das eher nix.
Thoris70 Thoris70 Beitrag 12 von 35
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Zitat: TomS.. 19.05.18, 14:05Zum zitierten BeitragDie XA ist zweifelsohne sehr kompakt. Aber der Sucher ist schon ziemlich klein und der Messsucher selten besser als Schätzung oder Hyperfokaldistanz.

Es ist natürlich klar, daß man mit der XA keine Leica M bekommt, aber ein bißchen positiver würde die Olympus schon sehen: In vielen Situationen hilft der Meßsucher schon weiter.

Vielleicht noch als Anregung: Man kann natürlich auch eine ganz normale KB-Kamera mit einem älteren Entfernungsmesser für den Zubehörschuh nachrüsten. So mache ich das ab und zu mit meiner Rollei 35. In den meisten Situationen kommt man ja mit einer Schätzung der Entfernung gut klar, und nur wenn es mal drauf ankommt, mißt man halt mal genauer nach.
TomS.. TomS.. Beitrag 13 von 35
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Zitat: Thoris70 19.05.18, 19:55Zum zitierten BeitragZitat: TomS.. 19.05.18, 14:05Zum zitierten BeitragDie XA ist zweifelsohne sehr kompakt. Aber der Sucher ist schon ziemlich klein und der Messsucher selten besser als Schätzung oder Hyperfokaldistanz.

Es ist natürlich klar, daß man mit der XA keine Leica M bekommt, aber ein bißchen positiver würde die Olympus schon sehen: In vielen Situationen hilft der Meßsucher schon weiter.

Vielleicht noch als Anregung: Man kann natürlich auch eine ganz normale KB-Kamera mit einem älteren Entfernungsmesser für den Zubehörschuh nachrüsten. So mache ich das ab und zu mit meiner Rollei 35. In den meisten Situationen kommt man ja mit einer Schätzung der Entfernung gut klar, und nur wenn es mal drauf ankommt, mißt man halt mal genauer nach.


Der Messsucher der XA ist nur in Situationen brauchbar in denen man ohnehin keinen benötigen würde. Ich habe 4 von den kleinen Messsuchern bei mir rumliegen (Oly XA, Rollei 35, Minox 35, Ricoh FF-1). Alle haben so ihre vor und Nachteile aber den Messsucher der XA würde ich da bei den Überlegungen komplett außer acht lassen.
Thoris70 Thoris70 Beitrag 14 von 35
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Zitat: TomS.. 19.05.18, 20:06Zum zitierten BeitragDer Messsucher der XA ist nur in Situationen brauchbar in denen man ohnehin keinen benötigen würde.

Da kann ich nur sagen, daß das nicht meinen Erfahrungen entspricht. Bei vielen Motiven im Nahbereich fand ich den Meßsucher wirklich hilfreich.

Und noch etwas besser wird es, wenn man den bekannten Klebeband-Trick anwendet.
Frauenquote Frauenquote Beitrag 15 von 35
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Zitat: Thoris70 20.05.18, 10:48Zum zitierten Beitrag vielen Motiven im Nahbereich fand ich den Meßsucher wirklich hilfreich.

Und noch etwas besser wird es, wenn man den bekannten Klebeband-Trick anwendet.

Maßband-Trick! Das muss Maßband-Trick heißen. ^_^
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