
Jeder will sie – möglichst viele konstruktive Anmerkungen unter dem eigenen Foto. Denn jeder hofft, so am meisten zu lernen. Doch funktioniert das überhaupt? Ist der, mit den meisten konstruktiven Kommentaren, auch automatisch irgendwann der beste Fotograf? Ist natürlich nicht so, und das wissen wir auch alle.
Sicherlich kann eine durchdachte und aufs Bild bezogene Kritik fotografisch weiter bringen. Es tut auch gut und streichelt das Ego, wenn sich ein anderer ausführlich mit dem frisch hochgeladenem Bild auseinandersetzt. Trotzdem wird der Wert von erhaltenen Anmerkungen auf der fotocommunity generell eher überschätzt.
Auf unserer Plattform gibt es so viele weitere Möglichkeiten sich fotografisch zu entwickeln, dass wir heute provokant dazu auffordern: “schreibt mehr Bildkritiken, als ständig auf welche zu warten, denn dabei lernt man mindestens genauso viel!” Diese These vertritt übrigens auch Lars Ihring in diesem Blogbeitrag.
Das Schreiben von Bildkritiken als aktiver Vorgang bringt einem mit Sicherheit mehr, als nur das passive Konsumieren. Die ernsthafte Auseinandersetzung mit einem Foto ist anspruchsvoll, zeitintensiv und im Grunde gar nicht mal so einfach. Genau deswegen wünschen sich viele diese Anmerkungen, sind aber nicht bereit, sich selbst einmal die Mühe zu machen.
Deswegen empfehlen wir heute eine Internetseite, die mit einem zwinkernden Auge, aber vor allem mit großer Ernsthaftigkeit, Hilfestellung zu diesem Thema gibt.
Es geht um:”Ah-Bah! das angewandte, holistische Bildbetrachtungs-Anleitungs-Hilfssystem“. Schaut mal rein und gebt uns Feedback, was Ihr von der These “Selber schreiben bringt mehr als nur lesen”, so haltet. Wie hab Ihr auf der fotocommunity gelernt – welche Tipps könnt Ihr so weitergeben?
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Mir ist gerade nochwas zu meinem Kommentar hier eingefallen. Ich habe festgestellt, dass es auch leute gibt, die offensichtlich überhaupt weder die Anmerkungen, noch direkte Bitten um Hilfe lesen, geschweige denn beantworten.
Ich nenne hier keine Namen.
ein user hatte sich für ein bild von mir interessiert und ich habe ihm, natürlich gern, entsprechende Hinweise gegeben. Daraufhin schaute ich mir sein profil und seine fotos an. dabei fand ich interessante gegenüberstellungen von alten und neuen Fotos seiner Heeimatstadt. Da ich so etwas auch über meinen Heimatort machen würde, wollte ich von ihm wissen, wie er diese jeweils zwei Fotos hier zusammengebracht hat.
auf diese Frage bekam ich überhaupt keine Antwort. Er bedankte sich nur bei einerm gewissen “Waldemar” für seine Information.
Ich finde eigentlich, dass immerhin soviel Zeit sein sollte, den jeweiligen User zumindest mit seinem richtigen Namen anzureden.
das zeugt auch von gegenseitiger Achtung!
Schreibst Du mir ne Anmerkung, schreib ich Dir ne Anmerkung (oder auch nicht!)
Ich habe den Eindruck, dass manche die Qualität eines Bildes an der Anzahl der Anmerkungen “festmachen”.
Wobei man aber auch über die Qualität mancher Anmerkung ins Grübeln kommen kann.
Mir sind jedenfalls zwei oder drei qualifizierte Anmerkungen, die gern auch kritisch sein dürfen und sogar sollen, lieber als hundert Blablas.
Ich bin ja hier um von Anderen zu lernen und um andere Bilder und Sichtweisen kennenzulernen. Und ich kann sagen, die Mitgliedschaft in der Fc hat mir einige sehr gute Freunde (dinnen) und auch neue Erfahrungen gebracht.
Andererseits tummeln sich hier auch Leute, denen es wohl nur darum geht, Fotogott zu spielen. Wenn man dann auf ihr Profil klickt findet man- NICHTS!
Auch gut, weiß man wenigstens, was man davon zu halten hat.
Trotz aller gut gemeinter technischer Tipps finde ich immer noch ein, aus dem Bauch entstandenes, emotionaler als ein technisch perfektes, aber irgendwie seelenloses Bild.
Sachliche Bildkritiken zu erhalten,war mein Hauptgrund; FC- ler zu werden.
In meinem Bekanntenkreis bin ich wohl der “ernsthafteste” Fotograf und ernte deshalb meistens Lob für meine Bilder. Um nun nicht in lähmende Selbstzufriedenheit zu verfallen, wollte ich einfach mal meine Bilder Leuten zeigen, die mich nicht kennen, also auch keine “Rücksicht” zu nehmen brauchen.
Ich freue mich, hier solche Leute gefunden zu haben.
Entschuldigen muß ich mich aber, dass ich mich derzeit hier etwas rar mache. Die liebe Zeit! Aber ich gelobe Besserung.
die fc ist halt eine anmerkungstauschbörse :-)
“mich” statt “mir” und ein “will” weglassen … ;-)
Konkrete Antwort auf die Behauptung, “selber schreiben bringt mehr als nur lesen”: Nein, wenn es um die Entwicklung eigener fotografischer Kenntnisse und Ergebnisse geht!
Mir haben konkrete Hinweise anderer auf meine ersten “Gehversuche” mehr gebracht, als dass ich mir in einer Bildkritik anderer Fotos bemüht hätte.
Wer aber nicht nur bessere Fotos im Sinne ihrer bildtechnischen Ausfertigung bringen will, sondern auch einen gewissen künstlerischen Aspekt erfüllen will, der braucht etwas ganz anderes: Fantasie, Geschick und vor allem ein gutes Auge.
Eine gute Bewertung zu schreiben ist für viele hier genause schwer, wie perfekte Bilder zu machen. ich denke 80% der User sind Hobbyfotografien, welchen dann auch wiederum genauso bewerten.
bei der Flut von Fotos hier, sind nur einige wenige dabei, zu welchen man sich die Zeit nehmen möchte, diese Intensiv zu bewerten.
Eine vielleicht nicht schlechte Art der Bewertung wäre, ähnlich der bei den Projekten. Die Bewertung von 1 bis 10 (gut oder schlecht) und dabei kann aber zusätzlich noch jeder User ein schriftliches Kommentar abgeben. Das Ergebnis der Skala kann aber wiederum nur der Einstellende sehen.
PS: Meine Bilder sind auch nicht gerade super gut, daher tue ich mich mit negativen Bewertungen zum Teil sehr schwer.
So nach dem Motto: Meckere nicht an anderen Sachen, die du kannst nicht besser machen!
LG Britta
Das Problem einer konstruktiv, kritischen Anmerkung ist, es muss zuerst ein Bewertungsmaßstab da sein. Will sagen, der Fotograf muss sich zuerst mal die Mühe machen, zu schreiben, was er mit seinem Bild zeigen/sagen will. Das tun die wenigsten, mich eingeschlossen. Also muss sich der “Bewertende” selbst einen Reim darauf machen.
Zum Zweiten, muss der “Bewertende” in der Lage sein, ein Bild bewerten zu können. Gute Bildgestaltung hat wenig mit Bauchgefühl zu tun. Die meisten fotografieren/bewerten aber nach Bauchgefühl. Will sagen, eine Motiv muss mir nicht gefallen, dennoch kann es ein gutes Bild sein. Das zu unterscheiden fällt Vielen hier auch nicht leicht.
kritik muss man sich verdienen
i.ü. finde ich es schon ein wenig anmaßend jemandem seine kritik ins ohr oder unter ein foto zu drücken ohne dass dieser danach gefragt hat
Die aktive Auseinandersetzung mit “fremden” Bildern ist in jedem Falle sehr lehrreich. Das gilt für sehr gute Fotos wie vor allem auch für technisch/gestalterisch nicht ganz einwandfreie Fotos.
Dennoch fallen mir selbst beim Schreiben von Kommentaren immer wieder einige Dinge auf:
- Ein fremdes Foto zu kritisieren setzt ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein voraus. Natürlich ist auch ein Mindestmaß an Verständnis von der Materie von Nöten. Dass Kritik dann nicht selbstgefällig scheint oder selbst wiederum Gegenstand von Kritik wird ist nicht immer einfach.
- Es kostet einfach viel Zeit, sich ernsthaft mit einem Foto auseinander zu setzen. Bei der Fülle an Bildern nicht immer ganz einfach, sich nur auf eine Handvoll pro Sitzung zu konzentrieren. Man will es ja irgendwie auch “allen recht” machen. Das ist schlicht nicht möglich – Ergebnis ist, dass man es gern allen unrecht macht, indem die Kommentare nichtssagend/austauschbar werden.
- Negative Kritik kommt – entgegen vieler Äußerungen – oft gar nicht gut an. Und Kritik sollte weitestgehend so offen und ehrlich sein, wie sie in den “Haifischbecken” ist. Damit umzugehen (auch wenn man sie selbst bekommt) bedarf es eben auch Selbstbewusstsein und Kritikfähigkeit. Positive Kritik wirkt gern anbiedernd.
Und Schlussendlich bringen mich natürlich ehrliche Kritiken unter meinen Fotos weiter – Ah!-Bah! – und so ehrlich will ich sein – manchmal sind auch die Ein-Wort-Kommentare ganz schön, weil es einem vermittelt, dass jemand sich dieses Foto angesehen und irgendwie wahrgenommen hat. Ein schönes Gefühl nach Arbeit und Herzblut die in einem Foto stecken.
Vielleicht kommt man aber hier auch mit einer Bewertungsfunktion weiter…mit denen kann man gefallen an einem Foto äußern ohne gleich eine Abhandlung über ein Foto schreiben zu müssen.
LG
p|p
habe mit viel freude die seiten von bufo gelesen, sowohl was das kommentieren wie auch die tips zur gestaltung etc.
bei manchem fühlte ich mich ertappt und bei anderem auch wieder bestätigt.
da ich noch nicht so lang dabei bin und noch in der *lernphase* stecke, freue ich mich immer ganz besonders, wenn mal jemand sagt: das is gut, im ansatz ABER das kannst du besser machen, nämlich sooooo….
leider ist das bisher nur einmal passiert und diejenige hatte absolut recht. danke nochmal an dieser stelle.
in zukunft werde ich auch versuchen in meinen anmerkungen konstruktiver zusein, ob es ankommt oder meine sichtweise eine falsche ist, wird sich zeigen.
danke für den link, der jetzt zu meinen favoriten zählt!
bei allem feedback bisher nur eine stimme, die ueberhaupt verstanden hat, worum es bei der eroeffnungsthese geht.
alle anderen machen sofort ein “wie du mir, so ich dir draus”. die galerie-erziehung greift. hut ab.
Ah-Bah…?
das hört sich ja an wie Pfui Bäh :-)))))
Naja, olle Kamelle irgendwie.
Schreib ich Dir und Luller Dich voll, schreibst Du mir und lullerst zurück. Freust Dich ja und willst nicht undankbar sein. Dabei wird der Dank kaum erwartet.
Schreib ich Dir und mäkel rum, schreibst mir mit großer wahrscheinlichkeit nicht, wenn doch dann vielleicht gelullert, oder fragend, dankend oder ganz anders.
Schreib ich Dir nicht, schreibst Du mir eventuell und lullerst, damit ich Dir auch schreibe.
Schreibst Du mir, und ich schreib eventuell zurück wenn mir danach ist, bin ich ein versnobtes undankbares Wesen
Schreibst Du mir und ich schreibe Dir nicht, haste mir zumindest “einmal” geschrieben. Ist doch auch was.
Knallst Du mir ein berühmtes Copy-Paste unters Bild, schreib ich Dir ned. Wozu? Oder wäre ein C&P “Danke” ne Alternative?
Von daher, schreiben ist schön und gut, nicht schreiben und gucken auch. Muss ja keine Wissenschaft sein. Hier mal mäkel da mal loben, fertig
Was zurück kommt ist pups ;-)
Ist ne Fotocommunity, bring Dich ein wie Du willst oder lass es. Mecker “dezent” rum, Lobhudel bis es in die Gummistiefel läuft, ganz wie Du magst.
Erwarte nichts und Du hast Spaß.
Sammelst Anregungen, lernst vielleicht, findest etwas was Dir gefällt oder auch ned. Ist doch oki, jeder sieht ein Bild anders.
Es bleibt eine seltsame Angelegenheit – wenn ich Bilder einstelle, die weniger gut gelungen sind, so erhalte ich viele Anmerkungen, QMs, FMs über die Fehler, die ich in den Augen anderer User begangen habe. Habe ich dann mal ein Bild eingestellt, welches mir viel bedeutet, weil es nicht nur von der Technik her stimmt, sondern auch noch auszudrücken vermag, was ich empfand, als es entstanden ist, so bleiben die Kommentare oft aus oder ich bekomme AM der User, von denen ich weiss, dass sie es ehrlich meinen mit einem jeden von meinen Bildern.
So sind häufig die Menschen unterwegs, die gerne negativ kritisieren, sich aber bedeckt halten, wenn sie einmal positive Äusserungen machen könnten.
Hm … schon seltsam das.
Ich schaue mir viele Bilder an und schreibe dann, was ich denke. Das kann positiv oder negativ sein, ich finde es schade, wenn Menschen versuchen sich auszudrücken und immer wieder nur einen auf den Deckel bekommen. Das ist keine Motivation.
Wie heisst es so schön. Kritik gerne. – wenn sie konstruktiv ist.
In diesem Sinne
fröhliches Schaffen,
Britta.
gefällt mir, diese site ;-). falls sich jemand noch näher mit bildanalyse auseinander setzen will, kann ich auch dies weiterempfehlen: http://www.4augen-modell.com/
Es ist absolut richtig das das bewerten “fremder” Photos einem deutlich mehr bringt als von anderen mit Lob überschüttet zuu werden. Ersuanlich ist, das aber viele User überrascht ist, wenn man nicht in den chor der “Lobhudler” einstimmt, sondern konstruktive Kritik bringt. Damit rechenn die gar nicht und viele könenn auch nichts damit anfangen, reagieren sogar.sauer.
Bei vielen Bildern ist aber eine konstruktive Kritik gar nicht nmöglich, weil der Photograph keinen Anspruch erhebt auf handwerklich saubere Arbeit oder konsensfähig-gut gemachte Photos, sei es jetzt wenigstens in Richtung Komposition, Bildaussage o.ä. usw. Die betrachten sich als “Photokünstler” außerhalb des mainstreams oder so ähnlich und entziehen sich damit jeglicher Bewertungsmöglichkeit. Man kann dann höchstens noch angeben ob und was man beim Betrachten des Bildes fühlt. ich fühl da aber in der Regel nix außer Frust, das es letztlich egal zu sein scheint was man Photographiert und ob man dasg ut macht, so nach dem motto: Häng deinem Hund eine Kamera um den Hals mit Intervall-Selbstauslöser und wenn er vom Gassigehen zurückkommt hast den Chip voll Kunst.
Uiiiiiiiiii,
da habt Ihr ja * ein Faß * aufgemacht – da werden sicher hier einige sehr interessante und evtl. auch sehr negative Anmerkungen aus div. Erfahrungen kommen…
Ich bin schon lange in der (FC), es ist hinreichend bekannt das es sich u.a. hier herauskristalisiert hat
* schreibst du mir/ Schreib ich dir…* !
Und eins muss auch klar sein, schreibe ICH einen Komentar unter einen anderes Foto, kann ich noch lange NICHT erwarten das dieser auch einen Komentar unter meinen Foto schreibt !!
Ist ja alles eine Persönlichkeitssache…
Also wie sagt man in BAYERN so schön, Leben & Leben lassen…
Gruss
nun ja………..ich mache schon immer Kommentare, wenn ich denke, dass es angebracht ist. Bin allerdings manchmal schon erstaunt, wie wenig zurück kommt. Obwohl………….wieso, ich kann zeigen, was ich mache und anderen sei die Freiheit gegönnt, es zu bewerten, kommentieren oder auch nicht!
Herrlich…der Kurt-Artikel
lg
jetzt funktioniert er :-)
Die Webseite kann nicht angezeigt werden.
sehe ich, wenn ich auf den Link gehe :-)