Vom klassischen Akt zum ordinären Nacktfoto

fotocommunity-Mitglied Klaus Ender, 1939 in Berlin geboren, gehört zur ersten Riege der DDR-Aktfotografen. Ender veröffentlichte und illustrierte zahlreiche Bücher, seine Fotos wurden in namhaften Magazinen abgedruckt, das DDR-Fernsehen berichtete in insgesamt drei Filmen über ihn. Seine legendäre Ausstellung “Akt und Landschaft” sahen 100.000 Besucher. Ender wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem interenationalen Ehrentitel ARTISTE FIAP, der ihm im Jahr 1979 vom Weltverband für Kunstfotografie verliehen wurde.

Heute im Blog: Klaus Ender äußert seine Meinung zum Unterschied von Aktfoto zu Nacktfoto – und freut sich auf eine rege Diskussion mit Euch!

Die Frage, ob der klassische Akt in der Fotografie kreiert wurde, um den unbekleideten Körper gesellschaftsfähig zu machen oder den Ästheten zu beglücken, das könnten wohl nur seine längst verstorbenen Schöpfer beantworten. Fakt ist, dass diese Studien dem Fotografen fachliches Können und großes Einfühlungsvermögen abverlangten. “Wenig” war hier mehr – und das Endprodukt barg wenig Raum für sexuelle Animation.

Nachteile des klassischen Aktes
Der klassische Akt hatte aber den Nachteil, in seiner Vielfalt sehr begrenzt zu sein, so dass die aufkommende künstlerische Aktfotografie ihre Studien erweiterte und auch denen Zugang verschaffte, die kein Studio hatten. Die Landschaft wurde zum bevorzugten Background und der unbekleidete Mensch wurde in das Metier integriert, aus dem er ursprünglich kam.

vorsichtige Gehversuche in der Aktfotografie
Diesen Hintergrund fand ich vor, als ich 1963 auf der Insel Rügen als Amateur mein erstes Aktmodell fotografierte. Unvorbereitet glaubte ich, dieses neue Metier zu beherrschen, weil ich bis zum Überdruss Bikini-Mädchen und Modeaufnahmen gemacht hatte. Nach einer Handvoll Bilder beendete ich diese Aktion, weil alle Ideen zur Aktgestaltung verraucht waren. Vor mir stand eine 18-jährige, splitternackte Studentin von vollendeter Schönheit – und ich, der zu diesem Zeitpunkt nur ein Mädchen so intim gesehen hatte, war von dieser reizvollen und sinnlichen Erscheinung so irritiert und beeindruckt, dass ich mein Vorhaben mangels Ideen aufgeben musste.

Enttäuschungen
Ich war von mir zutiefst enttäuscht und suchte nach Gründen und Auswegen, um zu einem Ergebnis zu kommen, das durch meine Unerfahrenheit nicht beeinflusst werden konnte. Ich nahm mir für das kommende Jahr vor, das Genre Akt genau so sachlich zu sehen, wie meine geliebte Landschaftsfotografie, in die ich meine Aktmodelle künftig nur einfügen wollte.

Im Sommer 64´
Der Sommer (1964) kam, ich traf auf die ersten Mädchen am FKK-Strand und besprach meine Ideen, die ich mit ihnen umsetzen wollte. Sie posierten für mich und ich war plötzlich in meinem Element. Ich sah das Modell als Materie, die geformt werden sollte und durch meine Regieanweisungen die vorteilhafteste Haltung einnehmen musste. Ich widmete dem Modell, dem Hintergrund, der Lichtführung und den natürlichen Accessoires meine ganze Aufmerksamkeit, gab der Handlung einen Sinn und der Ästhetik viel Raum.

Ich ließ Schattierungen auf Körper-Details fallen, die ich unattraktiv oder als zu aufreizend empfand, ich ließ Haare wehen, Sand aufstieben oder im Wasserschwall und Gegenlicht Modell und Natur zur Einheit werden. Ich machte das, was mein eigentliches Anliegen war – ich fotografierte im Sinne der künstlerischen Aktfotografie, ohne dem Nackten große Aufmerksamkeit zu schenken.

Erste Erfolge
Erst als im Entwicklungsbad die Konturen Gestalt annahmen, machte ich (fast) erstaunt die Feststellung: „Das Mädchen ist ja nackt!“ Ich hatte bewusst das Richtige getan – und zwei Jahre später gehörte ich zu den meistpublizierten Aktfotografen der DDR.

Das mag für manchen Westdeutschen kein Maßstab sein, aber meine Bilder hingen genau so in Kanada, Jugoslawien, Finnland und in der BRD. Und als mich der Fotokinoverlag Leipzig bat, ein kleines Handbuch zu verfassen, das vom Kennlernen des Modells über die Gestaltung bis hin zu Rechtsfragen alles beinhaltet, sagte ich zu. Es erschien 1970 unter dem Titel “Mein Modell”, erreichte in 5 Auflagen 96.000 Fotoamateure der DDR und wurde vom Bücherdienst Lohme auch in der BRD vertrieben.

Wege aus der Sackgasse der Aktfotografie?

Auf Grund meiner 50-jährigen Erfahrungen möchte ich hier einen „notwendigen und überfälligen“ Versuch wagen, einen Beitrag zu leisten, die künstlerische Aktfotografie aus einer Sicht zu sehen, die aus der Sackgasse heraus führt, in der sich die heutige Aktfoto­grafie (überwiegend) befindet. In den Communitys produzieren z.B. etwa 80 % Knipser jene Aktbilder, die in Wirklichkeit Nacktbilder sind. Von der banalen Lomografie über die Digitalfotografie wurden Knipsende animiert, sich auch mal auf diesem Gebiet zu versuchen. (Motto: Jeder kann mit der richtigen Kamera alles!)

Ohne Grundkenntnisse der Fotografie, ohne Wissen um die Ästhetik und ohne die Würde des Menschen zu beachten, wird ein (einst) von Könnern gepflegtes Genre zur Animierware, die mehr und mehr das eigentliche Anliegen des künstlerischen Aktbildes verdrängt.

Hauptsache das Modell ist nackt, es zeigt alle Geschlechtsmerkmale – und man zeigt, dass man „ dazu“ gehört und sich in der Öffentlichkeit produzieren kann. Mit provokanten Haltungen, sexistischen Details, hässlichsten Hintergründen, Schmutz und Farbe, rasierten, gepiercten und mit Tattoos verzierten Mädchen versucht man „modern“ und „cool“ zu sein. Und das gleichermaßen ungeschulte Publikum spendet Applaus!

Ich übersehe nicht, dass es unter den Fotoamateuren 20 % Könner und Talentierte gibt, aber sie sind nicht dominant, sondern nur Lichtblicke in einem dunklen Tunnel. Die Gesellschaft nimmt alles, was nackt präsentiert wird, unter dem Motto: “Der Mensch lässt sich zwar schwer leiten – aber leicht verleiten” hin und der Verbraucher konsumiert auch das, was frauenfeindlich und bloßstellend ist.

Mein Aphorismus: “Wer nackt Würde zeigt – gibt sich keine Blöße” hat seine Berechtigung fast verloren, weil die Unsitte der Intimrasur (die eigentlich nur zwei Partner etwas angeht), “Mode” wurde. Der intimste Bereich des Menschen wird unkritisch präsentiert und der Allgemeinheit feilgeboten.Die Begründung, dass die Intimrasur viel hygienischer ist, lässt mich laut rufen: „Jedem seine Glatze – denn die Kopflaus ist viel verbreiterter als die Filzlaus!”

Keine Frage von West oder Ost
Dass meine Auffassung keine Frage von Ost und West, von modern oder unmodern ist, zeigt das Interesse der Besucher an den Bildern , der (nun 37-jährigen) Präsentation meiner Ausstellung “AKT & LANDSCHAFT” und den positiven Einträgen im Gästebuch.
Meine Bitte an alle Fotografierenden, die sich bisher nicht mit Ästhetik und Ethik beschäf­tigten: die Würde der Mädchen zu wahren, sich weiterzubilden, strengere Maßstäbe an sich und die Betrachter zu stellen, damit die künstlerische Aktfotografie wieder an Ansehen gewinnt.

Die künstlerische Aktfotografie sollte nur dann zum Thema werden, wenn man alle anderen fotografischen Sujets beherrscht, damit das Aktbild die „Königsklasse bleibt!“
Der Aktfotograf Tom Rider fiel mir durch seine sehr schönen Modelle und faszinierende Hintergrundgestaltung auf.
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Dass sich Tom Rider “nur” dem Modell widmen kann, zeigt er hier. Der Körper ist sehr schön herausmodelliert, die intime Zone ist in leichten Schatten getaucht und obwohl die frontale Sicht nichts verbirgt, gibt sich das Modell keine Blöße. Es ist ein “Lichtbild”, dass das Können des Fotografen zeigt.

Auch dieser Doppelakt des Fotografen Manfred-Dieter Kretschmer ist mit großer Sensibilität aufgenommen:
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Dem Bild fehlt jede Art von Aufdringlichkeit oder Peinlichkeit. Der Blick der Frau ist selbstbewusst auf den Fotografen gerichtet und zeugt von Vertrauen zu ihm,der Handlung und dem Partner. Technisch besticht das Bild durch eine klug geführte Schärfe – Unschärfe und gewinnt durch den leichten Farbton, der die Haut der Akteure sympathisch macht. Für mich ist es ein Vorbild zum Thema ” Paare in der künstlerischen Aktfotografie”.
Klaus Ender: “Akt an der Victoria-Sicht”

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Dieser winzige (2 qm-Balkon), der schon Millionen Besucher sah, war in der Morgenstunde in seiner Einsamkeit und Klarheit, das ideale Umfeld für ein Bild, zum Thema “Akt & Landschaft.” Die klaren Umrisse des Modells, das filigrane Gitter und das 120 Meter tiefer liegende Meer ergänzten sich in ihrer Erhabenheit. Ein goldfarbener Aufhellschirm milderte die Schatten des Gegenlichtes und brachte die Bräunung des Modells zur Geltung. Ich wählte den Rückenakt, um den harmonischen Gleichklang dieses Motives zu erhalten. Tattoos o.a. Accessoires hätten mich gestört. Die Schuhe waren für mich schon ein großer Kompromiß, weil 99 % meiner Bilder “naturgemäss” sind.

Der Einfluss von Werbung und Medien
Dass heutzutage von Werbung und Medien suggeriert wird, dass durch den Kauf einer Kamera jeder zum Profi wird, entstand eine ungeheure Fehleinschätzung des „Könnens“ und das schlug sich besonders in der Aktfotografie nieder. „Nacktsein“ war früher ein intimes – und in der Öffentlichkeit kaum angesprochenes Thema. Jeder „angebliche“ Verstoß gegen die seinerzeitige Moral wurde daher ein Skandal. So z.B. die harmlose Szene mit Hildegard Knef, die (Nacktheit andeutend) im Film „Die Sünderin“ als Modell fungierte.

Skandale gestern und heute
Was in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts für einen Skandal sorgte, würde heute gar nicht mehr wahrgenommen werden, geschweige denn zur Verurteilung reichen. Was damals dumpfe Moral war, kippte Ende desselben Jahrhunderts um – und mündete in einer „Freiheit“, die dieses Wort (eigentlich) nicht verdient. Sie wird auf den Begriff „Sexuelle Freiheit“ reduziert und von Voyeuren aller Art ausgebeutet. Sex ist „in“, es ist das große Geschäft – und wie stets erfasst der Zeitgeist auch die zahlende Masse.

Es gibt keinerlei Tabus, keinerlei Peinlichkeit und das Wort „geil“, das sich in den 50er Jahren niemand auszusprechen gewagt hätte, ist heute die Vokabel von 4-jährigen und natürlich einer gewissenlosen Werbung. „Geiz ist geil!“ Und niemand fragt danach, dass dieses Wort für „sexuelle Begierde“ und „ungezügelte Triebhaftigkeit“ steht.

Und somit ist natürlich ein Aktmodell die Verkörperung des Wortes: „einfach geil!“
So sehen es die meisten „Knipser“ und applaudierenden Zuschauer! Und die 2 Generationen „vor – und nach dem Mauerfall – kennen gar nichts anderes mehr und finden nahezu alles geil…“

Klaus Ender (AFIAP)
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Foto: Klaus Ender von BIG Andre Groß

61 thoughts on “Vom klassischen Akt zum ordinären Nacktfoto


  1. Aktausstellung in Rostock

    Ende Oktober letzten Jahres entfachte fotocommunity-Mitglied und Aktfotograf Klaus Ender, in diesem Blogartikel eine kontroverse Diskussion zum Thema “Unterschiede vom Aktfoto zum Nacktfoto”. Wer sich einmal seine Fotografien in einer Ausstellung anse…

  2. Vielen Dank, Herr Ender, für dieses Potpourri der Durchschnittlichkeit und den erneuten Hinweis auf Vergangenes…
    Bestätigt genau, was ich bereits schrieb. :-)
    Besuchen Sie uns doch mal zu einem Workshop. ;-)
    Grüße
    Thomas Stelzmann

  3. Meine Güte…. Herr Ender, ich habe noch nie jemanden erlebt, der sich ausschließlich über seine Vergangenheit definiert.
    Was leisten Sie HEUTE?
    Mit was möchten Sie uns HEUTE fotografisch beeindrucken?
    Sie sollten wirklich dringend über den Unterschied zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung und dessen Bedeutung nachdenken.
    Wenn ich Ihre Arbeiten mal im Vergleich sehe zu Arbeiten, die man hier im Youthsektor findet, stelle ich mir die Frage: Wer bitte ist Klaus Ender….?
    Oder sollte ich fragen: Wer WAR Klaus Ender?
    Ihre Affinität zur (natürlich eigenen) Vergangenheit und dem Herumreiten auf längst Gewesenen unter zweifelhaften Maßstäben würde Sie wahrscheinlich letzteres bevorzugen lassen, da Sie in der realen Welt nichts zustandebringen, was irgendeine Erwähnung in Richtung “besonders gut”, “besonders erwähnenswert” wert wäre.
    Kommen Sie bitte endlich in der Gegenwart an und hören Sie auf, uns ständig alte Konserven zu präsentieren und sich darüber zu wundern, dass wir das nicht essen wollen, weil es abgestanden ist.
    Bereiten Sie mal Frisches mit Niveau zu, und dann diskutieren wir erneut über Klaus Ender, und was er HEUTE kann und leistet.
    Grüße
    Thomas Stelzmann

  4. Da sind wir alle dem Ender auf den Leim gegangen. Dämlich von uns. Wir hätten ihn ignorieren sollen. So haben wir ihm eine Bedeutung gegeben, die er schlicht nicht verdient.
    Nächstes Mal schlauer!
    VG
    Reinhard

  5. Der Text von MOMENT IN LIFES hat heute die NEUE SACHLICHKEIT eingeläutet. Verbale Entgleisungen, Verdrehungen, Unverständnis und Hasstiraden kommen als Anmerkung auf meine GLOSSE! Mein publizistischer Erfolg scheint ihm den Verstand zu rauben, – er sucht im Internet zeitraubend nach Links, um mir irgendetwas anzuhängen. Selbst WIKIPEDIA muss dafür herhalten, obwohl ich nicht mal weiß, wer ihn schrieb. Ist mir auch egal, da 95 % des Textes stimmen. Dann zweifelt er meinen Erfolg in punkto Büchern an und deklariert, wie unwichtig ich bin! Hier die Fakten:
    http://www.klaus-ender.de/bibliographie.html
    Und jetzt kann ich ihm eine schrecklich angeberische Information nicht ersparen: Der VERLAG HERDER (Freiburg/Basel/Wien) sandte mir gestern die Daten meiner veröffentlichten Bücher. Es sind erschienen und verkauft: 150 Buchtitel mit der Auflagenhöhe von 1 1/2 MILLIONEN Büchern in deutscher Sprache. Ich hoffe, der Herr des Hauses von MOMENTS IN LIFE sitzt stabil und wird vor Mißgunst und Neid nicht grün im Gesicht.
    Zu seinen Vorwürfen – meine Antwort:
    Ich lasse grundsätzlich alle Meinungen zu, mache sie aber deshalb nicht zu meiner eigenen!
    Und wer mich nicht verstehen will, der lässt es! Als Juror zahlreicher Ausstellungen und Salons sage ich zu solchen Bildern, dass sie kein Stil sind – sondern STILBRUCH – http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1010401/display/25351004
    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1010401/display/22107844
    Diese TECHNIK bekommt man in jedem SW-Labor als AUSSCHUSS hin. Sein Satz: Diese zerebralphimotischen Flatulenzen braucht keiner, ist allerdings auf ihn anwendbar!
    Hochtrabende Worte, die unsinnig sind und wieder seine ungeheure Bescheidenheit ausdrücken.
    MOMENTS IN LIFE war es, der diesen aggressiven Ton rein brachte -. und weiterhin bringt. Er hätte meine Thesen angreifen können, aber er greift vor allem mich an. Zum letzten Satz von ihm, dass er von mir als “Genossen” spricht, weckt schlimme Erinnerungen. Ich war keiner, bin keiner – und werde keiner sein! Und dass ich ein “Anpasser” bin, weil ich Schamhaar schätze, ist so dumm, dass ich mir eine Antwort erspare. BITTE hier nochmals nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Ender
    Sein Fazit sooo zu ziehen, – heißt für mich, er kann wahrscheinlich lesen – aber er versteht den Sinn nicht. Damit schließe ich (für mich) diesen Blog und sage im Sinne Konrad Adenauers: Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, wir haben aber nicht alle den gleichen Horizont!
    Klaus Ender (AFIAP)
    P.S: Hier einige Bilder, die für mich stehen: http://www.klaus-ender.de/publikat/poster/nebel/mein_freund_der_nebel_idx1.html

  6. Habe grad mal überflogen, was der Ender so “reagiert”
    Mit seinem letzten Kommentar disqualifiziert sich Ender für mich final.
    ? SO EINER greift (uns) Kritiker geifernd persönlich an?
    Selbst, wenn er durchweg tolle Bilder machen w ü r d e:
    Diese zerebralphimotischen Flatulenzen braucht keiner.
    Er ist
    - unsachlich (was hat seine Minder-Meinung zu “Akt” mit der fotografischen Leistung Anderer zu tun?) Auf meine Sach-Kritik reagiert er mit “früher haben sie noch in die Windeln gemacht”
    - beleidigend: er fragt mich “ist E_D_O_L nicht ein Mundwasser”
    - selbstherrlich & geltungssüchtig: sich selbst mit so vielen Erfolgen und Auszeichnungen selbst feiert. Immer wieder seine Selbst-Beweihräucherung sind für mich Laxantien. Er denkt: Wer älter ist, hat Recht! Falsch gedacht!
    - Armes Würstchen: Wenn so jemand so viele Bücher gemacht haben will – wie denn? Mit solchen Bildern, die er hier in der FC eingestellt hat?
    - Intolerant & Ignorant: Ender lässt keine – noch so dezidiert begründete Meinung – gelten und gießt Geifer und Überheblichkeit über wohlbegründete Kritik. Beschäftigt sich argumentativ 0,0 damit
    - Inhaber von “So was von 0,0 Ahnung” von Fotogeschichte. Bloß, weil man früher gelebt hat, hat man das “Früher” noch lange nicht kapiert. Kapiert?
    - Erschwerend für subfontanel Unterbelichtete ist: “Es gibt ein “Früher” vor dem Geburtstag Herrn Enders´!”
    - Ender erhebt seinen Schamhaar-Fetisch zur Maxime. Da passt er gerne auch mal die Kulturgeschichte seinem haarigem Geschmack an. Anpassung der Geschichte war in der DDR ja nicht unüblich
    Wenn Herr Ender nicht so furchtbar unwichtig wäre, machte es einem Angst und Bange, dies hier zu lesen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Ender
    mit solchen Genossen werde ich mich fürderhin nicht beschäftigen
    brrrrrrrr

  7. soviel zum thema “Klaus Ender … freut sich auf eine rege Diskussion mit Euch!”
    :-)

  8. Mein Fazit
    Mein eigentliches Anliegen, der künstlerischen Aktfotografie mehr Würde zu verleihen, wurde von den Leuten, die es bitter nötig hätten, verhöhnt. Den Kommentierenden, die mich verstanden haben und sachlich äußerten, danke ich! Es gehört Mut dazu, sich der Masse entgegen zu stellen!
    Was von mir nicht unkommentiert hingenommen werden kann, ist der Kommentar von Marcel Glasi. Ich habe ihn weder mit Oms „tot bombardiert“, noch „mundtot“ gemacht! Ich habe nur auf seine Qms geantwortet! Seine Empfehlung, „mehr Demut“ zu zeigen“, ist angesichts seiner respektlosen Formulierungen ein Hohn! Demut – vor wem – vor was? Vor Marcel Glasi???
    Dann lasst uns seine Bilder anschauen – dieses Bild sagt mehr, als 1000 Worte: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1269292/display/26206550
    Seite 3 zeigt sein Bild namens CLASSIC – das gegen alles verstößt, was ich anmahne: Würde, Takt, ästhetisches Empfinden und Respekt! Und dieses Machwerk mit pornografischem Einschlag berechtigt ihn selbstherrlich, von anderen DEMUT zu verlangen! Hätte ich vorher daran gedacht, seine Bilder anzuschauen, dann hätte ich mir jede Zeile an ihn erspart!
    Klarstellung: Der auch von ihm geschmähte Text meines „Profils“ hat einen ganz einfachen und unspektakulären Grund. Wenn Journalisten o.a. Medienvertreter über meine Fotoausstellungen oder Buch-Präsentationen berichten wollen, brauchen Sie Hintergrundinformationen aller Art. Um diese nicht unentwegt neu – und zeitaufwendig formulieren zu müssen, sende ich diesen Profil -Text als Link, damit sich der Informationen Benötigende das heraussuchen kann, was er benötigt!
    Da seine „Galerie“ nichts zu bieten hat, bleibt der Erfolg zwangsläufig aus und das Profil bleibt somit leer. Sozusagen – ein „Fotograf ohne Profil!“ Sein Neid – Hassgefühl drückt er dann in seinen „Kritiken“ aus.
    Der Kommentar von Thomas Stelzmann zeichnet das aus, was er mir zuspricht: „Selbstgefälligkeit!“ ER ist mir nicht nur weit überlegen, er belehrt auch noch die fc -Redaktion, wen man als Autor zu nehmen hat und wen nicht!
    ER sagt uns, wer die „Materie“ beherrscht und wer nur (46 Jahre) davon lebt….Und weil ich mal seine Anmerkung kritisierte, dass nicht jedes – am Strand liegende Mädchen eine Leiche ist – spannt er nun die „Retour-Kutsche“ und findet in meinen Bildern „nichts Aufregendes“ „nichts, was Qualität hat!“
    Wenn es um Qualität geht, dann soll er seine Filzbrille abnehmen und wenn er „aufregende“ Bilder sucht, muss er die entsprechenden Fotografen wählen. Ich widme mich seit Jahrzehnten den BILDERN DER STILLE & POESIE!
    Seine Bilder – „Ran an die weiße Wand – Schlagschatten an!“ beweisen eine ganz andere Qualität – sie berechtigt zu ausfallenden Bemerkungen!“
    Meine Antwort: Wenn er 50 Jahre gut von seiner fotografischen Tätigkeit leben kann, dann erübrigt sich die Frage, ob er Erfolg hatte, von ganz allein! Und wenn er es schafft, 10 % meiner Buchtitel am Lebensende zu haben, dann gratuliere ich ihm zu 15 Büchern! Mein Profil-Text ist für mich tagtägliche Normalität, – für einige andere, scheinbar ein „rotes Tuch!“
    Zu „moments in life“: Dieser Begriff klingt so überlegen, teilt so hohe Ansprüche mit, dass ich (nun doch noch) fast in Demut versinke…Um dem überwältigenden Eindruck
    Stand zu halten, kann ich nur mit einer Glosse antworten, die dieses Bild in die Realität zurückholt: „Zu zweit allein“ zeigt zwei kalkige Gesichter, die vor einer (genau so) kalkigen Wand stehen. Ein Melodrama a’la „moments in life“, das sich von der „Masse“ so abhebt, wie die Gesichter von der Wand – also gar nicht!
    Plötzlich steigt eine Erinnerung auf, – blass wie das Bild – wird sie konkreter und konkreter: Ach ja, da hatte ich doch in den 50er Jahren ein Fotoblatt überbelichtet
    Nicht High Key, nicht Fotografie – an was erinnert mich das eigentlich? Ach ja, – in den 50er Jahren hatte ich ein Blatt Fotopapier total überbelichtet, weggeworfen. Hätte ich doch bloß geahnt, dass das im Jahre 2011 „KUNST“ ist, die man auf Workshops vermittelt!
    A propos Workshop…ist das nicht das, was ich 1982 für Minolta Wien und 1983 2x für die Zeitschrift COLORfoto durchführte? Richtig, aber davon weiß heute niemand mehr etwas. Pffff, – das war noch Vermittlung realer Fotografie, die man für seine tägliche Fotoarbeit brauchte…. Aber das hier?!? Das kann nur Kunst sein, denn das berechtigt dazu, mich zu fragen: Irrtum! Ich habe nicht nur Hunderte Veröffentlichungen, sondern Die vollmundige Einführung des obigen (Profil) Textes und die magere Aussage? (der Ender-Bilder) Ist das stimmig?
    Antwort: Nein, oh Herr E_D_O_L_ von moments in life, da ist nichts stimmig! Es sind nicht nur Hunderte Veröffentlichungen, sondern Tausende. Der Text ist Information – und meine Bilder sind mein Leben – genau wie bei Ihnen! Der Unterschied? Auf meinen Bildern erkennt man etwas, bei Ihren Bildern ahnt man etwas. Das ist immer so, wenn man sich dem Zeitgeist „verpflichtet“ fühlt.
    Dass Sie nun meine Satire „zerpflücken“ macht nichts, ich bin eben nicht halb so perfekt wie SIE! Eine Frage noch: Ist E_D_O_L ein Mundwasser?
    Das ich mich freuen würde, das Genre der künstlerischen Aktfotografie“ als Königs-klasse zu sehen, wird von Johannsen als „Bullshit“ bezeichnet, den ich ihm für seinen gesamten Artikel zurückgebe. Andere stellen die Monarchie in Frage und andere möchten wahrscheinlich den König im Schachspiel verbieten – begriffen – worum es hier geht, haben sie nicht! Mein Fazit ist nicht so erfreulich, wie ich erhoffte, aber der Schaden ist für mich begrenzter als für diejenigen, die den Worten eines „Users“ glauben, der da sagt: „Schön ist – was gefällt.“ Das sagen auch Bankräuber, Vergewaltiger und gierige Banker – sie tun was gefällt!
    Klaus Ender

  9. Hallo – Für mich ist Akt Fotografie eine Kunst des Fotografen, eine Verbindung in Harmonie mit dem Model und dessen Umgebung. Das Licht macht den Zauber perfekt. Ist es nicht so als würde ein Maler ein Bild malen. Ich habe schon viele schöne Bilder in der fc gesehen und wenn mir was nicht gefällt dann ist dies nicht immer weil das Foto schlecht ist sondern weil es nicht meinem Geschmack entspricht. Ich finde es schön das man die Bilder hochladen kann, und Wünsche für alle mehr Toleranz in Beachtung eines Fotografen(in) in seinem Bemühen etwas Schönes in einem Bild festzuhalten. In diesem Sinne grüsst Euch diamant 1953

  10. Bei allem Respekt ist mir dieser Text schlicht zu selbstherrlich. Keine Frage – die Masse der Aktfotografie ist eine seelen- und respektlose Katastrophe. Schlechten Akt hat´s aber schon immer gegeben. Guten auch. Auch heute. Es gibt von beiden einfach mehr.
    Die von Ender als gut befundenen Fotos gefallen mir überhaupt nicht. Zwar sind sie im o.g. Sinne nicht herabwürdigend oder niveaulos, doch sind sie hochglanz-steril und damit seelenlos. Wirklich guter Akt geht anders. Jenseits von Homemade-Porno, aber auch jenseits von dieser Porschedesign-Ästhetik, die nicht Weiblichkeit als gleichermaßen eigenständig wie verehrenswert abbildet, sondern ausschließlich als Objekt der Begierde – und somit dann doch respektlos.
    Und nebenbei: Intimrasur als neumodisch und als Unsitte (!!) zu bezeichnen, ist lächerlich. Es ist nicht die Intimrasur, die den Frauen die Würde nimmt. Das macht der schlechte Fotograf ganz allein. Orientalische Kulturen, die traditionell diese “Unsitte” betreiben, würden über solche Worte lächeln…

  11. iwant2c -

    @ Das Herminsche:
    Ich denke, das verhält sich im lila Channel nicht anders, als in den anderen Rubriken. Immer mehr wirklich kreative Fotografen, die Bilder mit Seele machen, verabschieden sich hier. Aber darum in Bausch und Bogen den ganzen Channel zu verreißen geht mir doch (noch…) zu weit.

  12. Wenn ich gute Aktfotografie mit Seele von Fotografen, die ich durch die FC kennengelernt habe, sehen möchte, weiß ich wo ich sie finde. Hier z. B.
    http://www.vernontrent.com/
    und hier:
    http://www.pixelwelten.de/
    Die Zeiten sind vorbei, in denen Fotografie dieser Art in der FC Liebhaber fand. Die breite Masse will was anderes. Und wird hier auch bedient. Im lila Channel geht es schon lange nicht mehr um Ästhetik und Würde und fotografisches Vorwärtskommen.

  13. ein Nachsatz: und weil Heuchelei und Widersprüche dazu verführen, genau diese zu provozieren gehört zur Darstellung des Nackten nicht nur in der Fotografie seit jeher auch die Provokation.
    Reinhard Keil

  14. Im großen Feld der Aktfotografie gibt es eine Menge Heuchelei. Dies hat eine lange umfangreiche Tradition. Schon die Statuen der “klassischen” Griechen waren eben nicht die reine entsexualisierte Kunst, sondern sie erfreuten…..wen oder was auch immer. Oder ein weiteres Beispiel: Darstellungen der biblischen Geschichten. Auch diese sollten das Auge erfreuen.
    Im christlichen Kulturkreis wird das tabuisiert. Es entstehen Widersprüche. Ganz anders in Indien. (Ohne diesen Blog zu kennen, habe ich vor einigen Tage ein Bild von indischen Tempelfiguren eingestellt.) Und nun ohne Heuchelei, natürlich hat der fotografische Umgang mit Nacktheit als Fotograf, als Modell und als Betrachter immer auch einen mehr oder weniger großen erotischen Bezug. (Dies gilt ebenso für FKK, wo die offiziellen Verbände sich mit dieser “Problematik” sehr schwer tun. Da ich vor Jahren die Titelfotos, für die offizielle FKK-Zeitschrift gemacht habe, kenne ich diese Diskussion zur Genüge)
    Reinhard Keil

  15. Ich verfolge diesen Blog schon seit einigen Tagen und war mir nicht sicher, ob ich mich dazu äußern sollte. Ich bin sicherlich nicht die größte der Fotografinnen und mein Equipment reicht sicherlich auch nicht für die ganz große Fotografie. Dennoch möchte ich mein Statement zu dieser Diskussion abgeben.
    Ich frage die verehrten Kollegen hier: Wie seht Ihr Fotografie, was bedeutet sie für Euch? Für mich steht die Bildaussage im Vordergrund. Was will ich erreichen, was sehe ich, wie ist mein persönliches Empfinden bei der Aufnahme!
    Jede Dokumentation ist subjektiv, wie ich meine. Wenn ich sie dann auch noch ausstelle, muss ich mit Kritik rechnen und die Meinung der anderen akzeptieren. Denn auch dieser sieht nur mit seinen Augen.
    Im Großen und ganzen gehe ich mit Herrn Ender konform. Menschen abzulichten ist nicht einfach und verlangt sehr viel Fingerspitzengefühl, denn ästhetisch soll das Ergebnis dann auch noch sein. Gehe ich in ein Studio und mache mit viel Lichtzauber die Aufnahme eines nackten Menschen, sind meine Möglichkeiten sicher größer meinem Ziel nahe zu kommen, als wenn ich sie ( wie Hr. Enders Intuition) in freier Natur bei feststehenden Lichtverhältnissen anfertige. Diese Voraussetzung erfordert nochmal mehr Gefühl an Pose, Perspektive und Ambiente.
    M.E. sieht der Mann die Frau, die ja hauptsächlich als Model dient, mit anderen Augen als die Fotografin ihr weibliches Model sieht. Ich bin Fotografin und für mich steht daher auch sehr viel Ästhetik und Sensibilität im Vordergrund der Aufnahme. Dabei ist es völlig unerheblich ob Körperbehaarung vorhanden ist. Piercings und Tatoos lehne ich allerdings auch ab, weil sie in meinen Augen die natürliche Schönheit eines makellosen Körpers stören.
    Ich fotografiere erst seit 4 Jahren und bin auch über die digitale Fotografie dazu gekommen. Heute hält sich mein Hobby im analogen und digitalen Bereich die Waage. Ich iebe das Eine wie das Andere. Je nach Intention nutze ich die Kameras. Dabei muss ich feststellen, dass analog aufgenommene Fotos sich oft besser zur Menschenfotografie eignen.
    Sehr schade finde ich, dass die Diskussionen hier in der FC nicht sachbezogen geführt werden, sondern immer irgendwie eine Art von Entgleisung erfahren. Wem hier alles nicht passt, der möge sich doch einfach abmelden. Ich finde es persönlich auch schade, dass meine Fotos nur wenig Beachtung finden, aber vielleicht ist das auch nur ein Leistungshinweis – weiter fotografieren, um besser zu werden.
    Lasst jedem das seine. Fotografien sind ein künstlerischer, visueller Ausdruck der Gefühle, oder eine knallharte Dokumentation.
    LG Nophretete

  16. iwant2c -

    ich kenne die Reaktionen des Herrn Ender auf Kritik bislang nur aus seinen Reaktionen hier im Blog. Soweit es das Inhaltliche zum Thema Aktfotografie betrifft, schließe mich allerdings Thomas Stelzmann an und auch moments in life.
    Und ich musste bei einem Blick in die Bilder von Herrn Ender schmunzelnd feststellen, dass er gegenüber der Mode der plastischen Chirurgie wesentlich aufgeschlossener zu scheint, als gegenüber der Mode der Imtimrasur :-)
    Kunst definiert sich in meinen Augen jedenfalls über andere Dinge als schlichte Äußerlichkeiten.
    Eine “Königsklasse” der Fotografie zu bestimmen, halte ich auch für ein recht zweifelhaftes Unterfangen :-)
    In diesem Sinne…Jedem das Seine…

  17. jbw -

    Tja,es ist ja jetzt so ziemlich alles gesagt und zurecht gerückt worden was so notwendig war.
    Ich zähle mich auch zu denen, welche viel Jahre ,an so ziemlich jeder Ecke, mit diesen ‘ästhetischen’ Akt Fotos von jungen Frauen konfrontiert wurde.Das war im Westen ja noch schlimmer als in der DDR.
    Da empfinde ich es eher als angenehm,mit Fotos,wie (einige) von MarcelD.,den Menschen hinter dem schlichten nackt sein,erkennen zu können. Und dies ohne mich mit irgendeiner sonst wie gearteten (fragwürdigen) Ästhetik dabei herum schlagen zu müssen.
    Meiner Meinung nach hatte diese auch nur ihre Berechtigung zum Tabu Bruch hier führen zu dürfen. Ich denke ,es geht auch in der Akt Fotografie um den/die Menschen und nicht (nur) um ein Kunstbild.

  18. nachtrag zu meinem obigen posting:
    den satz
    “Die künstlerische Aktfotografie sollte nur dann zum Thema werden, wenn man alle anderen fotografischen Sujets beherrscht, damit das Aktbild die „Königsklasse bleibt!“
    hab ich grad erst gesehen und wohl beim ersten mal überlesen.
    sorry für meine ausdrucksweise, aber was ist das für ein bullshit? wer behauptet, die aktfotografie sei die “königsklasse” hat meines erachtens nicht mal ansatzweise ausreichend erfahrungen in anderen fotografischen bereichen gesammelt. da gibt es ganz andere dinge, die weit höhere anforderungen an die handwerklichen und gestalterischen fähigkeiten stellen.
    in meinen seminaren erlebe ich permanent, dass teilnehmer geradezu angst und erfurcht vor aktfotografie haben, weil solche aussagen wie die obige ständig durch irgendwelche foren und bücher geistert. das erachte ich nicht als förderlich, sondern als hinderlich. es baut unnötig eine hemmschwelle für die leute auf, die sich gerne an das thema heranwagen möchten.
    der richtige weg als einsteiger ist meines erachtens der, genau mit den dingen anzufangen, die man machen möchte, von denen man sich angezogen fühlt, die man mit leidenschaft beseelt, bei denen man erfüllung findet. alles andere ist (lebens)zeitverschwendung.

  19. Liebe Fotograf/Innen
    So viel Text hier – hier meine Gedanken -noch viel mehr Text
    Z u s a m m e n f a s s u n g. Der Autor meint:
    - Intimbehaarung der Schamgegend ist ein Muss, wenn diese Gegend fotografiert werden darf als künstlerischer Akt.
    - Intimrasur =Mode gewordene Unsitte
    - logischer Schluss: meine Ausstellung haben viele Leute besucht – ergo ist meine Auffassung keine “Ost/West, modern/unmodern-Frage”
    - 80% der Fotografen können anfangs nix in Sachen Akt – incl. K. Ender selbst, in seiner frühen Akt-Schaffensperiode
    - Akt soll nur der machen, der “alle anderen fotografischen Sujets beherrscht”. Dann erst “Königsklasse”
    - das o.G. führt aus der Sackgasse der Aktfotografie von heute.
    - Zum eigentlichen Thema: Die Würde der “Mädchen” sei zu wahren. Man solle sich weiterbilden, mit strengeren Maßstäben an sich Betrachter
    Meine A n e r k e n n u n g: Danke an Herrn Ender, der sich bereit erklärt, sich so dezidiert zu dem Thema (s.o.) zu äußern. Ein facettenreiches Thema! Toll, dass er offen schildert, wie unvorbereitet der Autor selber war bei seinem ersten und misslungenen “Akt”. Hut ab – das finde ich sehr ehrlich und mutig zugleich.
    Meine M e i n u n g: Es gibt gleich mehrere Probleme: Ich empfind es als ein Gemengelage von Argumenten, Scheinargumenten, Allgemeinplätzen, zur kurz Greifendem und Platituden und z.T. auch Falschem:
    - Begriffsproblem: ein munter gemischter Ausdruck: mal “Akt” mal “klassischer Akt”, mal “künstlerischer Akt”.
    - Zeitachse: Kein Genre der Bildenden Kunst ist einheitlich, weder gleichbleibend im Zeitstrang noch in sich kontemporär. 32 Jahre, bevor K.E. geboren wurde, und lange nach 1963, als der Bildautor selber zu diesem Thema fand, gab es schon lange UNTESCHIEDLICHSTE Arten von Aktfotografie “unserer Zeit”. Zu sehen / lernen im Wuppertaler Von-der-Heydt-Museum: Ausstellung “Nude Visions”, ein Überblick von 150 Jahre Körperbilder in der Fotografie.
    - Nacktheit & Körperpflege. Die Rasur (auch komplette Körperrasur) gibt&gab es bei verschiedensten Völkern (auch beider Geschlechtern) schon Jahrtausende lang; Im alten Ägypten aus ästhetischen Gründen Haare . Griechische Vasenmalereien: Menschen meist nackt und, bis auf das Haupthaar, unbehaart. Körperbehaarung, Schamhaar, ja selbst Bärte, galten bei den alten Griechen, in bestimmten Epochen, als barbarisch. Auch Asiaten und Indianer, entfernten Haare, weil es ihrem Schönheitsempfinden entsprach. Im Mittelalter wurde die Intimrasur in weiten Teilen Nordafrikas, des Mittleren Ostens und sogar Südeuropa eingeführt. In den Serails moslemischer Herrscher gab es extra ausgebildete Eunuchen, die den Konkubinen täglich den Körper, und vor allem den Schambereich rasierten.
    Noch immer (und nicht “neuerdings modisch”) gibt es Männer und Frauen, die sich eben SO schön finden. Wer wollten diesen den Zugang zum künstlerischen Akt – auch mit Darstellung der ganzen Schönheit ihres Körpers – wie SIE IHN SEHEN UND HABEN WOLLEN wohl verwehren wollen? Das führt mich zu der
    - Subjektivitätsebene: Der Autor scheint durch sein eigenes ganz subjektives Erleben in seine eigene Sackgasse gelaufen zu sein. Leider lässt er “die Geschichte der Aktfotografie” weitgehend außen vor, zugunsten der o.g. völlig überflüssig zu erwähnenden Intimbehaarung. Wenn der Leser den Eindruck bekommt, der Autor erhebt seinen subjektiven (mehrheitlich nicht geteilten) persönlichen Geschmack zur “Norm”, dann ist eine Ablehnung nicht verwunderlich. Das führt leider dazu, dass
    - sein Appell für einen gefühlvollen Umgang mit dem Thema Akt leider kaum so gehört mehr auf der Strecke bleibt, als er sich das vielleicht vorstellte. Schade!
    - Das Gesagte ist leider auch neu. Nichts spektakuläres, irgendjemanden aus einer Sackgasse führen würde.
    - Augenfällig und lästig fällt dem geneigten Leser auf: Sowohl im redaktionellen Einführungstext, als auch in seinem selbstverfassten Text darunter, wie auch sein Profil strotzen vor Fremd-/und Selbstdarstellung; Anders, als das wohl beabsichtigt ist, beeindruckt das (mich) nicht. Eine solche Art von Selbstbeweihräucherung geht weit über das “Klappern, welches zum Geschäft dazu gehört”, hinaus. Ich höre ein lautes “Dröhnen”.
    - Die Annäherung an die Aktfotografie ist weder am eine Sackgasse noch an ein Lehrstudium gebunden. Ein intensives Studium feit uns auch nicht vor einer Sackgasse. Oft hilft es, weder verklemmt noch sexistisch, sondern behutsam an das Themas heran zu gehen. Nicht “unvorbereitet” am Set zu erscheinen etc. Dann “Try an error”, und sich damit viiiiiel beschäftigt und so lernen kann.
    War das jetzt wirklich was Neues? Wer kehrt um aus der Sackgasse durch den Aufruf zum adäquaten Umgang mit Menschen-(-Fotografie)? a) Die, die das schon wissen und tun? Nein, denn die wissen das schon und versuchen das umzusetzen; b) die, die das nicht hören wollen, weil sie auf etwas Anderes aus sind? nein – versteht sich von selbst. Fährt mein Kind wirklich besser, wenn ich bei Verabschiedung sage “Kind, fahr vorsichtig”? Nein! Sondern nur dann, wenn ich es ihm vorlebe – und DAS IST für mich der eigentliche Verdienst von K.E.: Er lebt es vor.
    - Ich habe früh erkannt: Nicht alles Nackte WILL auch “klassischer oder künstlerischer Akt” wirklich sein. Akt hat so viele Facetten, dass es mal provokant, mal sexistisch, männer- oder frauenfeindlich, mal Klischee erfüllend, mal aufrütteln, dann wieder harmonisch Zuckerstücken, mal Pin Up, mal Porn Art, mal gegen den guten Geschmack, auch anklagend, mal in bunt oder sw, mal als akademische Studie, mal mit Körperfarbe mal ohne, mit und ohne Körperschmuck. Mal als “guckt mal, was ich kann” oder “guckt mal, wie hübsch mein Freund/Freundin ist” oder “wie hübsch ich bin”. Allen denen, denen eine Facette davon gefällt, nun vorzuhalten: “das ist aber kein künstlerischer Akt” wäre kurzsichtig und borniert.
    -Übrigens: nicht nur unter den Fotoamateuren, sondern auch unter den sogenannten “Profifotografen” gibt es immer einen Teil von Könnern und Talentierten. Ob das wirklich 20% sind oder eher weniger?
    Selbstkritisches: Nach dem Profiltext von K.E betrachte ich seine Bilder, lese über hundertfachen Veröffentlichungen, seine DDR-Zeit im www; seine Ausstellungsaktivitäten, Auszeichnungen in Bronze Silber und Gold; verschiedenen Genres,… und dann wieder die FC-Bildergebnisse. Passt das zusammen? Die vollmundige Einführung des obigen Textes und die magere Aussage? Ist das stimmig?
    Und mit einem Augenblick der Selbsteinkehr und der Frage: WAS macht K-E anders, als ich – kann ich daraus lernen?
    verabschiede ich mich
    freundliche Grüße vom
    E_D_O_L

  20. Ich schreib´s vorweg: Ich habe mich nie in der »Königsklasse« der Photographie versucht. Einerseits weil ich noch nicht alle anderen Sujets des lichtbildnerischen Schaffens beherrsche – wie offenbar Klaus Ender -, andererseits weil ich Könige im Grunde für reichlich vorgestrig und uncool halte.
    Da lamentiert ein in die Jahre gekommener Herr sehr selbstgefällig und oberlehrerhaft über den Verfall von Sitte, Sprache und Moral, bedauert, dass die »Freiheit«, die wir meinen, häufig nur dem Voyeurismus Vorschub leiste, und zeigt uns gleichzeitig quasi exemplarisch drei an deutscher Biederkeit kaum zu überbietende Aktbilder, an denen offenbar diese ganze dekadente Welt »nach dem Mauerfall« genesen soll.
    Weder die Photographie noch die Sprache bedürfen solch larmoyanter, moralinsauerer Tümeleien und solch artiger Belehrungen, heute so wenig wie zur Zeit der »Sünderin«. Beide sind sehr lebendig und scheren sich einen Dreck darum, dass »geil« mal irgendwann in grauer Vorzeit, als es noch Weiber gab statt Frauen, die sexuelle Begierde bezeichnete, während Tattoos, Intimrasuren und Graffiti den Führern als entartet galten.
    Und was den schlechten Geschmack der »applaudierenden Zuschauer (…) nach dem Mauerfall« (!) angeht: Über den muss man nicht streiten.
    Sollte man nur deshalb aber wieder mauern?
    Grüße
    Alfons

  21. Meiner Meinung nach arbeitet Herr Ender teilweise mit Behauptungen und Unterstellungen, die subjektiv gerechtfertigt sein mögen, einer intersubjektiven Überprüfung aber nicht unbedingt standhalten. Unbedingt positiv ist, dass er zum Nachdenken und zu mehr Sensibilität aufruft. Ich unterstelle, dass er sich in diesen Aufruft mit einschließt.
    Im Folgenden kommentiere ich ein paar Passagen aus meiner Sicht. Meine Sicht ist subjektiv und ich versuche, möglichst emotionslos zu bleiben.
    „Die Frage, ob der Klassische Akt in der Fotografie kreiert wurde, um den unbekleideten Körper gesellschaftsfähig zu machen oder den Ästheten zu beglücken, das könnten wohl nur seine längst verstorbenen Schöpfer beantworten.“
    Klingt sehr wirkungsvoll, es gibt aber selbst bei Wikipedia eine plausible Erklärung für das Phänomen Aktfotografie. Tatsächlich dürfte der Akt und damit die Aktfotografie zunächst ein Mittel zu Studium der Anatomie (für Künstler und Wissenschaftler) gewesen sein.
    Dann unterstellt Herr Ender, dass die Darstellung für das Model vorteilhaft und ästhetisch sein muss. Er gibt auch gleich noch ein paar Beispiele mit auf den Weg, was seiner Meinung nach nicht dazu gehört, Intimrasur, Piercings etc. Ich kann mich aber erinnern, dass auf in Museen ausgestellten Bildern, diese Kriterien keineswegs immer entscheidend sind. Nicht selten gilt die Provokation mehr. Sind die Kuratoren der staatlichen Museen in Deutschland Stümper und Amateure?
    „erreichte in 5 Auflagen 96.000 Fotoamateure der DDR“
    Und wenn die Partei noch mehr Papier spendiert hätte, wäre die Auflage sogar noch größer gewesen. Im nahezu konkurrenzfreiem Raum der DDR ist dieses Argument wenig aussagekräftig. Gelegentlich (zum Beispiel in der Autobiografie von Günter de Bruyn) wird argumentiert, dass die Verlage in der DDR ihr Programm nicht ausschließlich an der künstlerischen Qualität der eingereichten Arbeiten ausgerichtet haben.
    „die künstlerische Aktfotografie aus einer Sicht zu sehen, die aus der Sackgasse heraus führt“
    Gibt es für die Sackgasse auch Belege oder ist das einfach eine Behauptung? Gibt es wirklich keine Entwicklung mehr in der Aktfotografie?
    „In den Communitys produzieren z.B. etwa 80 % Knipser jene Aktbilder, die in Wirklichkeit Nacktbilder sind“
    Schwierig, da es für den Begriff des Akts keine allgemeingültige Definition gibt. Ich habe mal ein Buch geschenkt bekommen, das Nacktbilder aus den Jahren 1855 – 1930 zeigt, also deutlich vor den Zeiten der digitalen Fotografie und des Internets. Die (überwiegend) Damen werden dort genauso unbefangen gezeigt, wie es hier in der FC üblich ist. Nacktbilder sind also nahezu so alt wie die Fotografie selbst, nur die Publikationsmöglichkeiten haben sich verbessert. Die pejorative Verwendung des Begriffes Knipser könnte als Arroganz verstanden werden.
    „wird ein (einst) von Könnern gepflegtes Genre zur Animierware“
    War schon immer nicht anders. Hier ist Herr Ender im günstigsten Fall ahnungslos.
    „Die Begründung, dass die Intimrasur viel hygienischer ist“
    Hab ich noch nicht gehört, jedenfalls noch nicht so ernsthaft ausgesprochen. Es gibt noch andere Begründungen.
    „zeigt das Interesse der Besucher an den Bildern“
    Wenn das ein Kriterium ist, haben die Schmuddelbilder die Nase aber deutlich vorne!
    Übrigens hat Goethe in der Publikumsgunst keinen besonders vorteilhaften Platz.
    „damit die künstlerische Aktfotografie wieder an Ansehen gewinnt“
    Ich kann nicht erkennen, dass die Aktfotografie an Ansehen verloren hat. Es beschäftigen so viele Menschen wie vermutlich zu keiner Zeit mit diesem Genre und dadurch gibt es so viele Menschen wie noch nie, die ein Foto beurteilen können. Dass bei der Masse immer auch Banales dabei ist, ist nicht überraschend.
    Ich denke, dass diejenigen, die Aktfotografie betreiben, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten intensiver mit dem Genre beschäftigen. Grundsätzlich würde ich unterstellen, dass zwischen dem Fotografen und dem Model ein für beide Seiten vorteilhaftes Agreement besteht. Und es ist niemand gezwungen, sie diese Bilder anzusehen.
    Zwei Dinge vermisse ich bei Herrn Ender – Toleranz und Humor.
    Klar, früher war alles viel besser. Warum ist in der einschlägigen Literatur hinlänglich beschrieben worden. Aber früher ist vorbei. Das Polemik dem Thema Akt gut tut, wage ich zu bezweifeln. So gesehen neige ich dazu, denjenigen recht zu geben, die den Wert der Ausführungen von Herrn Ender in Frage stellen.

  22. die gefahr, dass würde, anstand, respekt, etc. verloren gehen, sehe ich erst dann, wenn einer der beteiligten etwas tun muss, was er nicht mag. so lange alle beteiligten freude daran haben, sehe ich keinen sinn darin eine diskussion vom zaun zu brechen …denn das m.e. ist nichts weiter als der versuch anderen sein persönliches wertesystem aufdrücken zu wollen.
    … und wem die handwerkliche umsetzung nicht gefällt, muss das bild weder kaufen noch angucken. wo ist das problem?

  23. ralleK -

    Für mich hat Thomas Stelzmann hier am Besten den Punkt getroffen, und dies sollte insbesondere Herrn Ender zu denken geben. Letzterer mag sich Gedanken über Motiv, Licht und Ästhetik machen, kann dies aber selbst nur bedingt umsetzen. Wäre sehr schön wenn er seine “richtig tollen Bilder” hier in der FC mal zeigen würde.
    Für mich hat Akt-Fotografie, ob professionell oder amateurhaft abgelichtet IMMER etwas pornografisches.
    Jedem Akt-Model muss bewusst sein, auf was es sich einlässt, genau wie jeder Akt-Fotograf sich der Kritik stellen muss bis hin zur Bezeichnung “Schmuddel-Fotograf”.
    mfg
    ralf

  24. Liebe Fotofreunde und “Lichtbildner”,
    leider konzentriert sich die Diskussion hier um Nebensächlichkeiten, wie der Art der Intimrasur, die ich auch eher als Mode empfinde.
    Klaus Ender geht es jedoch darum, die Aktfotografie unter qualitativen Gesichtspunkten zu betrachten, denn unter den quantitativen.
    Einen Blick für die Situation, Umgang mit Licht, Schatten und Form, “handwerkliche Fertigkeit” sind Fähigkeiten, die in jedem fotografischen Genre notwendig bzw. hilfreich sind, in der Aktfotografie aber fast zwingend. Wer eine Landschaft technisch verhunzt, eine Blume köpft oder ein Flugzeug falsch belichtet, dessen Fehlgriff hält sich in Grenzen. Bei der Model-/Portrait- und besonders in der Aktfotografie geht es jedoch um Menschen. Und hier kommen Begriffe wie Würde, Respekt, Anstand und Intimität hinzu.
    Dies geht m.E. zunehmend – auch in der FC – verloren. Sowohl bei den gezeigten Bildern, als auch bei den Anmerkungen und sonstigen “Features”. Und das ist keine Frage ob Hobbyfotograf oder Profi.
    Modeln ist für mich eine Kunst, genauso wie Fotografieren. Und nur weil heute zahlreiche Mädels sich ausziehen (Bohlen, Big Brother und Konsorten sei Dank) und jeder Typ eine Digitalkamera oder Iphone besitzt, steigt deshalb noch lange nicht die Qualität der Ergebnisse. Früher “im Filmzeitalter” hat man sich noch ein wenig Gedanken gemacht, bevor man den Auslöser drückte. Heute wird häufig geknipst, nach dem Motto: “die Cloud als Speicher wird`s schon richten.”
    Dass Masse und Massengeschmack (z.B. Klicks) kein Qualitätsmassstab sind, dürfte hinlänglich bekannt sein. Doch aufhalten werden wir diese Tendenz kaum.
    Ich sehe Klaus Ender`s Beitrag für mich persönlich als Ansporn: weniger – dafür besser zu fotografieren.
    Danke

  25. Bevor man Herrn Ender vorwirft, er stelle kleinkarierte Forderungen auf, sollte man seinen Text ein zweites Mal lesen. Es handelt sich, soweit ich das erkennen kann, um eine nüchterne Beschreibung des Ist-Zustandes, leicht satirisch gewürzt, unter besonderer Berücksichtigung dessen, was in der fc an “Aktfotografie” angeboten wird. Zum Glück aber, und das sollte Herr Ender zumindest am Rande erwähnen, ist ein Schrottplatz keine Kunsthalle. Ich bin schon oft gefragt worden, warum ich denn für diese seltsame “Mitgliedschft” in der fc auch noch bezahlen würde. Für die Kommentierarbeit sei ich es doch, der ein Honorar verdient hätte. Ob ich denn wirklich an den Aktbildern interessiert sei, die, schon im thumbnail erkennbar, größtenteils Ausschuss seien? Meine Landschaftsbilder könnte ich doch sicher woanders präsentieren … usw.usf. Nun, ich habe stets zugeben müssen: Ihr habt Recht, die Titten- und Muschiknipser bringen das ganze Hobby in Verruf. Ich war das jetzt satt. Mein Bezahlaccount hat sich erledigt.

  26. und wer ernsthaft angst hat, dass es hier bald nur noch profis gibt, hat den sinn der fc nicht verstanden und die entwicklung in den letzten jahren auch nicht so recht verfolgt.

  27. Du willst jetzt also wirklich auf der Ebene von Vollbart und Glatze diskutieren?

  28. Petrosilius: ich persönlich finde die Forderung von Herrn Enders sehr wohl kleinkariert. Er stellt die rasierten in eine Ecke, wo sie nicht hingehören. Und Deiner Meinung, dass es die Behaarung nicht aus Jux und Dollerei gibt, kann ich nicht folgen. Trägst Du einen Vollbart?
    Erno: da hast Du völlig recht. Die Sensibilität fehlt hier wirklich sehr häufig. Und auch gerade die Selbsteinschätzung. Da bin ich voll bei Dir.
    Nein , Sorgen mache ich mir nicht wirklich, dass zukünftig nur noch Profils aktiv sein dürfen. Und die fehlende Sensibilität ist einer der wenigen Punkte, wo ich Herrn Enders beipflichte.
    LG Martin

  29. @Martin Fuhrmann
    du musst dir keine Sorgen machen, dass es hier in Zukunft nur noch Profis geben wird.
    Jeder bekommt hier eine Chance. Jeder.
    Und das ist auch gleichzeitig das grosse Problem hier in der FC.
    Das ganze Thema rund um die Rasur ist völlig nebensächlich.
    Bei der Aktfotografie geht es um Ästhetik… ob mit oder ohne Intimbehaarung.
    Und da scheinen hier viele ein grosses Defizit zu haben. Und das nicht nur in der Aktfotografie.
    Ich wünschte mir hier einfach etwas mehr Sensibilität. Was das Ablichten der Models betrift und auch die Einschätzung der Qualität eigener Bilder.
    Etwas mehr Respekt und Niveau dieser FOTO- Community entgegen bringen und auch mal vom Papierkorb Gebrauch machen.
    LG Erno

  30. Das ist kein Intim”schmuck”, sondern der Normalzustand, Martin. Also nichts zusätzlich hinzugefügtes. Und als “kleinkariert” empfinde ich das jedenfalls nicht. Böswillig könnte man auf der anderen Seite den Freunden der Totalrasur auch pädophile Neigungen unterstellen. Auf mich wirkt eine Totalrasur in jedem Falle eher modernistisch, zeitgeistig. Gut, die Hygiene mag eine willfährige Scheinbegründung für einen ach so modernen Zeitgeist sein. Nicht zuletzt gibt es die Behaarung nicht aus Jux und Dollerei, sondern sie hat einen Schutz zu erfüllen.
    Ich könnte mir auch gut vorstellen, daß dies in anderen Kulturkreisen, vornehmlich asiatischen, auch wieder ganz anders betrachtet wird. Wir sollten uns deshalb eher auf den europäischen Kulturkreis beschränken. Auf die immer noch geübte Praxis einiger afrikanischer Staaten im Hinblick auf die Beschneidung der Frau, müssen wir hier wohl nicht weiter eingehen.

  31. Ich habe mir gerade mal die Fotos von Herrn Enders angesehen.
    Was mir aufgefallen ist: wie wohl von Herrn Enders gefordert haben alle Damen einen haarigen Intimschmuck. Ich selbst empfinde diese Forderung als kleinkariert. Und es ist auch keine neue Mode, wie er es hier darstellt. Augenscheinlich ist er nicht viel gereist in seinem Leben. Schon in den 80er Jahren habe ich erlebt, dass z.B. in Brasilien diese Art der Rasur vollkommen normal war. Da wären Mädels von ihren Frauenärzten weggeschickt worden, wären sie mit vollen Haarschmuck erschienen. Und dies wurde sehr wohl mit Hygiene begründet.
    Erschreckend fand ich auch, dass er wohl seine Modelle auch auffordert eine Achselrasur zu unterlassen. Was ich da bei seinen Bildern gesehen habe…. es hat mich geschüttelt. Dies stört mich mehr als mal eine Muschi zu deutlich im Licht. Hier kommt es immer auf die Gesamtwirkung des Bildes an.
    Ansonsten sehe ich es völlig so wie Thomas Stelzmann. Übrigens: es fangen alle mal klein an. Vielleicht sind die ersten Ergebnisse im Übereifer etwas zu deutlich, das Arbeiten mit Licht und Schatten! muss auch erst geübt und trainiert und gelernt werden. Auch dies stört mich: wenn wir Herrn Ender folgen, gibt es zukünftig nur noch Fotos von Profis hier, Amateure haben keine Chance.
    Martin Fuhrmann

  32. Dem Blog von Klaus Ender kann ich nur voll zustimmen. Besser kann man es nicht formulieren.
    Wenn sich manche hier über seine angebliche Selbstberäucherung aufregen, dann kann ich dies überhaupt nicht nachvollziehen.
    Mit fortgesetztem Lebensalter gewinnt man eben auch mehr Lebenserfahrung und warum sollte er uns diese vorenthalten ? Gerade in unserer heutigen Zeit, wo jeder unbedarfte Teenager glaubt, die Weisheit gefressen zu haben.

  33. KDH -

    @Erno
    über “beleidigend” könnte man jetzt streiten ;)
    so wie Du es jetzt hier konkreter formulierst, ist es in der Tat auch für mich verständlicher, denn aus Deinen vorangegangen Beitrag könnte man durchaus entnehmen, dass jedwede Aktfotografie “Teufelswerk” ist … :)
    Klaus

  34. Thomas Stelzmann schreibt was sicher viele denken ….
    nicht ganz unweg.
    LiGrü Mo

  35. @ KDH….
    siehst du… du bestätigst wieder genau das, was ich schon erwähnt hatte.
    Erst einmal beleidigend werden ist schon mal eine gute Voraussetzung für eine gute Diskussion, oder was?
    Ich hatte von Schmuddelbildern gesprochen, nicht von Aktfotografie!
    Letzteres ist eine grosse Kunst.
    Mich widern die billigen Wochenendknipsereien von Pärchen an, die sich hier in der FC mit ihrer Sexualität aufs Primitivste ausleben. Solche Bilder gehören nicht ins Internet… das darf getrost in der Nachtischschublade bleiben.
    Die ekelhaften Bilder die alles zeigen, die “ausversehen” nicht in den richtigen Chanel geschoben worden sind.
    Ich hoffe das war etwas deutlicher für dich.
    Erno

  36. am lustigsten ist ja immer das spiel, bei den berufenen kritikern in ihre profile zu schauen. huiuiui.

  37. Tja…ich war zugegebener Maßen etwas erstaunt, als ich die Einladung zu dieser Diskussion las.
    Herr Ender mag seit 528 Jahren fotografieren und wird nicht müde, das zu betonen.
    Ich mag solche ellenlangen “Mein Haus, mein Boot, mein Pferd”-Profiltexte wie die von Herrn Ender nicht.
    Das ist Prosa, und die braucht ein Fotograf nicht, der etwas zu zeigen hat.
    Jemand, der stets in diesem Umfang darauf hinweisen muss, was er alles getan hat, will in meinen Augen Kompetenz suggerieren und hat wohl ärgste Zweifel daran, dass seine Bilder das ohne lyrische Unterstützung leisten.
    Allein die langjährige Beschäftigung mit einem Thema ist nicht gleichzusetzen mit “die Materie beherrschen”.
    Ich gehöre zu den Leuten, die in der FC schreiben, was sie fotografisch sehen, nicht, was ihnen gefällt.
    Ich rede niemandem nach dem Mund und beziehe mich auf´s Bild.
    Fotografisch gesehen sind Herr Enders Bilder nichts aufregendes, nichts, was irgendwie durch besondere Qualität hervorsticht.
    Sie haben oft Schnappschusscharakter, wirken oft undurchdacht, oder nicht zu Ende gedacht, wohlgemerkt: fotografisch.
    Ohne vorher das literarische Pflichtprogramm im Profil gelesen zu haben, habe ich es vor langer Zeit gewagt, ein Bild von Herrn Ender fotografisch zu kritisieren (wohlgemerkt: das Bild, nicht Herrn Ender).
    Ganz grob: Es war ein Bild mit einem alten Holzboot am Strand/an den Dünen, und einem Fotomodell. Das Foto, was es in der FC nicht mehr zu geben scheint, sah etwas grotesk aus, weil das Modell “tot” schien, wie angespült, irgendwas stimmte fotografisch nicht, es hatte was von einem Spurensicherungsfoto, auch mit den Kontrasten stimmte es etwas nicht, soweit ich mich erinnere.
    Ich habe es gewagt, das drunter zu schreiben, und bekam daraufhin ebenfalls QMs, wie es offenbar meinem geschätzen Kollegen Marcus Glasi passiert ist.
    Man versuchte mich kleinzumachen, wies auf das hin, was schon geleistet wurde etc.
    Ich fragte mich: Wozu zeigt Herr Ender seine Bilder in einer Diskussionsplattform, wenn er gar nicht diskutieren will? Oder Kritik annimmt?
    Herr Ender gibt sich erfahren und abgeklärt, reagiert auf Kritik aber in gegensätzlicher Weise, er habe schließlich schon fotografiert, da habe ich noch in die Windeln gemacht!
    Jawohl, das stimmt.
    Aber auch das macht die Bilder nicht besser.
    Seine Sichtweise über Intimrasuren, Piercings, Tattoos etc.akzeptiere ich natürlich, erscheinen mir aber wie die Sichtweise eines ewig Gestrigen, der seiner vermeintlich großen Zeit nachtrauert und das Gefühl hat, in der heutigen Zeit nichts bewegen zu können.
    Das mag stimmen, liegt aber an ihm selbst und seiner Bereitschaft, sich Neuem zuzuwenden.
    Die Welt verändert sich.
    Auch fotografisch.
    Die kommenden hundert Tage hat noch niemand fotografiert, wir haben alle die gleichen Voraussetzungen.
    Moden kommen und gehen, wir machen sie entweder mit, oder reagieren nur darauf.
    Sie zu verteufeln und alle für blöd zu halten, die ihnen folgen, halte ich für überheblich und einen vorgeschobenen Grund für fehlenden fotografischen Erfolg im Hier und Jetzt.
    Ich halte Herrn Ender nicht für die Idealbesetzung für diese Blogdiskussion, weder fotografisch noch in anderer Hinsicht.
    Grüße an alle hier
    Thomas

  38. Hui – schwere Kost.
    Frage Nr.1: Gibt es eine, in Stein gemeißelte Definition des Begriffes Akt?
    Frage Nr.2: Ist Akt Kunst?
    Wenn Akt Kunst ist, kann ein Individuum zwar seine Meinung kundtun aber diese ist nicht allgemeingültig da Kunst auch immer verschiedene Stilrichtungen hat und somit verschiedene Sichtweisen. Einem Dalí steht es nicht zu einen van Gogh zu verurteilen.
    Die Zeiten, Ansichten und Moden ändern sich halt.
    Wo gestern noch ein Busch war ist heute halt… was anderes.
    Just my 2 cent.
    Schönen Gruß,
    Dirk

  39. KDH -

    Viel mehr zu Denken geben mir dann doch Kommentare und Profile von Menschen, die generell von “Schmuddelbildern” in Zusammenhang mit Aktfotografie reden und schreiben.
    Sind diese nicht selbst die abhängigen Spanner und Exhibitionisten … ?
    Die “Belehrungen” an Marcel Glasi finde ich hier in der Diskussion unangebracht. Seine Argumentation (die ich gut und gerne nachvollziehen kann) mag etwas hitzköpfig sein. Sicherlich geht es bei ihm aber doch um die Sache an sich, auch wenn es vielleicht nicht in das gedachte Schema passt und Widersprüche provoziert!

  40. Also ich finde den Text vom Klaus Ender nun wirklich alles andere als überflüssig und nichtssagend. Und außerdem würde ich mir hier, gerade bei diesem Thema, ist es doch eine der Trägersäulen in der fc, einen etwas versöhnlicheren Ton wünschen.
    Das Thema ist es allemal wert!
    Schaue ich mir des Klaus Enders Profil und Vita an stelle ich fest, daß er schon ganze 72 Jahre alt ist.
    Hier sprechen Lebenserfahrung, Einsichten und Erkenntnisse, die man für alles Geld dieser Welt, zum Glück, nicht kaufen kann. Zwischen KE und den meisten von uns liegt also wenigstens eine ganze Generation; wenn nicht gar zwei.
    Die Einblicke, die uns KE in sein Lebenswerk gestattet, sind nach meiner Auffassung mehr als einen Gedanken wert. Die von KE vertretenen Ansichten finden sich glücklicherweise auch in vielen Profilen deutlich jüngerer Nutzer oder einfach nur in den Kommentaren unter vielen Fotos/Bildern wieder. Also insofern ist der KE da ganz gewiß nicht allein. Mich hat er auch schon mal angezählt. Noch gar nicht so lange her. Und ich muß sagen, er hatte verdammt noch mal Recht.
    Natürlich entwickelt sich Fotografie insgesamt, und damit auch die Aktfotografie, weiter. Sichtweisen, Darstellungsweisen, persönliche Vorlieben etc. pp. entwickeln sich weiter.
    Ich würde gern, wenn ich es denn fotografisch könnte, in das Hohelied des KE auf den Indifferenzzustand der Frau einstimmen wollen, und würde es schön finden, wenn der/die eine oder andere hier noch ihre Sichtweisen zum Thema abgäben.
    Das Thema ist es, siehe oben, allemal wert.

  41. An Klaus Ender ,
    da du mir ja schon vier Qms geschrieben hast – um mich mundtot zu machen – meine Frage an Dich :
    Was genau soll das ganze Geschreibse erreichen und was ist die tiefere Message oder wozu soll es aufrufen .
    Oder Anders: Hätte ich den Text nicht gelesen- ich hätte nichts versäumt .
    Im Übrigen zieht sich die eigene Lobpreisung ja auch durch das gesamte eigene Profil – das die Redaktion wohl kaum auch geschrieben hat !
    Etwas mehr Demut kann nicht schaden – bei allem Respekt .
    Und ich sehe keinen tieferen Schaden darin , eine Meinung zu haben und diese auch zu vertreten .
    Niemals !
    Im Übrigen würde ich mir eine weniger agressive Schreibweise wünschen – mein Tonfall ist freundlicher als was du mir so per Qms schreibst .
    Und Sie brauchen mir nichts zu erklären- Danke .
    Herzlich Marcel

  42. An Marcel Glasi!
    Letzter Versuch, einem Besserwisser etwas zu erklären. Das Vorwort; wer ich bin, was ich machte, schrieb die Redaktion!!!
    Es ist also Unsinn, mir “geballte Referenzen und Selbstbeweihräucherung” vorzuwerfen!. Der Text ist fett gedruckt und zeigt damit deutlich, wo der normale Text des Autors anfängt!
    Der miese Tonfall, der durch Dich ins Spiel kam, ist bedauerlich – und geht auf Deine Kosten!
    Klaus Ender

  43. Meine Meinung über die Schmuddelbilder der Co.- Abhängigen Exibitionisten und Spannerknipser habe ich oft kund getan. Die Reaktionen auf meine Kommentare sind immer die gleichen. Beleidigungen und Ignore.
    Dieser offizielle Blog, den der Hausherr selbst ins Leben gerufen hat ist lächerlich und überflüssig.
    Er allein bestimmt, welche Bilder die grösste Foto- Community zieren.
    LG Erno

  44. @Super Model
    Ich lese keine Argumente – nur leere Totschläger -Phrasen .
    Was ist los ?
    Keine intellektuelle Leistung möglich ??

  45. wow.
    typisches imeigenensaftsuhlen-und-sichselbstzuwichtignehmen-ineinercommunity.
    doof.
    lies nochmal:
    Von Marcel Glasi | 31.10.11 18:57

  46. 1. Habe ich niemanden beleidigt .
    2. Meine ich nicht den Fotografen sondern wie der Text aufgesetzt ist .
    Wer soll den bei der geballten Kompetenz noch anderer Meinung sein ?
    Total einschüchternd werden die ganzen Referenzen aufgezählt und Lobpreisungen zelebriert .
    Im Übrigen sehe ich diese Seite hauptsächlich als Seite für Hobbyfotografen und Amateure – somit lautet meine Devise: “Erlaubt ist was gefällt” und gezeigt wird das, was nun mal heutzutage fotografisch produziert wird . Welche Maßstäbe/Ansprüche und welche Qualität der Einzelne an seinem fotografischen Werken ansetzt – ist somit individuell und nicht beeinflussbar.
    Wenn man Europas größte Community ist und bleiben möchte – dann hat man nun mal “Masse statt Klasse” .
    Wenn man eine Elite haben will – muss man selektieren und eben eine Seite für Fotografenprofis machen und dann Fotografen per Bewerbungsverfahren aufnehmen um ein entsprechend hohes Niveau/Qualität in den Werken zu haben .
    Und ausserdem sind mir auch die Ansichten die der Fotograf für die heutige Zeit vertritt – zu konservativ und zu bieder .
    So das ist nun mal Meinung

  47. Als ich den Text von Herrn Ender las dachte ich: “Klasse, endlich mal ein Blogbeitrag mit Substanz.”
    Inzwischen, nach mehrmaligem lesen und wirken lassen, bin ich da etwas gespalten.
    Ich denke, Herr Ender setzt seine persönliche Meinung teilweise ein wenig zu hoch, stellt sie zu sehr als absolut dar.
    Beispiel: er bezeichnet die Intimrasur als Unsitte.
    Nunja, da kann jeder gerne seine Meinung haben, aber dies hat nicht einmal etwas mit Fotografie zu tuen.
    Hätte er es als Unsitte bezeichnet, rasierte Intimbereiche fotografisch zu präsentieren, so wäre es zwar immer noch seine Meinung, hätte aber im Detail wenigstens den fotografischen Bezug.
    Beispiel: Schmutz und Farbe, Piercings und Tattoos werden als Stilmittel von unterstem Niveau hingestellt.
    Nun, Körperschmuck hat erstmal auch nichts mit Fotografie zu tuen, und so er vorhanden ist, gehört er (meiner Meinung nach) mit zur Darstellung des Körpers. Wer das nicht möchte, sucht seine Modells entsprechend aus. Schmutz und Farbe würde ich als Stilmittel sehen. Und Stilmittel verändern und entwickeln sich, genauso wie die Kunst sich entwickelt.
    Nicht die Stilmittel an sich, sondern wie sie ein- bzw. umgesetzt werden, ist doch zu bewerten, oder?
    Im Endeffekt möchte ich damit folgendes sagen:
    Ich glaube, einiges in seinem Text ist ungeschickt, weil emotional, formuliert.
    Ich habe Respekt vor seiner Meinung, seinem Schaffen und seiner fachlichen Kompetenz.
    Ich stimme teilweise mit seiner Meinung überein: die “Aktfotografie der Masse” ist banal, teilweise entwürdigend.
    Ich stimme nicht überein mit seinen Verallgemeinerungen und in meinen Augen “platten Attitüden”.
    Von einem Menschen mit seiner Erfahrung (fachlich und im Leben) hätte ich mir in solch einer Stellungnahme, in solch einem “Weckruf”, ein wenig mehr Differenziertheit und weniger Polemik erwartet.
    Ich finde es sehr schade in welcher Form dieser Blogeintrag geschrieben wurde, denn im Kern der Sache bin ich der gleichen Meinung.
    Und gerade deshalb hätte ich mir mehr Sachlichkeit und Fingerspitzengefühl, und dadurch mehr Substanz erhofft.
    Ich hoffe, ich habe die richtigen Worte gefunden um meine Meinung verständlich darzulegen.
    Gruß
    Achim

  48. @marcel glasi:
    denk immer dran, die beleidigung sagt meist mehr ueber den beleidiger als ueber den beleidigten.

  49. derTwix -

    Ein Nackt Foto ist für mich nicht gleich ein Aktfoto…Ein Aktfoto aber auch nicht gleich an Nacktfoto…
    Ich denke, wer Akt (klassischen Akt) nur auf die Darstellung “abstrakter” Körperstellungen reduziert, der reduziert sich selbst..
    Gute Aktfotografie kann und soll überall “funktionieren”..nicht nur vor schwarzem und weißen Hintergrund..
    Ein gutes Beispiel ist das Bild auf dem Balkon…
    Schönen Halloweenabend noch,…

  50. Meine Güte der Text ist ja ausser der eigenen Beweihräucherung eines wahren Meisters – wirklich total überflüssig und nichtssagend .

  51. doof finde ich, dass sich grad einige per pm meldeten, statt es hier zur allgemeinen diskussion zu stellen.
    umso doefer, dass die diskussion jetzt schon zuende sein soll, wo doch grad die ersten nachfragen erledigt sind.
    ich weiss nicht recht, ob sich das alles wirklich reduzieren laesst auf den eigenen weg, den man gegangen ist, oder noch vor sich hat, und die verschiedene wahrnehmung der dinge. ist es zu einfach gedacht?
    eine frau schrieb mich heute an. sie will bilder. ich musste ihr schreiben, dass ich sie leider nicht annehmen kann, denn in ihrem wertesystem, in ihrem portfolio, hat sie mit leuten geteilt, deren arbeiten mir suspekt erscheinen. das ist total subjektiv, und voellig unfair, sie nicht zu knipsen. waere sie mir 5 jahre frueher begegnet, haette ich sie mit kusshand angenommen.
    jetzt geht es nicht mehr, weil ich das nicht leisten kann. diese sehr subjektive sicht auf die dinge machen sich menschen nicht klar, die in einer rein virtuellen welt aufgewachsen sind, in der immer alles moeglich und verknuepft und gleichermaßen real erschien.
    ich schaetze, ich bin da mit herrn ender auf einer linie, wenn wir zurueckblickend betrachten, wann das internet ueberhand nahm, und wann es – durch mechanismen wie die fc oder mk – sich auch wieder in bedeutungslosikeit verlor.
    diese punkte wuenschte ich zu diskutieren.
    heutzutage muss man sich ja nicht mehr bekanntmachen und finden und finden lassen.
    man muss sich geradezu schuetzen vor allzuviel sharereien.

  52. Liebe Fotofreunde!
    Ich danke Euch für die (bisher) sehr sachliche Diskussion. Dass sich bisher die “Jugend” nicht zu Wort meldete, kann auch dazu beigetragen haben. Natürlich hat Super Model recht, dass auch v.a. Gebiete vom Rückzug der Moral betroffen sind. Den Hauptgrund sehe ich darin, dass von Kindesbeinen an die Werbung und Medien auf die Menschen niederprasselt,was ganz enorme Spuren hinterlässt.
    Dem Individualisten wird es schwer gemacht, seine Persönlichkeit zu festigen und zu erhalten.
    Er schwimmt in der Strömung mit und findet es ganz normal, das zu tun, was die o.g. Strategen suggerieren.Ihm wird “Freiheit” versprochen und Abhängigkeit infiziert. Die Masse merkt nicht, dass die Berieselung der Medien ihren Alltag und ihre Gedanken im Griff hat. Alle wollen Individualisten sein und jeder Dritte riecht nach Charell, Bogner oder Becker. Man trägt Plateau-.Schuhe oder High Heels und die Kids glauben, dass jeder das Zeug dazu hat, “Superstar” zu werden. Die Manipulation ist nahezu perfekt. Ich mache mir seit 20 Jahren Gedanken, wo das enden soll und habe mich seit 2002 der Lyrik verschrieben, die ich mit meiner Fotografie verbinde. Ich will aufrütteln, das Nachdenken entfachen und verhindern helfen, dass Menschen spätestens mit 35 Jahren unter Born out leiden. Wer diese 30 Gedichte in Wort & Bild insich aufnimmt, wird vielleicht erkennen, was wir uns antun.
    Heute ist Reformationstag – und ich sage als Atheist, dass wir eine Reform dringend nötig haben. Reformieren wir unsere Gefühle und Gedanken, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Von außen kommt keine Hilfe, wir müssen sie in uns selbst finden.
    Viel Glück und Kraft wünscht, Klaus Ender
    http://www.klaus-ender.com ender-lyrik- zeitgeist

  53. zu einer regen diskussion wird aufgerufen:
    aber worueber denn genau?
    dass sich alles unaufhoerlich veraendert, das ist fuerwahr schon immer so gewesen, im web 2.0 wird uns das nur deutlicher unter die nase gerieben.
    herr ender hat davon sicher noch sehr mehr mitbekommen als ich, und dabei fuehle ich mich als 69er doch schon alt und verbraucht.
    spannender finde ich, dass viele dinge ueber jahrzehnte vom wandel voellig unberuehrt bleiben.
    noch immer (mehr denn je, mag man beim blick in den aktkanal schließen) gibt es diese ganzen leute mit voellig verqueren moralvorstellungen, die sich das, was sie wollen und das, was sie duerfen, so lange zurechtbiegen, bis es einigermaßen uebereinanderpasst, anstatt einmal aufzusehen und einmal kritisch hinterfragen, warum ihnen dieser moralische eiertanz so wichtig, so viel energie wert ist.
    denn es ist wohl wie bei allen wegen im leben.
    wenn wir am ziel angelangt sind, loest sich das ganze streben, das ganze wuenschen und hoffen in luft auf.
    was bleibt, ist die viel spannendere frage.

  54. Hallo,
    interessanter Beitrag. Ich sehe das ähnlich. Allerdings würde ich nicht nur auf den Aktkanal beschränken. Mist gibt es überall, Respektlosigkeit auch. Vielleicht fällt die Respektlosigkeit nur im Aktkanal deutlicher auf? Ich selber habe keinerlei Erfahrung mit Akt, hätte auch gar keine Lust darauf, weil mir Nacktheit inzwischen komplett abgenudelt erscheint. Alles von Porno bis Kitsch x-mal repetiert. Meine eigene Einschätzung, was eine gute Nacktaufnahme ist, hängt so weit oben, da käme ich nicht ran. Rasuren, Tatoos und Piercing – kann ich nichts Allgemeingültiges zu sagen. Mir inzwischen zu viel, zu gewöhnlich. Wie ich auch insgesamt der (Selbst-)Zurschausstellung überdrüssig bin. Vielleicht werd ich alt. Vielleicht dreht sich der Wind auch wieder. Ich hoffe noch.
    Gruß
    Henkki

  55. KDH -

    Hallo Klaus Ender,
    Heute, am 31. Oktober, ist Reformationstag und (eigentlich) nicht Halloween …
    Gleiches gilt auch für die Fotografie im allgemeinen und besonders für die Aktfotografie.
    Dein Statement zur Besinnung auf die künstlerischen Werte der Aktfotografie, gerade hier in der Community, kann ich sehr gut nachvollziehen und ganz dick unterstreichen. Auch wenn sich bei Deinem Beitrag hier, zwei Seelen in meiner Brust streiten … ;)
    Die Zeiten, als (Akt)Fotografie noch das Werk von wenigen Künstlern war, waren – zumindest in der westlichen Welt – schon vorbei, als Du als Amateur in der DDR Akt fotografiert hast. Schon 1977 wurde im “Das deutsche Lichtbild” über die massenhafte Bilderflut geklagt, weil sich jeder eine Kamera und den passenden Film leisten konnte und jetzt wild drauflosknipst.
    Und heute, im “digitalen Zeitalter” … ?! Vollautomatische Kameras, wo sich der Fokus nachträglich an eine beliebe Stelle im Bild verschieben lässt, sind kurz vor der Markteinführung.
    Ich selbst fotografiere als Amateur auch Akt. Durch den Aktchannel hier klicke ich mich kaum noch. Nicht nur wegen der von Dir angesprochenen Thematik, sondern weil von Bildgestaltung und Ästhetik oftmals keine Rede mehr sein kann. Gleiches gilt mit Abstrichen allerdings auch für den Channel “Menschen”.
    Ich persönlich nehme die Menschen so wie sie heute sind. Mit oder ohne Rasur, mit oder ohne Körperschmuck. In dieser Beziehung geht mir Dein “moralischer Zeigefinger” dann doch ein Stück zu weit und ist mir etwas zu “altbacken”. Wenn die Ästhetik im Bild im Vordergrund steht und nicht nur reine “Muschigrafie” ist, habe ich selbst keinerlei Problem damit.
    Aktfotografie als “Königsklasse”, wenn man alle anderen fotografischen Sujets beherrscht – ja, so sollte es sein. Nur wird das heutzutage ein Wunschtraum bleiben!
    Und dennoch, vielleicht regt dieser Beitrag den einen oder anderen zum Nachdenken an – so wie mich gerade eben.
    viele Grüße,
    Klaus-Dieter Hohmann

  56. als erstes verneige ich mich vor herrn ender und ziehe meinen hut für das was er sich in den vielen jahren aufgebaut, geleistet und erarbeitet hat!! es gehört verdammt viel dazu, über so viele jahre in diesem beruf arbeiten und davon leben zu können! und was das wichtigste ist, von der menge akzeptiert zu werden!
    zum thema nacktheit, akt etc.:
    ich bin halb so alt wie herr ender und arbeite erst seit sieben jahren selbstständig als fotograf. bin also auch schon ein kind der neueren “moderneren” welt. aber ich finde herr ender hat vollkommen recht was den intimbereich, tattoos, piercings etc. der heutigen models anbelangt.
    ich privat finde einen rasierten oder ganz nackten intimbereich bei der frau sehr reizvoll. aber auf fotos die der öffentlichkeit präsentiert werden sollen hat so eine nackte zone nichts verloren!!!! ein natürlicher intimbereich wirkt auf einem aktfoto erst stilvoll, ansehnlich und interessant!! man braucht nicht alles brühwarm serviert bekommen sondern sollte schon noch raum für fantasie offen halten!!
    es ist erschreckend, wie manche damen die zu einem aktshooting kommen wollen reagieren, wenn man als fotograf sagt, sie sollen sich im intimberiech etwas wachsen lassen. es ist schon so weit, dass es die meisten nicht mal für ein shooting tun. wenn ich es als “moderner mensch” schon nicht verstehe, wie sieht es dann erst in herrn ender aus der in einer “naturbelassenen welt” aufgewachsen ist. ojeeee….
    was die communitys wie fc, modelkartei etc. anbelangt: hier tummeln sich (sorry für meine formulierung) fast nur noch spanner, muschi und tittenknipser!! das hat nichts mehr mit künstlerischer fotografie was es eigentlich sein sollte zu tun!
    ich war bis anfang diesen jahres auch in der modelkartei seit 2006 angemeldet. man hat mich aber ohne vorankündigung und ohne einer verhandlung gelöscht weil ich meine offene und direkte meinung im forum geschrieben habe! ich habe nur fakten genannt die gang und gebe geworden sind und viele models betreffen! hier werden damen nur noch als ware gehandelt, zum geschlechtsverkehr teils gezwungen etc.! es ist wie in einer kontaktbörse! aber man will das auf diesen portalen einfach nicht wahr haben und wird als unruhestiffter gelöscht!! hallllooooo was ist das denn???
    ich vermisse ein portal von kennern für kenner!!!
    lg der BIG

  57. Just my pix -

    Volle Zustimmung … aber getreu dem Motto ´Sex sells´ versucht (in meinen Augen) die fc gerade damit den entsprechenden Profit zu machen. Das Verhältnis von Bildaufrufen und Kommentaren spricht da ja auch eine deutliche Sprache – ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass sich das seit dem Ablauf meines Bezahl-Accounts geändert haben sollte.

  58. mweiler -

    ..und dann noch kurz die Welt retten… :-)
    lg. Markus

  59. Interessanter Standpunkt, der sich durchaus nachvollziehen läßt.
    Wenn ich Deine Ausführungen jedoch richtig interpretiere, sollte auch nur jemand “Akt” betrachten und “beurteilen” wer was von Akt versteht? Wäre das nicht zu weit von oben herab?
    “Nacktheit” an sich hat für jedes Individum ein eigenes Wertgefüge, Die Grenze zum Entblößt sein reicht m.E. bei jedem unterschiedlich weit.
    LiGrü
    Mo