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ROBERT MAPPLETHORPE - Eine Retrospektive 06.02. - 15.08.2010 NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Ehrenhof 2 40479 Dsseldorf

[ Quelle Vorschaubild: NRW-FORUM,
http://www.nrw-forum.de/upload/01-Ausstellungen/76-Mapplethorpe/gallery/phillipprioleau_1980.jpg ]



[ Text-Quelle: NRW-Forum, www.nrw-forum.de ]


Der 1946 geborene und 1989 verstorbene Robert Mapplethorpe ist einer der wenigen Knstler, denen es vergnnt ist, weit ber die Grenzen der Kunstwelt hinaus bekannt zu werden. Er dominierte die Fotoszene des ausgehenden 20. Jahrhunderts und ffnete den Weg zur Anerkennung der Fotografie als Kunstform, er verankerte das homosexuelle Sujet in der Massenkultur; er entwarf in der Fotografie ein klassizistisches Bild vom meist mnnlichen Krper, das Eingang in die kommerzielle Fotografie fand. Insbesondere in den USA wurde sein Werk kontrovers diskutiert; bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurden Ausstellungen seiner Fotografien boykottiert, zensiert oder geschlossen. Umstritten waren stets seine radikalen Darstellungen von Nacktheit und sexuellen Handlungen. Insbesondere Sadomaso-Fotos fhrten dazu, dass es bei Ausstellungen Protestkundgebungen gab und Museumsdirektoren angezeigt wurden. In Japan hat das Oberste Gericht erst 2008 festgestellt, dass Mapplethorpes erotische Bilder nicht gegen das Pornografieverbot verstieen und damit einen acht Jahre lang beschlagnahmten Band mit Mapplethorpe-Fotografien freigegeben. Fr den amerikanischen Kritiker Arthur C. Danto schuf Mapplethorpe einige der schockierendsten und gefhrlichsten Bilder der modernen Fotografie oder sogar der Kunstgeschichte.

Die Ausstellung im NRW-Forum umfat in aller Offenheit alle Bereiche Mapplethorpes Schaffen wie Portraits und Selbstportraits, Homosexualitt, Aktfotografien, Blumenaufnahmen und als Quintessenz die fotografischen Aufnahmen von Skulpturen; sie schliet die frhen Polaroids ein. Die Ausstellung ordnet die Fotografien nach Themen wie Selbstportraits einschlielich jener berchtigen Aufnahme, die ihn mit einer in seinen Anus eingefhrten Bullenpeitsche zeigt, und geradezu poetischen Aufnahmen seiner Gefhrtin Patti Smith; den Fotografien schwarzer Mnner und weier Frauen, wie der Bodybuilderin Lisa Lyon; der Gegenberstellung von Penissen und Blumen, die Mapplethorpe in einem Interview selbst provozierte: Ive tried to juxtapose a flower, then a picture of a cock, then a portrait, so that you could see they were the same.; und schlielich jenen Aufnahmen von klassischer Schnheit, die sich an den Skulpturen der Renaissance orientierten, sowie den beeindruckenden Portraits von Kindern und Berhmtheiten seiner Zeit.

Diese Zusammenstellung zeigt Robert Mapplethorpe bei allen offensichtlichen Rckgriffen auf die Schnheitsideale der Renaissance wie auf die fotografische Historie von Wilhelm von Gloeden bis Man Ray als einen Knstler, der in seiner Zeit verankert ist; seine Zeitgenossen sind Andy Warhol und Brice Marden; Polaroids sind in den 1970er Jahren das Medium der Wahl und die Auseinandersetzung mit Krper und Sexualitt ist bei vielen Knstlern etwa Vito Acconci oder Bruce Nauman ein Thema, das zentral fr einen gesellschaftlichen Wandel war. Vor allem aber entwickelt Robert Mapplethorpe einen eigenen fotografischen Stil, der den Idealen von Perfektion und Form huldigt. I look for the perfection of form. I do this in portraits, in photographs of penises, in photographs of flowers.. Die Prsentation auf schneeweien Wnden, in schlichten eigens fr die Ausstellung gefertigten Rahmen trgt dieser Betrachtung Rechnung und fhrt weg von der verschmten Boudoir-Prsentation auf flieder- und lila-farbenen Wnden, wie sie jahrelang die Ausstellungen Mapplethorpes beherrschten.

Die Auswahl von 150 Fotografien umspannt frhe Polaroids von 1973 bis hin zu seinen letzten Selbstprotraits aus dem Jahr 1988, die ihn bereits gezeichnet vom nahen Tod zeigen, und prsentiert viele bekannte, geradezu ikonische Motive aber auch bislang nie oder nur selten gezeigte Arbeiten. Sie schpft aus dem Fundus der New Yorker Robert Mapplethorpe Foundation.

Die Ausstellung wird begleitet von einem neuartigen Mobilphone-Guide: Jeder Besucher kann im NRW-Forum (zum Ortstarif) mit seinem Handy Kommentare zu den Themenrumen und zu einzelnen Werken der Ausstellung abrufen. O-Tne und Zitate schaffen einen virtuellen Raum, in dem sich die Interpretation des Schaffens von Robert Mapplethorpe entfaltet.

Hinweis:
Viele Motive in Mapplethorpes Fotografien sind eindeutig sexueller und homoerotischer Natur und knnen Besucher, insbesondere jugendliche, in ihren Empfindungen verstren.

Robert Mapplethorpe
6. Februar 15. August 2010

NRW-Forum Kultur und Wirtschaft, Ehrenhof 2, 40479 Dsseldorf
www.nrw-forum.de
ffnungszeiten
Di So: 11 20 Uhr
Fr: 11 24 Uhr
Veranstaltungsart:
Veranstaltungstipp
Datum:
06.02.2010, 10:00 Uhr
Dauer: 260 Tage
Ort:
NRW-Forum Dsseldorf
Ehrenhof 2
40479 Dsseldorf
Deutschland
Ansprechpartner:
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Micaela Abel, 26.06.2010 um 23:11 Uhr

darf man da fotografieren?
lg romana



Stefan Junger, 11.09.2010 um 0:42 Uhr

Die Ausstellung ist schon vorbei!


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