Fotowettbewerb: Wetterfotografie
Die Siegerbilder

Titelfoto: „Königliche Krone“ – Fotografin: magdafee

Unser vergangener Partner-Fotowettbewerb im März/April stand ganz im Zeichen des Wetters. Über 400 phantastische Aufnahmen erreichten uns mit vielen verschiedenen Wetterphänomenen. Mit dabei waren Blitz und Donner, tolle Regenbögen, spektakuläre Wolkenformationen und wir hatten den Eindruck, es konnte nicht stürmisch genug sein.

Die Jury des Wettbewerbs, bestehend aus Experten in Sachen Wetter, hatte es nicht einfach. Aber Bastian Werner, der mit seinem Team den Gewittern in Deutschland nachjagt, Dennis Oswald – einer der Pioniere deutscher Sturmjäger und Lars Prignitz – der Bildbearbeiter unter den Wetterfotografen – boten als Jury geballte Kompetenz in Sachen Wetterfotografie.

Diese Drei haben die Top 100 des Uservotings genauer unter die Lupe genommen und ihre Favoriten gekürt. Die ersten drei Preisträger können sich nun über tolle Preise wie eine Stormchasing Tour mit Bastian Werner, das „Fotografieren mit Wind und Wetter“ Lehrbuch zur Wetterfotografie oder den Bildband „Wolkenjäger“ – eine Reise durch das Wetter in Deutschland freuen.

Wir gratulieren allen Gewinnern und wünschen allen Betrachtern der tollen Wetterfotos viel Inspiration für die nächste Fototour!

Hier zeigen wir nun die Siegerbilder. Viel Spaß beim Anschauen!

1. Platz

Königliche Krone – Fotograf:magdafee

Feedback der Jury:
Wir vermuten, dass dem Fotografen in dieser Aufnahme überhaupt nicht klar war, was er neben dem Abendrot dort eigentlich seltenes fotografiert hat. Zu sehen ist eine sogenannte „Hole punsh cloud“, zu Deutsch: „Lochschlagende Wolke“. Dieses sehr seltene Phänomen ist noch nicht erklärt. Zu beobachten häufig in Schichtwolken des mittleren Wolkenstockwerks, „Altostratus“. Dabei entsteht innerhalb dieser Wolkenschicht ein rundliches Loch, in welchem sich die Wolken auflösen und das Wasser als feine Eiskristalle in Richtung Boden fällt. Dort kommt es natürlich nie an. Wenn man schaut kann man diese feinen Schleier im Wolkenloch erkennen.
Das Foto an sich ist sehr ausgewogen fotografiert, die Farben wirken natürlich und nicht unnötig übersättigt, wie man es bei vielen Aufnahmen mit Abendrot gewöhnt ist. Die Gebäude im Vordergrund stehen in Ihrem blauen Farbton dem roten Himmel als wunderbarer Farbkontrast entgegen und erzeugen eine schöne Spannung im Foto. Auch ist das Motiv im Vordergrund sehr gleichmäßig und lenkt durch seine geringere Helligkeit nicht vom eigentlichen Schauspiel im Himmel ab. Diese gute Komposition kombiniert mit dem außergewöhnlichen Wetterphänomen schufen für uns das Siegerfoto.

2. Platz

Alpenglow + Rainbow – Fotograf: Martin Wasilewski

Feedback der Jury:
Der Regenbogen an sich ist nicht wirklich stark ausgeprägt, da wie man unschwer sehen kann, zu diesem Zeitpunkt nicht viel Regen gefallen ist. Der dunkle Himmel dahinter bietet jedoch einen guten Kontrast und so wird auch der dunkle Regenbogen im Bild herausgearbeitet. Besonders interessant ist an diesem Foto jedoch, dass das Gebirge nur noch an den Spitzen angeleuchtet wird, es gab deshalb kaum Platz, dass sich überhaupt dieses Phänomen zeigen konnte. Nicht viel hätte gefehlt, dann wäre auch der Himmel dunkel.
Der Bildaufbau ist vollkommen, der Regenbogen passt sich in seiner Breite perfekt dem Gebirge an. Die Farben sind sehr ausgeglichen, der grüne Vordergrund dezent gehalten, damit dieser Farbton nicht von den Farben im Himmel und am Berg ablenkt. Einzig die hölzerne Hütte im Vordergrund ist etwas zu dominant und nimmt dem Regenbogen und dem Gebirge fast die Rolle als Hauptmotiv. Hier hätte man sich etwas weiter entfernt platzieren können.

3. Platz

powered sight – Fotograf: Christoph Schaarschmidt

Feedback der Jury:
Dieses Foto hätte das Siegerfoto sein können. Man sieht einen perfekten Bildaufbau und ein wunderbares Wetterphänomen von Blitzeinschlägen direkt in den Ayers Rock. Jedoch fehlte uns bei dieser Aufnahme etwas die Farbe. Hier hätte man in der RAW-Bearbeitung noch etwas Hand anlegen können. Aus Erfahrung wissen wir, dass solche Aufnahmen während der Dämmerung sehr Kontrastreich und Farbintensiv sind, gerade wenn Blitze im Spiel sind. In diesen Situationen reicht es nicht aus das Foto „out oft he Cam“ zu nehmen. Wir hätten uns deshalb gewünscht, wenn gerade am Himmel und am Stein selbst die Kontraste und Sättigung etwas stärker gewesen wären. Ansonsten gibt es an dieser Aufnahme von Motiv und Timing nichts zu beanstanden, ich glaube wir Drei würden diese Aufnahme sehr gerne im Portfolio haben.

Die weiteren Plätze