
Fotograf: Wolfgang Weinhardt
Fest des absteigenden Rauchs o.a. Fest des Westens, Tana Toraja, Sulawesi.
Es handelt sich um die rituelle Schlachtung eines Büffels.
Dieses qualitativ absolut hochwertige Bild erregt aktuell die Gemüter in der fotocommunity und wirft die Frage auf, soll man so etwas fotografieren und dann auch noch öffentlich zeigen? Welchen Zweck erfüllt ein solches Foto, warum wurde es überhaupt gemacht? Ist es ein nun großartiges Dokufoto oder einfach nur sensationsheischend?
Vielleicht ist es auch nur scheinheilig, auf ein seit Jahrhunderten durchgeführtes Ritual total entsetzt zu reagieren, Realtität in blutigster Form nicht ansehen zu wollen. Ergeht es Tieren in unseren Schlachthöfen oder bei den Tiertransporten dorthin nicht viel schlimmer? Wollen wir Wahrheiten oder nur den schönen Schein?
Willy Brüchle schreibt zu einem ähnlichen Foto: “Bei allem Unmut und Entsetzen, das dieses Bild wohl bei einigen Betrachtern hervorruft, sollte man nicht vergessen, wie es in unseren Schlachthöfen oder Hühnerzuchtanlagen aussieht. Die Wasserbüffel in Torajaland werden für nichts anderes gezüchtet, als bei einer Beerdigungszeremonie geopfert zu werden. Sie werden nicht mal bei der Bestellung der Reisfelder vor den Pflug gespannt. Sie werden gehätschelt, gut gefüttert, und haben ihr Wasserloch. Am Ende sorgen sie dafür, dass die Bewohner des Ortes und die Verwandten des Verstorbenen wieder mal ein Stück Fleisch im Topf sehen.”
Das ein Großteil der Betrachter den Inhalt des Fotos nicht mögen, ist sicher nachvollziehbar, doch sollte man es deswegen nicht zeigen?
Andreas Lages meint zum oben gezeigten Bild: “Ich finde das Foto geschmacklos. Es gefällt mir genauso wenig wie das Foto von Nick Ut aus dem Vietnamkrieg. Ich mag es nicht wenn Opfer zur Schau gestellt werden. Egal welche Moral bzw. Seite der Fotograf verfolgt bzw. ergreift.”Es bleibt haften man erinnert sich daran.” Warum eigentlich? Vielleicht weil es einfach so brutal ist und bestimmte Zeitungen sich um solche Fotos reissen würden? Da sind mir (nach)gestellte Fotos, die ähnlich brisante Themen auffassen, deutlich lieber.”
Erfüllen dokumentarische Fotos einen Sinn und bis wohin darf die Dokumentation eigentlich gehen? Wie und woran lassen sich dokumentarische und primär voyeuristische Aufnahmen unterscheiden? Sollen wir uns die Welt so ansehen, wie wir sie uns wünschen oder so, wie sie wirklich ist? Was meint Ihr?
Folgendes sagt der Fotograf zu seinem Bild:
Die Werte des animistischen adat (die Bezeichnung für das ungeschriebene Recht (Gewohnheitsrecht) vor allem in indonesischen Kulturen) mit unserer Weltordnung zu vergleichen ist absurd. Unter Berufung auf das Aluk To Dolo (dem ,Weg der Ahnen’) pflegen die Sa’dan Toraja ein archaisches Wissen um Tod u. Sterblichkeit. Der Büffel – hier der Tedong Saleco, Tana Torajas höchstverehrtes Statussymbol – stirbt, um einem geliebten Hinterbliebenen ein angenehmes Leben im Totenland (Puya) zu ermöglichen. In Ritualen des absteigenden Rauches (den Todesfesten) dienen Tieropfer der kollektiven Erinnerung an Verstorbene u. halten das Gemeinschaftsgefüge zusammen. Jan Assmann, u.a. anerkannter Kulturwissenschaftler, hat jenen gehaltvollen Aspekt unübertroffen beschrieben (siehe Bildzitat).
Hinsichtlich des finalen Schicksals des Opfertieres, welches über eine arbeitslose Dekade, täglich sorgsam gepflegt, in enger Bindung zum Menschen sein Dasein in den idyllischen Reisterrassen im zentralen Hochland Sulawesis fristet, gebe ich zu bedenken, dass es einem in Legionen turbogemästeten, vollzeitgestressten, auf dem oft knochenbrecherischen Weg zum Bolzen o. Strombad- o. halbtot über den Brenner gekutschten, einbeinig, mit verdrehten Haxen am Kranhaken der Verlade baumelnden Schlachtvieh jede Sekunde seiner unzählbaren/verfluchten Existenz durchaus bescheidener ergeht.
Warum habe ich das Bild fotografiert?
Ich bin Fotograf, kein Missionar, kein Weltverbesserer u. würde alles andere als instinktverweigernd erachten. Nichts liegt mir ferner, als die Sa’dan Toraja als grobe Schlächter darzustellen. Ich respektiere u. verehre diese u.a. vernetzte Kulturen in hohem Maß, erfreue mich ihrer Gastfreundschaft, Vitalität, [---] Authentizität.
Ob der gegebenen Ästhetisierung der Aufnahme (zur technischen Umsetzung habe ich mich bereits ausführlich geäußert) habe ich das Bild im Übrigen als Fine Art veröffentlicht.
Abschließen möchte ich stellvertretend für so viele Anregungen mit einer treffenden Bemerkung des von mir hochgeachteten Forummitglieds Olaf Rocksien. “Ohne Aufnahmen wie diese, bliebe unsere Vorstellung von der Welt außerhalb unserer eigenen Welt wie sie ist – eine begrenzte”.
Das adat etwa der unvergleichlich naturnahen Dayak, Toraja, Batak, Papuanese etc. verschreibt sich seit Menschengedenken der Anima. Der hiesige blind auf eine Institution, welche sich mit eigenen Mitteln erforscht u. der Seele jede Nahrung verweigert, eingeschworene Individuationsprozess hingegen gipfelt zumeist im NICHTS u. dem gebrochenen ICH. Liebe Grüsse, Irie, Wolf

Der Kommentar Kinder sollten Dieses und Jenes nicht sehen hinkt der Realität hinten nach, auf den Bergbauernhöfen wachsen Kinder zwischen Schweine und Rinderschlachtungen auf und sie werden bei diesen Ritualen auch nicht weggesperrt im Gegenteil sie sind mittendrin und tragen auch keine Schäden davon sie lernen der Realität ins Auge zu blicken. Die verweichlichten Großstadtkinder (Menschen) haben Schäden, sie fallen bei jedem Tropfen Blut in Ohnmacht.
DIE MENSCHEN WOLLEN DIE WAHRHEIT NICHT MEHR SEHEN.SIE LEBEN IN EINER SCHEIN UND LÜGENWELT.WAS MAN NICHT SIEHT,BRAUCHT MAN AUCH NICHT ZU VERANTWORTEN.DAS FOTO ZEIGT REALITÄT. SUPER!!!!
Der Fotograf hat seinen Job gemacht. Zu entschuldigen braucht er sich dafür nicht. Auch der Versuch, die dargestellte Brutalität durch Verweis auf andere, schlimmere Grausamkeiten zu relativieren, ist überflüssig.
Aber andere sollen gefälligst auch ihren Job machen! Der besteht u.a. darin, sich genau zu überlegen, wer dieses Foto zu Gesicht bekommen sollte.
Menschen, um deren zartes Gemüt ich mir Sorgen machen müsste, also vor allem Kinder, würde ich ungern mit diesem Foto konfrontiert sehen. Der Unschärfe-Filter, der bereits in einem anderen Channel mit Erfolg eingesetzt wird, könnte vielleicht auch in einem neu zu schaffenden Channel “Brutales und Blutiges” seinen Zweck erfüllen.
Diese Aufnahme betrachte ich als Dokumentation eines landestypischen Brauchs. Außerdem ist sie gut. Wir sehen jeden Tag in den Nachrichten schlechtere und abstoßendere Bilder. Ich glaube außerdem, dass in unseren Schlachthöfen viel Schlimmeres stattfindet.
Sicher bringt das Foto eine gewisse Grausamkeit herüber. Auch kann ich verstehen, das einige Menschen solche Fotos ablehnen oder dagegen aufbegehren.
Die Fotografie hat aber unter Anderem einen dokumentarischen Sinn / Auftrag.
Auch Bilder aus Kriegsgebieten sind Dokumente, die die grausame Realität darstellen.
Ich finde, solche Bilder müssen fotografiert und veröffentlicht werden. Einerseits würden wir ohne solche Aufnahmen in einer Traumwelt versinken und uns gegen die die Realität versperren. Andererseits ist die Natur und besonders der Mensch nunmal grausam. Sind wir, in unseren reichen, sogenannt zivilisierten Staaten nicht noch viel grausamer? Massentierhaltung, Tiertransporte, industrielle Schlachtung, ausgesetzte Haustiere, Misshandlung von Tieren.
Das Bild ist einfach ein Zeit- und Kulturdokument. Nicht mehr und nicht weniger.
Viele sitzen auf einem sehr hohen Ross und sollten mal wieder runter auf den Teppich kommen.
Defintiv ZEIGEN!
Es passiert, es kann fotografiert werden,wieso sollte es nicht jeder sehen?
Die Fotografie zeigt oftmals die Realität, (wenn wir surreales herausnehmen).
Da das die Realität ist hat jeder ein Anrecht darauf (!)
Nun ja, das ist nun mal eine Tatsache was da zu sehen ist. Deshalb sollte man davor die Augen nicht verschließen. Es wird eine Tatsache aufgezeigt die nicht angenehm ist. Aber ohne Bilder würden wir sie nicht kennen.
wieso sollen fotografen objektiv bleiben? wasn das für ne absurdität sondergleichen?
Judg3m3nt, bei peta oder einer vegetarier gruppierung käme keine Diskussion zustande, dort wären sich alle einig ;-)
ich find es erstaunlich das hier alle wegen des bildes rumsikutieren müssen… ich könnte es nachvollziehen wenn dieses bild im forum der peta oder einer vegetarier gruppierung oder so gepostet wporden wär :)
aber wir hier sind doch (fast) alles fotografen und sollten (meiner meinung nach) objektiv bleiben (ohje was für ein wortwitz XD ) und das foto als solches ansehen das es is…als ein top klasse bild… ;)
@Terraluna
möchte noch ergänzen:
Die Welt kann man doch nicht vor solchen Bildern schützen.
Wie soll das funktionieren, massenweise Balsam auf die Augen schütten? Die Folge davon fände ich ja noch viel schlimmer, als so ein Foto „nicht vergessen zu können“.
Ich sehe Bilder wie diese als eine Chance zur Auseinandersetzung mit anderen Kulturen oder dem Geschehen auf unserer Welt, der Fotograf gibt doch die Stütze dazu – ausserdem genügt ein Klick in sein Portfolio, um dies weiterzuführen, diese Möglichkeit besteht.
Die Anspielung bezüglich div. „PC Spiele“ oder „CSI“(welche vom Sendeplatz her durchaus für 10 Jährige zugänglich ist) war nur, dass sich über solche Bilder kaum einer aufregt, hier aber schon (?). Bisschen weltfremd erscheint mir dies.
Ich bin gegen das Zeigen „sinnloser“ Gewalt (…), aber ich bin durchaus dafür, dass es Bilder gibt, die nicht immer eine heile Welt vorgaukeln, wie z.B. im National Geographic, oder das es Filme gibt wie „Schindlers Liste“, „Das Experiment“ , „Die Welle“ usw. usf. Auch diese sind bei weitem nicht leichte Kost, aber damit kann man sich auseinandersetzen, von lernen, sie bieten eine Diskussionsgrundlage.
Ob das Kinder im Alter von 10 oder 11 Jahren schon sehen sollten, ist eine andere Frage.
Die Erziehung aller Kinder der „Konsum“Gesellschaft (in Bezug auf Dein Beispiel, dann schaut er halt bei seinem Freund) ist Gott sei Dank nicht meine Aufgabe.
Die Verantwortung und Pflicht (!) liegt allein bei deren Eltern, auch wenn diese immer öfter vernachlässigt wird. Leider…
Wobei, mir fällt grad noch ein nettes Doku-Filmchen zum Thema ein, das ich vor wenigen Jahren im TV gesehen hatte: In Italien, irgendwo in den Bergen wurde ein wilder Eber geschossen, die (Klein)Kinder (!) des „Jägers“ sahen zu beim Ausbluten, beim Häuten, Ausnehmen, etc. eben dem ganzen Prozedere des Zerlegens, sie haben – eher mit Desinteresse – dabei zugeschaut, aber keinesfalls geschockt reagiert, sie waren es gewohnt, das gehörte zum Leben, Essen beschaffen. Es ist also alles eine Frage dessen, wo und wie jemand aufwächst. Je nach seiner Kultur. Hätte der Sender das nicht zeigen sollen?
LG – ich habe nun wirklich fertig, oder so ;-)
Was *mich* so ganz grundsätzlich im Zshg. mit diesem Bild, welches nur beispielhaft für viele andere steht, welche Gewalt und Tod darstellen, verwundert, ist die Tatsache, daß derartige Fotos ohne Probleme öffentlich gezeigt werden können. Schließlich sind Tiere ja nur Sachen. Derartige Darstellungen sind für mich grundsätzlich lebensverachtend.
Wird jedoch ein nackter Mensch gezeigt, sind sich so ziemlich alle einig darüber, daß “solch” ein Foto nicht öffentlich gezeigt werden darf, dabei stellt es für *mich* in aller Regel etwas sehr lebensbejahendes dar. Und ich finde, daß man jungen Menschen lebensbejahende Darstellungen generell frei zugänglich machen sollte…
@ Kathi…
es freut mich für dich, wenn du dich wieder anderen Themen widmen kannst.
Mir tun die Menschen leid, die dazu nicht in der Lage sind, weil sie dieses schlimme Bild nicht vergessen können.
danke ;-)
ach nee, weisste, ich bin des Thema´s allmählich überdrüssig.
und verstanden haben wir uns offenbar beide net ganz, bisschen vielleicht, aber nicht ganz ;-)
ich widme meine Energie ab sofort wieder anderen Themen.
mach´s gut! Das meine ich auch so
:-)
@ Kati
a.) ich habe nirgendwo geschrieben, dass ich Fleischesser verurteile oder hasse. Ich hatte geschrieben, dass ich Menschen hasse, die Macht über Schwächere ausüben. (Kinder, Tiere, Natur etc.)
b.) nicht ich habe den Vergleich mit den Computerspielen angeführt, sondern du.
c.) die Tatsache, dass du als Erwachsener nicht entscheiden kannst, ob dieses Bild verschlüsselt werden muss oder nicht, sagt mir, dass es wenig Sinn macht an dieser Stelle weiter zu diskutieren.
d.) deine Meinung über Kinder im Netz hinkt auch, da Kinder zum Freund gehen und dort ins Internet gehen, wenn die Eltern auf der Arbeit sind oder es gar erlauben. Du kannst nicht 24 Stunden am Tag auf dein Kind aufpassen!
e.) vielleicht hättest du dir doch die Mühe machen sollen und meine Anmerkungen lesen, bevor du mir antwortest. Sicher nicht ganz einfach bei den vielen Kommentaren, aber wenn du mich angeschrieben hättest, dann wäre ich dir beim Suchen gerne behilflich gewesen.
Terraluna..
ich weiss nicht, ob wir (und viele andere) aneinander vorbei reden…
Du sprichst gleich vom Hass auf Menschen, das finde ich heftig… würde ich nie sagen, ich “hasse” die Menschen doch nicht, weil sie z.B. Fleisch essen oder sonst irgend was. Da würde ich mir ja Freude und nette, weitere Begegnungen entgehen lassen, nur weil mir nicht passt, was irgendwer mal irgendwann gemacht hat (??).
Ich habe unterm Foto nicht alle Meinungen durchgelesen, so auch nicht die Deine.
Ausserdem hinkt m.E. nach der Vergleich (wie von Dir unterstellt) des Fotos mit Computerspielen oder CSI Sendungen.
Hier im Foto wird nicht blanke Gewalt gezeigt, sondern die rituelle Tötung eines Tieres, dem es vorher doch recht gut ging.
Die Menschen dort haben noch einen Bezug zu ihrem Leben, zu ihrer Kultur.
Der Akt selber schockiert, augenscheinlich, aber sonst ist es mit nichts, was Du angeführt hast, zu vergleichen, find ich, der Kontext – und darauf kommt es an – ist hier ein völlig anderer.
Darum ging es mir.
Soll es verschlüsselt werden? Darüber kann, mag ich nicht entscheiden, finde aber hier – nicht, aus genannten Gründen.
Ansonsten, Kinder sollte man eh nicht ohne Aufsicht auf´s Netz loslassen, ab 17, 18 oder so, denke ich, können Jugendliche, zumindest jene, die zu Hause ein offenes Ohr haben und sich eines gewissen Hintergrunds erfreuen dürfen, schon selbst einordnen, was “gut und böse” ist, die Intelligenz von so jungen Menschen würde ich nicht unterschätzen…
Zum Foto wurde (zu)viel und immer irgendwie das gleiche geschrieben, habe aber den Eindruck, viele hier schliessen von sich auf andere, woher wissen die denn das? Die Entscheidung kann man schon noch jedem selbst überlassen, als erwachsene Menschen.
egal…
lg Kati
@E.lis-A
Wie ich deinem Text entnehme bist du auch kein Freund von brutalen Computerspielen und zerstückelten Leichen zur besten Sendezeit. Auch ich bin nicht mit dem Auto zur Schule gefahren worden und ja… wir waren damals alle ohne Sicherheitsgurt und ohne Handy unterwegs… und ja, wir haben es alle überlebt.
Du darfst mir glauben, dass ich schon sehr viel Leid und Grauen gesehen und erlebt habe.
Ich verschließe mich nicht der Realität und ich schaue mir Bilder wie dieses hier oben an. Ich selbst bezeichne mich als Realist.
Filme von Krieg, Mord, Tiertransporten und alle gruseligen Dinge habe ich mir angesehen, weil ich wissen will, was draußen los ist.
Je älter und reifer ich werde, desto schwieriger wird es für mich hinzusehen, weil mich diese Bilder in meinen Träumen monatelang verfolgen. Trotzdem schaue ich nicht weg.
Unendliche Wut und Ohnmacht überkommt mich. Ich bin wütend auf die Menschen, die Macht über andere ausüben. Sei es Mensch, Tier oder die Natur an sich. Dazu gehört auch das Zeigen dieses Bildes auf der Startseite!
Unter dem Bild hatte ich schon geschrieben, dass es dieses Bild geben darf und auch gezeigt werden darf. Von der fotografischen Seite würde das Bild auch ein Pro von mir bekommen, wenn es nicht manipuliert worden wäre. Aber das ist nicht die Frage.
Ich rege mich fürchterlich darüber auf, dass dieses Bild benutzt wird um billige Schlagzeilen und Werbung für ein Fotoforum zu machen.
Du schreibst:
„Andererseits werden um 20.15 beste Sendezeiten CSI –Serien gezeigt, wo man locker zerstückelte Leichen oder das Sezieren selbiger, die sehr echt aussehen, zeigt. Da beginnt m. E. die Verrohung der Gesellschaft, nicht jedoch anhand des Zeigens eines solchen Fotos (mit unterstützenden Worten seitens des Bildautoren).“
Du prangerst an, dass die Verrohung im Abendprogramm beginnt, aber auf der anderen Seite tolerierst du, dass dieses Bild auf der Startseite einer Fotocommunity gezeigt wird. Warum sagst du nicht… Halt Stopp… jetzt reicht es. Wir (denn du bist ein Teil dieser Community) machen das nicht auch noch mit. Denn wenn alle etwas machen, muss es nicht zwangsläufig richtig sein.
Die unterstützenden Worte des Autors wird ein Kind, welches dieses Bild plötzlich unerwartet sieht nicht mehr lesen. Und wenn es schon lesen kann… wird es den Text nicht unbedingt begreifen.
Das hat hier auch alles überhaupt nichts mit Doppelmoral zu tun.
Hier geht es einfach nur darum, dass dieses Bild nur bedingt (verschlüsselt ja, wie auch Aktbilder) für eine „Familien- community“ geeignet ist.
Geht mit diesem Bild dorthin, wo ihr etwas damit erreichen könnt. Benutzt es für oder gegen was ihr wollt, damit es einen Sinn erfüllt. Aber mutet es nicht auch noch unseren Kindern zu, die weiß Gott schon genug mit unserer kaputten Welt zu ertragen haben.
Sicher, wird sind mit dem Fahrrad zur Schule gefahren worden, aber damals hat uns noch kein Amokläufer in der Klasse begrüßt. Solche grausamen Sachen erfahren unsere Kinder heute!
Dieses Bild auf der Startseite in den Random- Favoriten ist immer noch groß genug um alles genau zu erkennen, ohne drauf zu klicken. Es grenzt an Körperverletzung sensiblen Mensch und Kindern so etwas zuzumuten. Menschen, die einfach nur Bildchen in einer Fotocommunity anschauen wollten.
Unter dem Bild schrieb gestern eine 17- jährige: „Ich hasse Menschen“
Über diesen Ausdruck der Überforderung und Ohnmacht, wird sich seitens „Erwachsener“ auch noch aufgeregt.
Ja, ich bekenne mich… auch ich im erwachsen Alter sage auch heute noch: Ich hasse Menschen. Nicht alle, aber sehr viele.
Ich hasse sie dafür, dass sie Macht ausüben und Menschen, egal wie alt sie sind, Bilder zumuten um sie zu schockieren, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was sie damit auslösen.
Zum Foto hatte ich mich ja schon mehrfach (unterm Bild) geäussert.
Was mich eigentlich erschüttert, ist dieses Verweichlichen unserer Gesellschaft, sogar Kinder werden zur Schule gekarrt, dadurch ihrer eigenen Fähigkeit beraubt, ein gesundes Selbstvertrauen zu entwickeln (ich durfte mit 7 Jahren bereits alleine zur Schule laufen oder radeln). Nur 1 Beispiel von sehr sehr vielen…
Gleichzeitig aber toleriert man Gewaltverherrlichende Computerspiele.
Wenn nun noch „verboten“ wird, so ein Foto zu zeigen, was soll das bringen?
Andererseits werden um 20.15 beste Sendezeiten CSI –Serien gezeigt, wo man locker zerstückelte Leichen oder das Sezieren selbiger, die sehr echt aussehen, zeigt.
Da beginnt m. E. die Verrohung der Gesellschaft, nicht jedoch anhand des Zeigens eines solchen Fotos (mit unterstützenden Worten seitens des Bildautoren).
Diese Doppelmoral – das Nichtwissen außerhalb der eigenen 4 Wände, das Ignorieren, was in heimischen Gefilden vonstatten geht kontra der unsäglichen, künstliche Empörung über diese Abbildung, das ist geradezu grotesk.
Es wurde vom Fotografen alles, wahrhaft alles hinreichend erörtert. Warum nur sind so viele nicht bereit, ihren Horizont vorurteilsfrei zu erweitern?
Meiner Fassungslosigkeit hierüber kann ich gar nicht genug Ausdruck verleihen.
Über diese kleinbürgerliche (scheinbar deutsche) Manier schäme ich mich immer wieder, wenn ich im Ausland unterwegs bin.
Fazit: Zeigen – und hier sehr gerne mehr davon!
Muss ja nicht immer blutig sein, aber mit dem Thema Wahrheit habe ich keine Probleme…
Oder muss man sagen, es wird wieder Zeit für eine (kleine) Revolution?
;-)
Ich schließe mich dem User monochrome an. mir kommt die Diskussion so vor, als würde man sich bruskieren über 4 bäume,die gefällt werden-aber sich täglich einen coffee Tod go Becher in der hand halten.. Fotografie kann alles zeigen. auch die Realität.
Warum nicht das zeigen (und wissen wollen), was auf der Welt und in anderen Kulturen vor sich geht? Nur, weil in unserer Kultur Tiere anders geschlachtet werden, muss diese Art nicht besser sein. Und wenn man einen Blick hinter die Kulissen erhascht, ist sie es ja auch nicht. Wissen erweitert unseren Horizont, warum soll so eine Szene nicht dazu beitragen dürfen? Bei dem Anblick der Von-Hand-Tötung dieses sein Leben lang gut behandelten und artgerecht gehaltenen Tieres gruselt es mich sehr viel weniger als der Gedanke an die unmenschliche Abschlachtung unseres Sonntagsbratens in spe.
wer nicht in der Lage ist, andere Genres zu akzeptieren, sollte seiner gerade geäußerten Absicht keinen Zwang antun, vielleicht ändert sich dann hier mal etwas in Richtung Toleranz
Durch das Weglassen von Informationen wird unsere Welt kein Stückchen besser, friedvoller oder intellegenter. Die Amerikaner verfahren in ihrer Berichterstattung über ihre Kriege nach diesen Schemata .. Bomben werden durch die Faszination an der Technik humanisiert.
Wir sollten die Augen öffnen und sehen, dass die Welt keine Baarbie und Ken Welt ist, Schweine, Kühe und Hühner werden nun mal nicht in der Plastikfolie im Supermarkt geboren.
Ich mag Tiere und auch Menschen, aber meine Welt besteht nicht nur aus dem Kraulen meiner Katze oder meines Hundes.
wenn es bei der peta.de auf der seite als werbung laufen würd, ok…aber hier…NEEE
ich dreh hier gleich durch…brüste dürfen nicht gezeigt werden… aber sowas?????
für diesen bildbeitrag müsste man die fc echt schließen oder verlassen…
Als ich vor vielen Jahren in einer TV-Dokumentation zum allerersten Mal sah, wie Menschenaffen (Schimpansen) ihren bekämpften und unterlegenen Feind fraßen, war ich doch einigermaßen entsetzt – das wusste ich nicht – ich musste das erst einmal verarbeiten.
Dass Tiere Tiere fressen weiß ich selbstverständlich, aber diese dem
Menschen so nahestehenden Schimpansen…
In einer anderen Dokumentation über Wildpferde sah ich, wie der Leithengst,
offensichtlich nach zögern und Überprüfung, sich gezwungen fühlte, ein krank
geborenes Fohlen zu töten.
Er trampelte auf den kleinen Körper, griff es mit dem Maul, warf es durch die
Luft und trampelte es tot – die Herde musste/konnte weiter.
Ohne diese Sterbehilfe hätte das Fohlen noch lange gelitten.
Ich selber habe Hund und Pferd, es war sehr schwer für mich dies anzusehen,
aber ich muss es doch wissen.
Diese beiden Beispiele, sollen verdeutlichen, dass Wissen/Nichtwissen
Verständnis beeinflusst.
Allgemeines Wissen – die Natur ist grausam, “…aber muss denn der Bär ausgerechnet so ein junges Kitz fressen – wie gemein”…
Ich denke es ist oft ein Defizit an Wissen, welches sich bei manchen angesichts solcher Bilder mit Aussagen von Adjektiven wie furchtbar,
entsetzlich, grausam, schrecklich oder bestialisch äußert.
Sind wir Mitteleuropäer der Maßstab? Sind wir es die bestimmen, was richtig
oder falsch ist?
Sind wir es die über Rituale urteilen dürfen?
Sind wir tatsächlich die Zivilisation, die den Maßstab anlegen darf?
Wir die Bestie Mensch?
Die einen halten von Ritualen nichts,
die anderen gehen in die Kirche – bigotte Tanten…^^
Kurz zum Bild, “zeigen oder besser doch nicht? Ja.
Zitat des Fotografen: Real Image (not contrived).
Also technisch hervorragend!
SlickRock
es ist begrüßenswert wenn wir Zugang zu solchen Aufnahmen erhalten, die professioneller nicht gemacht sein können. Wie das Zitat von Olaf Rocksien es völlig korrekt bemerkt. Hat denn keiner mehr geschichtliche Kenntnisse oder alles vergessen? Wenn Andreas Lages bessere Aufnahmen anzubieten hat, ich hätte sie mir gerne angeschaut, ich fand bloß keine. Und die Bemerkung zu Nick Uts Fotografie aus dem Vietnamkrieg, diese Aufnahme führte nachweislich und maßgebend zum Ende dieses barbarischen Krieges, vergessen?
Wir sind zum größten Teil Amateure – auch wenn sich alle als Fotografen bezeichnen und sich als solche fühlen, hier wird soviel dilletantischer Schwachsinn gezeigt, auch sehr viel digital erzeugter Schmutz der an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten scheint – aber das ist ja gestellt, also okay, wenn die Axt den Schädel spaltet und auch jeder die Aufnahmen anschauen kann. Das ist ein Teil meiner Meinung, die ich zu respektieren bitte, so wie ich auch für andere Meinungen folgenlosen Respekt erweise. Gegen, aus welchen Gründen auch immer, respektlose Kommentare auf meinem Profil, resultierend aus diesem Beitrag, werde ich vorgehen. Wolfgang Weinhardt zolle ich Respekt und schaue mir gerne seine Aufnahmen an, er zeigt uns nämlich sehr viel von der Welt, vieles, was mit Sicherheit die wenigsten von uns selbst sehen werden. Alleine deswegen sollten wir ihm dankbar sein. BG Volker
wenn ich mir die galerie anschaue, dann wundert es mich nicht, dass so sehr viele User meinen, “so etwas” gehöre nicht gezeigt. Gibt es in diesen heiligen Hallen doch nur “Heile Welt” und alles, was aus diesem Rahmen zu fallen droht, wird negativ besetzt. Gut, wenn der Eine oder Andere die Realität hier oder in der “Fremde” nicht sehen will, soll er drüber weg sehen, aber es bleibt Realität und Fotografie ist AUCH dazu da, genau diese zu zeigen, zu dokumentieren. Wer sind wir denn, die Bräuche in anderen Regionen verurteilen zu wollen. Ich denke doch diese unsere “deutsche” Ansicht ist doch nicht Grundlage für alle. Unsere Schlachtmethoden mögen vielleicht von aussen betrachtet weniger spektakulär sein, aber besser sind sie nicht. Es verzichtet auch kaum einer auf sein Schnitzel, Hähnchen, Wurst oder Ähnliches.Darüber hinaus würde sich die FC “FOTO-community” unglaubwürdig machen, wenn solche Realitäten nicht mehr gezeigt werden könnten / dürften. Man kann, soll über solche Bilder diskutieren, pro oder contra, aber nicht so weit gehen, Fotos dieser Art unter den Tisch fallen zu lassen. Nur was dokumentiert und gezeigt wird, kann zu einer Diskussion führen, die ja hier eigentlich gewünscht ist
Hier ist ja schon einiges geschrieben, Sinniges und Unsinniges.
Positiv bewerte ich mal, dass die fotocommunity solche Bilder thematisiert.
Sicher ist das Bild, wenn ich mal einen ganz oberflächlichen Querschnitt der hier überwiegend gezeigten Bilder nehme, ein Tabubruch.
Hier herrscht die heile Welt, ein Mekka für Fotografen, die das Schöne in der Welt suchen, fotografieren und zeigen möchten. Manche sehr emotionalen Reaktionen zeigen, dass hier eingebrochen wurde. Der Einbrecher, der die häusliche Idylle stört, ist hier ausnahmsweise mal ein Fotograf und nimmt nichts mit, sondern lässt was da. Ein Stück der Welt, wie sie ist. Kein ausgesucht harmonisches Stück Heimat oder schöner Urlaubserinnerung, sondern ein Stück brutalen, fremdländischen Brauchtums.
Damit kann nicht jeder Mensch umgehen, viele schreien nach Verbot, gar nach dem europäischen Gerichtshof.
Bitte, lieber Wolfgang Weinhardt, nimm uns auch weiterhin mit auf deine fotografischen Reisen, bring uns ein Stück der Welt da draussen!!
LG
Michael
So was gehört nicht im öffentlichen Teil, sondern nur im geschlossenem Bereich. Da sollte nur der Zugang bekommen der sich Anmeldet und sich Freischalten lassen muss und das nur mit der Personalausweisnummer. Dann kann keiner der Minderjährig ist direkt mit dem oder anderen Bild direkt in Kontakt kommen. Übrigens: Das ist Tierquälerei und gehört an dem europäischen Gerichtshof um dies verbitten zu lassen! Für mich ist das Ekelerregend.
Dokumentationsfotografie ist völlig in Ordnung. Es ist nun einmal eine Tatsache, dass in anderen Kulturen Rituale praktiziert werden, die bei uns als verabscheuungswürdig empfunden werden. Wer sagt, dass Fotos immer nur etwas schönes zeigen dürfen. Die Welt bietet genügend Häßlichkeit und nur weil man weg sieht, verschwindet sie nicht.
Was betreibt denn die ganze Bettelindustrie – es werden seit Jahrzehnten die schlimmsten Fotos von verhungernden Kindern veröffentlicht, um die Spendenbereitschaft zu erhöhen. Mit Fotos von Kriegsschauplätzen wird dem Betrachter die Situation viel näher gebracht, als es das geschriebene Wort kann. Sensationsfotografie, wie sie in der Boulevardpresse genügend zu finden ist, verurteile ich auf’s Schärfste, da damit irgendwelche perfiden Bedürfnisse befriedigt werden.
Wenn die Zwangsbeschneidung (Petrosilius) in solch ästhetisch überhöhter Form wie bei diesem Foto ein fragwürdiges Ritual als Augenschmaus darzubieten versuchte, würde ich es nicht unbedingt sehen wollen. Aber ich würde gleichzeitig nicht mein ganz persönliches Empfinden als die einzig richtige Weltanschauung zu tarnen versuchen. Ich nenne das den Totalitarismus der Selbstgerechten, die keine Laternen einwerfen, aber auch keine anzünden.
Petrosilius, die Silbe Un- diese negierende Voranstellung erklärt aber nichts über die Frage des Rechts. Und auch nicht unsere ureigene Vorstellung von Brutalität, aufgrund eines Bildes, welches (davon bin ich überzeugt) wir hier alle nicht vollumfassend verstehen. Das Tiere zu töten in welcher Form auch immer ein Unrecht ist, nur weil dies einige Menschen so empfinden, halte ich letztlich für sehr schwer seriös diskutierbar. Wenn das aber so sei und alle Fleischverzehrer sich geirrt haben sollten. Dann bekenne ich mich zum Unrecht, zumindest in dieser Frage. All das erklärt aber noch weniger, warum aufgrund dieser Diskussion, dieses Bild nicht gezeigt werden darf und andere viel schlechtere, viel latent brutalere Bilder doch. Wenn das deine Vorstellung von Recht ist, dann werde ich mich da bestimmt nicht dran gewöhnen.
“Alles Gelungene ist eine Form von Gewalt”
Die Diskussion ob, oder ob nicht finde ich überflüssig. Natürlich gehört diese Art der Fotografie zu unserem Leben. Abgesehen davon, dass das Bild eine absolut hochwertige Qualität aufweist und auch der Auslöser im genau richtigen Moment betätigt wurde, ist doch der Inhalt Bestandteil in unserem Leben. Natürlich erweckt solch eine Arbeit in uns das Mitgefühl, aber hier ist es ein Ritual, woanders die Grundlage für die Ernährung. Es ist egal ob wir Fleisch oder Fisch essen, das Tier muss in jedem Fall vorher sterben. Nur sehen wir das selten. In den industrialisierten Schlachtanstalten ist und der Zutritt verweigert und alles andere findet weit weg von uns statt…
In unserer modernen Berichterstattung ist es doch heute schon fast normal, dass im Krieg, bei Unfällen oder anderer Gewalt fast immer eine Kamera mit dabei ist, aber man neigt zu der Annahme, es ist immer wo anders, bei Anderen, aber nie real in meinem Umfeld. Dem ist aber nicht so! Schaut Euch mal genauer um…
Zum Thema “Gewohnheitsrecht” möchte ich nur sagen, daß es das nicht gibt, sondern nur ein “Gewohnheits-UN-recht”.
Darüber hinaus bin ich der Auffassung, daß man derartigen Verhaltensweisen durch die Zurschaustellung keinesfalls noch ein Forum bieten sollte.
Demnächst finden wir dann auch Fotos von Zwangsbeschneidungen afrikanischer Frauen. Ist dort ja wohl ein “Gewohnheitsrecht” einzelner Gesellschaften.
Das Foto ist Klasse sehr gelungen und diskussionsentfachend. Meine persönliche Meinung solche Fotos dürfen und müssen gezeigt werden.
Ich denke das so ein Stück Leben festgehalten wird.
Genauso wie es hier wundervolle Blümchenbilder gibt, haben auch solche Bilder die gleiche Berechtigung.
Es mag Menschen geben denen das nicht gefällt aber mir gefallen auch einige Bilder nicht.
Das die Diskussion jetzt auf den Rücken von Kindern ausgetragen wird finde ich armselig, auch diese müssen irgendwann der Realität stellen.
Solche Bilder rauszunehmen unter dem Deckmantel des Schutzes der Kinder, würde ergo gleichbedeutend sein mit Kinder vom Land müssen ihren Eltern entzogen werden den es könnte sein sie sehen das Sie lernen, was mit Nutztieren passiert.
Hier sind die Eltern gefragt die ihren erklären müssen, warum so was passiert.
Es gibt nunmal andere Länder andere Sitten in unserem Land trinken viele Menschen immer noch Rotwein/Traubensaft als symbolisches Blut.
Finde ich persönlich genau so befremdlich hier unter dem Deckmantel der Religion eine Art von Kannibalismus zu frönen.
Ich gehe jetzt mal lieber nicht näher auf Bilder in den Nachrichten ein die auch schon nachmittags laufen mein aktuelles Beispiel währen hier eine Aufnahme eines Blutsees in Israel nach einem Bombenattentat gesendet nachmittags um 4.
Es ist das Leben und die Fotos gehören dazu.
Man könnte sicherlich über die Möglichkeit Diskutieren hier extra einen Kinderkanal oder einen Filter damit solche Bilder nicht auf der Titelseite landen einzurichten.
Aber solche Fotos müssen bleiben.
AnnaLena, ich bin schon lange dafür,alles verderbliche aus der fc und insbesondere von der Startseite zu verbannen. Also kein Akt mehr, keine kopulierenden Insekten, kein Blut etc.
Und für die Grundschule schlage ich für den Wandertag den Besuch einer “Fabrik” des Aufsichtsratsvoritzenden von Schalke 04 vor! Schließlich sammelt der Verein “Fleisch zur Freude der Kinder e.V.” lt. Wikipedia Spendengelder für notleidende Kinder. Somit kann ein Schlachtkonzern nichts böses sein.
Oder wie erklärst Du Deinem Neffen die lecker Bärchenwurst?
Wenn solche Bilder nicht mehr gezeigt werde dürfen werden wir nie mehr erfahren zu welch grausamen Taten der Mensch fähig ist. Es ist die wahre, ehrliche Realität und wir die Menschen sind es doch die solche Fotos erst möglich machen, darüber sollte mal nachgedacht werden.
Aufgrund schrecklicher Bilder von unseren Schlachthöfen habe ich mit 12 Jahren aufgehört Fleisch zu essen, für immer. Ich bin froh, daß ich diese grausamen Bilder damals schon gesehen habe, mir hat es in keinster Weise geschadet, ich habe keine bleibenden psychischen Schäden davon getragen oder quäle oder töte deswegen irgendwelche Tiere, ich weiß nicht warum man Kinder vor solchen Bildern schützen sollte, ich bin für das schonungslose Zeigen, ohne wenn und aber.
Gut so!
Das Bild transportiert nämlich eine wichtige Botschaft: Es ist an der Zeit, dass sich die Erde des Menschen endlich entledigt.
Aus welchem Grund sollten Kinder oder Jugendliche solche Bilder nicht sehen dürfen? Haben wir Angst davor, dass wir ihre Fragen nicht beantworten können? Ist es mittlerweile ein Teil unserer Kultur, dass wir uns völlig der Natur entziehen? Wie können wir dann von unseren Kindern erwarten, dass sie die Natur achten sollen – sie kennen Tiere nur als süüüüße Haustiere, oder als still leidenden Geschöpfe hinter Gittern.
Wann ist dann der richtige Zeitpunkt Kindern und Jugendlichen zu zeigen, dass sie bis zu diesem Tag in Watte gepackt wurden, und der Alltag doch viel schlimmer ist? – Oder wird dieser Tag dann der Tag sein, an dem wir erkennen müssen, dass unsere Kinder solche Bilder bereits kennen. Aus der Werbung, aus den Filmen, die sie sehen und von ihrem Schulalltag.
Kinder beim Einkaufen bitte weiträumig um die Zeitschriftenauslagen und vor allem bestimmte Exemplare der Boulevardpresse (vor allem aufgeschlagene) herumführen. Danke.
Ich habe mir auch meine Gedanken zu dem Foto und zu der Diskussion gemacht.
Es macht mir ehrlich gesagt ein bisschen Angst, wie hier miteinander umgegangen wird.
Es ist verständlich, dass man so ein Foto als Reportage zeigen will, da die Welt nun mal aus Grausamkeiten besteht.
Aber es ist ebenso verständlich eine solche Fotografie nicht auf der Startseite zubringen. Zumal Kinder und Jugendliche hier auch Fotos reinstellen.
Eine Idee wäre zwei Seiten zu schaffen, eine für Erwachsenen und eine für die Kinder.
Eine sehr gute Idee ist von einer Vorredner(in) H.Sophia Daske der “Knipsclub” für Kinder.
Außerdem habe ich nachgeschaut, auf einigen Fotozeitschriften ist der Jugendschutz nach § 14 erwähnt, da CD´s im Heft enthalten sind. Überall wo die Jugend und auch Kinder gefährdet sind, wird ein Hinweis darauf gegeben. Dies wäre auch schon die zweite Idee, dass man einen Hinweis auf der Startseite bringt, dass nicht alle Inhalte für Kinder und Jugendliche geeignet sind.
Eltern dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen, das steht fest.
Fotografien die Gewalt und Sexualität zeigen, sollte man erst durch weiterklicken und mit Sicherheitsfragen versehen werden und nicht auf einer Startseite.
Liebe Grüße
Nadine
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@ Sophia
Ja, aber dennoch geben ich http://www.Fotocommunity.de ein um hier her zu gelangen, und muss dann hier gleich als erstes sowas zu sehen sein??? Diese Vorgehensweise habe nicht nur ich…
Mir ist der Channel Youth sehr wohl bekannt, Danke. Sollten wir nicht aber auch auf Rücksicht nehmen? Fotografie ja, aber wer sich solche Bilder ansehen mag, hat sicher nichts gegen 2 -3 Klicks mehr, oder?
Mir geht es hier rein um die Darstellung solcher Bilder auf der Startseite.
Liebe Grüße
@ AnnaLena..
Nächstes mal mehr Eigenverantwortung… denn du kennst die FC und auch die Startseite!!
Es gibt im Bereich Youth extra nach Alter eingerichtete Sektionen.
Und hier noch ein Tip dür dich…
http://www.knipsclub.de/
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Ich muss Michael E.F. recht geben…
Wir haben auch als öffentliche Community eine Verantwortung!
Ohne Zweifel ist das Bild technisch absolut perfekt, und zeigt natürlich die Wahrheit über unseren Umgang mit Tieren, der Natur und uns selbst! Aber man muss nicht alles hier zur Schau stellen.
Ich saß mit meinem 7 jährigen Neffe hier um Fotos zu betrachten, er ist begeisterter Hobbyfotograf! Ich muss nicht erwähnen welche Konsequenzen dieses Bild für unser Familienleben hat! Er konnte nicht mehr schlafen, wachte nachts auf und es geht Ihm bis heute nicht aus dem Kopf. Seine Mama findet es meinerseits unverantwortlich Ihm solche Bilder zu zeigen. Nur, warum werden solche Bilder gleich auf der Eingangsseite gezeigt????? Warum wird oft Aktfotografie auf der Eingangsseite gezeigt? wenn es hierfür doch einen eigenen Channel gibt!?
Können wir nicht auch für derartige Bilder einen Channel einrichten?
Ich bin selbst Mama und Tante und fand das Bild als Mama und Tante geschmacklos! Meine Neffe möchte nun nicht mehr auf diesen Seiten Surfen aus Angst vor diesem Bild!
Solche Bilder sind O.K. aber BITTE nicht hier an erster Stelle!!!!
Liebe Grüße
AnnaLena
In der Diskussion rund um dieses Bild interessiert mich am meisten die Frage, ob man vor solchen Riten in Respekt erstarren soll. Ob man den rituellen Grausamkeiten anderer Kulturen im Vergleich zu unseren sogar positive Aspekte abgewinnen kann etc.
Einzusehen, dass eine Einmischung – in welcher Form auch immer – in fremde Kulturen, Riten, Sitten, Religionen ebenso sinnlos wie unangebracht ist, ist eine Sache.
Wie leicht oder schwer das fällt eine andere.
Und es ist nicht falsch Tolleranz oder Respekt sorgsam von lauwarmer bis feiger Gleichgültigkeit zu unterscheiden – vor allem bei sich selbst.
Immerhin gilt auch ein schöner Satz von Dante Alighieri: “Die heißesten Plätze in der Hölle sind jenen vorbehalten, die in Zeiten der moralischen Krise Neutralität bewahren.”
Man muss keineswegs vor solchen Riten respektvoll schweigen, oder sie gar bewundern.
In der Verklärung der Jahrhunderte wurden aus vielen grausamen Kulturen
“Hoch”kulturen, weil sie großes hinterlassen haben.
Religiöse Riten sind so gut wie ausnahmslos immer nur aus einem einzigen Grund entstanden. Machtausübung und – sicherung.
Ich zolle nur einem einzigen kulturen Aspekt wirklichen Respekt: Die Empathie und das Verhalten gegenüber den schwächeren und wehrlosen. Und wenn man Tiere hier hinzunimmt, heißt das nicht, dass man gleichzeitig Menschen ausklammert, wie das so manches Argument latent implizieren möchte.
Übrigens, Alfons Gellweiler: sehr guter Kommentar!
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Hallo!
Wie ihr an meinem Profilbild sehen könnt liebe ich Tiere besonders meinen Hündin Kira!
Dieses Bild ist Qualitativ und im Moment des Geschehens sicher sehr gut es regt mich nicht auf.Da ich glaube das das Tier nach seinem Fell und dem Aussehen nach sicher Artgerecht gehalten wurde.
Was mann von unseren Tier Fabriken in Europa nicht sagen kann.
Ich finde dieses Foto einerseits entsetzlich , andererseits faszinierend , es gehört zu unserem Leben , das Tiere geschlachtet werden , nur , das wir es nicht zu sehen bekommen. Es gehört großer Mut dazu es zu zeigen , eigentlich sollte es in die Galerie . Ich finde die vielen anderen Foto´s des Fotografen ausgezeichnet und beneide ihn um sein Talent und Können.
eins der besten bilder die ich seit langem hier sehe !!!
technisch einwandfrei und es zeit einen ganz kleinen ausschnitt des wahren lebens auf unserem planeten … ob du das willst oder nicht .
manchmal habe ich den eindruck, viele hier glauben immer noch, das leben ist ein ponnyhof !???
… weit gefehlt.
Ich möchte für meinen Teil Bilder von einer Welt wie sie ist!
ich schließe mich meinen beiden vorrednern an. der erwachsene trägt die verantwortung dafür wie und was das kind zu sehen bekommt und das was einem kind in einem bestimmten alter zuträglich ist, ist nicht der indikator für reportagtefotografie, die nun einmal dinge beinhaltet, welche das indiz erstellen, dass kühe nicht immer lila sind.
Den Vergleich mit dem Kindergarten finde ich toll. Noch mehr hinken kann ein Vergleich ja kaum. Im Kindergarten geht es nicht um Fotografie, hier schon. Und wer mit dem Argument “Kinder im Internet” kommt, der sollte sich erst mal der Verantwortung der Eltern bewusst werden und daran denken, dass es unverantwortlich ist, Kinder unter einem gewissen Alter unbeaufsichtigt im Internet herumwuseln zu lassen.
Und da ja immer Rücksicht auf andere die höchste Priorität hat, fordere ich hiermit, all jenen etwas Gutes zu tun, die an starker Arachnophobie leiden: Keine Spinnenmakros mehr! Wenn’s selbst für Computerspiele mittlerweile spinnenfreie Modifikationen für Arachnophobiker gibt, dann sollte es hier doch auch möglich sein, etwas mehr Rücksicht zu nehmen.
Und wenn man keine Argumente mehr hat, müssen die Kinder herhalten.
Das finde ich ein wenig arm!
Auch Kinder leben in dieser realen Welt. Und diese Welt besteht im Realen nicht aus Benjamin Blümchen und Bob dem ‚Baumeister.
Wir können und dürfen Kinder nicht diese Welt wie sie ist vorenthalten, denn irgendwann würde dann das böse Erwachen kommen.
Sicherlich hängt man ein solches Bild nicht im Kindergarten auf. Das würde man aber mit anderen z.B. auch preisgekrönten Bildern, die Untaten zeigen auch nicht tun.
Es ist die Verantwortung von uns Erwachsenen, wie, wann und in welchem Maß Kinder entsprechend ihrem Alter Zugang zu Medien haben sollten. Dafür hat eine Familie und deren Umfeld selbst zu sorgen. Ein Foto kann man nicht verantwortlich machen.
Und wenn solche Ansprüche hier schon an ein Bild formuliert werden, dann haben etliche hier zu Hause sicherlich als Erstmaßnahme den Fernseher abgeschafft…. um nur ein Beispiel zu nennen.
Und noch eins… hat jemand schon mal darüber nachgedacht, warum die Menschen dort an ihren Traditionen festhalten? Kennt jemand die Geschichte Indonesiens.. wenigstens im Groben?
Ist klar, dass es die Europäer waren, die dort einst anlandeten um nach Gold zu suchen und Tausende Menschen dort dafür abschlachteten?
Ist klar, wie es dort zuging zur Zeit der Kolonialisierung?
Schon mal darüber nachgedacht, wieviel Armut in Indonesien herrscht und dass recht viele Menschen dort ohne ihre Traditionen und den Zusammenhalt, die sie geben kaum überleben könnten?
Wir leben im Zeitalter den www, wo sich jeder informieren kann
Das Foto strahlt eine Perfektion aus, wäre da nicht diese Realität – grausam.
Danke für diesen Diskussionsbeitrag – hat meine Meinung sehr beeinflusst.
Dennoch ist das eine Realität die fotografiert werden soll – aber!!! -erläutert werden muß- um zu Verstehen.
Solche Bilder werden immer starke konträre Meinungen hervor rufen. Ohne die Hintergrundinformationen fiele es mir auch schwer, das Bild einzuordnen. Ich fände es sogar obszön und voyeuristisch. Mit der Information kann ich es jedoch in einen Kontext einordnen und anders bewerten. Es ist in meinen Augen ein dokumentarisches Bild, das vielleicht in einer Reportage/Bildreihe am Besten aufgehoben wäre. So für sich alleine, ist es schwer einzuordnen.
Warum soll man so ein Foto nicht zeigen? Das ist die Realität. Auf unseren Schlachthöfen geht es schlimmer zu. Über Werbung am Vorabend, in der dreimal innerhalb 30 Sekunden das Wort Fi…. vorkommt (da sitzen auch Kinder vor dem Fernseher) regt sich keiner auf. Wir sollten uns nicht schönreden wie unser Schnitzel auf den Tisch kommt.
Und wieder ist es eine Religion, irgendeine Menschenhoffnung, die sich über alles andere stellt. Religionen habe mehr schlechtes über die Menscheit gebracht als gutes, exorbitant mehr Wesen sind auf dieser Erde irgendeiner menschengeschaffenen Religion zum Opfer gefallen, als das Sie Tod verhindert haben.
Selbstverständlich ist unsere Welt noch schlechter, die angesprochenen Schlachthöfe und Haltungen in Europa spotten jeder menschlichen Vernunft, warum wurde das nicht fotografiert? Weil wahrscheinlich niemand dafür eine Erlaubnis bekommt, und selbst dann? Viel zu unspektakulär…….
Wie schon gesagt, technisch äußerts gekonnt bei Blende 1,8 aber das als Fine Art?
Wenn man den Wert des Lebens kennt und ich bezweifle das die meistens diesen Wert jemals überhaupt erfahren werden (Krieg) dann weiß man wie man sich in solchen Situationen verhält.
Aber es ist diese ewige Diskkussion, genaus wie bei James Nachtwey, solche Foto können helfen so etwas künftig zu verhindern. Ich wünschte mir das die Menschen in Sulawesi endlich in diesem Jahrtausend ankommen, das auch bei diesen Völkern eine Aufklärung eines neuen Welbildes wie wir Europäer es im 18. Jahrhundert erfahren durften, entsteht
Nur viel gelernt haben auch wir nicht.
Auch wenn man das Foto nicht zeigt, gibt es diese Situation, es gab sie und es wird sie weiterhin geben. Ein gutes Foto macht uns bewusst, was in dieser Welt alles los ist, und es ermöglicht uns, dazu Stellung zu nehmen. Insofern verstehe ich nicht einmal die Frage, ob man es zeigen darf oder nicht. Fraglich wäre es nur dann, wenn das Bild die Gewalt verherrlichen würde, solche Fotos müssen tabu sein und bleiben. Aber dieses Foto verherrlicht die Gewalt keineswegs – im Gegenteil!
@BeSchi
Das finde ich zu einfach.
Wenn ich etwas in die Öffentlichkeit trage, egal ob ein Foto, einen Text oder mich selbst, habe ich eine gewisse Verantwortung dafür, was dieses Veröffentlichen auslöst!
Die Verantwortung geht weiter als die rein fotografische Leistung.
Wie ich schonmal sagte: würde man dieses Foto im Kindergarten aufhängen?
An dieser Frage erkennst Du, dass man bei der Veröffentlichung schon darüber nachdenken muss, was man damit auslöst.
Ich kann mit dem Bild leben, aber zarte Gemüter vielleicht nicht.
Es muss nicht alles gezeigt werden, was gezeigt werden kann.
Sinnvolle Tabus sind Schutzzonen.
Trotz allen Bedenken, ein sehr gutes Fotos. Super festgehalten, im richtigen Moment abgedrückt. Im Vordergrund sollte die fotgrafische Leistung des Fotografen stehen. Also kein Grund dieses Foto nicht zu zeigen.
Die Frage ist doch: was berechtigt den Menschen andere Kreaturen zu töten?
Bei der eigenen Spezies spricht man von Mord, alternativ im Krieg von “Verlusten” , bei Tieren ist man da nicht so zimperlich, Hauptsache das Steak ist gut gebraten. Mitgefühl mit der leidenden Kreatur – Fehlanzeige!
Sehen will man solche Blut spritzenden Bilder nicht, egal ob die Kuh im Schlachthof oder das von einer Landmine zerrissene Kind.
Wir schützen unser Seelenheil durch Ignoranz – scheinheilig!
Der Mensch in der Masse ist das größte und gefährlichste Raubtier auf der Erde und das Dümmste noch dazu.
Rechtfertigung für das Töten gab und gibt es immer, die Natur IST SO!
Das technisch hervorragende Bild zeigt und erinnert an die Realität.
Danke fürs zeigen Irie!!
Unsere deutschen Vorstellungen von guter und schlechter Zivilisation enden dort, wo wir anderen, uns wenig bekannten Völkern ihre Traditionen verbieten wollen und meinen, unsere Moral-Vorstellungen seien überlegen. Dieses Bild zeigt die Widersprüchlichkeit unserer Welt in eindrucksvoller Weise, was nicht bedeutet, dass man keine Empathie für das bedauernswerte Rind haben darf.
Eins mal vorweg: Von diesem Ritual halte ich absolut gar nichts. Ich hatte schon immer ein Problem mit Stierkämpfen, weil ich darin absolut keinen Sinn sehe. Genauso wenig halte ich von Massenschlachtungen für den Verbraucher. Tiere emotionslos zu töten ist in meinen Augen ein Unding. Dennoch esse ich Fleisch, aber ich achte darauf, WELCHES Fleisch ich esse. Lange Zeit habe ich ganz darauf verzichtet, doch davon wurde ich krank. Aber das steht auf einem anderen Blatt…
Zum Bild selber: Es ist großartig fotografiert. Genau im richtigen Augenblick abgedrückt. Solche Momente bieten sich einem Fotografen, egal in welcher Situation, nicht oft. Sprich, das Bild ist genial gemacht. Hut ab!
Zum Zeigen einer solchen Situation: Nein! Zumindest nicht in einer Community. Und erst recht nicht auf einer Startseite. Erwachsene können mit so etwas viellecht umgehen, aber es ist durchaus möglich, dass auch Kinder einen Blick darauf werfen.
dieses bild ist reine sensationsgier, und sonst gar nichts, egal auf was für einen moralischen überbau der fotograf diese aufnahme zu stellen versucht.
Na ja… esse nie Fleisch von toten Tieren.
eben habe ich noch einen kommentar abgegeben, worin ich die echtheit anzweifel. nicht der schnitt an sich, sondern die aufnahmeart und das herumfliegende blut lässt mich zweifeln…
weiteren fragen diesbezüglich stehe ich gerne antwort….vielleicht liege ich ja auch falsch^^
lg daniel
Ich denke, das zentrale Element hier ist das Blut. Wunderbar wie die herum spritzenden Tropfen eingefangen wurden. Bei Wasser, dem Quell des Lebens, finden wir dies herrlich. Hier wissen wir, es geht um Tod, hier konkret um eine perfekt eingefangene Szene des Todbringens. In gewisser Weise projizieren wir diese Vorgänge auf uns selbst. Das schafft Unbehagen und Faszination im gleichen Moment. Intellektuell verdammt man das gerne als animalisch, aber genau da liegt die Faszination. Dann dieses Auge! Wunderschönes Blau, aber ganz kalt, weit aufgerissen schaut/klagt es uns an. Für mich ein ganz großes Foto, wenn auch nicht schön.
Das ist natürlich kein schönes Foto aber warum soll man es nicht zeigen? Habe mich erstmal informiert was hier eigentlich gezeigt wird und folgendes gefunden.
“Es gilt als äußerst schonendes, das Leid des Tieres minimierendes Verfahren. Bei einem scharfen Schnitt werden Speise- und Luftröhre möglichst schnell durchschnitten. Durch den Schnitt werden die beiden Hauptschlagadern durchtrennt – das Gehirn bleibt ohne Blutzufuhr, jede Schmerzempfindung ist ausgeschaltet. Mit einem einzigen Schnitt ist also die Kehle zu durchschneiden, wobei beide Halsschlagadern, beide Halsvenen, die Luftröhre, die Speiseröhre sowie beide Vagus-Nerven durchtrennt werden müssen. Diese Technik führt für gewöhnlich den Tod binnen 3-4 Sekunden herbei. Die bei manchen Mitleid erregenden konvulsivischen Zuckungen sind mechanische Reflexe des gefühllosen Tieres.”
Zur Grillsaison kommen die Schlachthöfe mit dem Schlachten gar nicht mehr nach, weil so viel Fleisch verzehrt wird, bedeutet es werden schnell unausgebildete Leute eingestellt welche im Akkord schlachten, bedeutet es passieren Fehler und die Tiere leiden.
Wer verzehrt dieses viele Fleisch?
ich sagte es bereits, Tierquälerei höchsten Grades zeigt dieses Bild! Und genau dies zeigen die Augen des Tieres (die Augen…). Ein Gewinn wäre es höchstes, wenn das Schächten von Tieren endlich aufhören würde!
Interessant, die gelegentliche Betroffenheit.
Ich gehe davon aus, dass die “betroffenen” auch niemals Fleisch essen und daher erst recht keine nicht-rituellen Schlachtungen aus bundesdeutschen Schlachthöfen fotografiert haben möchten.
Und über die männlichen Küken, die direkt nach dem Schlüpfen in den Schredder geschubst werden, reden wir besser auch nicht.
Verlogene Welt…
Aber vielleicht gelingt ja einmal einem begnadeten Fotografen ein nicht-herosisches und künstlerisch wertvolles Bild eines lebend verbrühten Rindes, bei dessen Schlachtung kein Blut geflossen ist.
Ach ja… und Chinesen, die Hunden den Schädel einschlagen, sind natürlich Schweine…
Versteht die “Neutralität des Fotos” bitte als stellvertretend für die Neutralität aller Dinge. Ein eher philosophischer Ansatz. Im Sinne von “ceci n’est pas une pipe”. Bezog sich auf die emotionalisierte Interpretationswut vieler Anmerker.
@ Rafael…
Ich stimme dem auch zu..
Ich möchte hier nur in einem widersprechen…
M.M. ist ein Reportage-Foto nicht „neutral“ und kann es auch gar nicht sein, weil es die Sicht und Sehweise des Fotografen beinhaltet und an die Betrachter weitergibt. Es transportiert.. spricht so oder so an.. auch schon ohne begleitenden Text.
Es stellt die ungenannte Frage nach mehr Information..
Ursprünglich wurde ein Reportagefoto nur als illustrierendes Beiwerk angesehen.
Diese Sichtweise hat sich verändert..
auf diese freiheit rafael lege ich auch gesteigerten wert. ich habe lediglich angemerkt, dass die bildsprache nicht subtil ist, weils hier eben auch nicht passt. alfons findet das bild sogar idealisierend. ein wichtiger aspekt wie mir scheint und das problem der reportage, dass wirklicher schrecken im bild manchmal seine wirkung verliert. die neutralität des bildes und der bilder schlechthin kann hier aber für mich nicht ausschlaggebend sein.
Matthias – Ich widerspreche Dir in dem Wunsch, Reportagefotografie möge inhaltsvoll sein. Das würde sie mit der Last belegen, aus sich selbst heraus erklären und reportieren zu müssen. Damit wären sie in ihren Stilmitteln eng begrenzt. Ich finde, ein Reportagefoto darf sich in Abhängigkeit zu begleitenden Worten begeben. Denke an die rufende Frau auf dem Dach (Reportagefoto des vergangenen Jahres?) oder an das nackte asiatische Kind (Vietnamkrieg). Ohne Erklärung wüßten wir nicht, in welchem Kontext die Fotos stehen.
Zu dieser fast unerträglich auf die Spitze getriebenen Emotionalität um diese Foto: Das Foto ist ein Foto – neutral also. Die Reaktionen darauf sprechen ausschließlich über den Betrachter.
erst einmal danke, dass dieses thema hier im blog noch mal offiziellen charakter bekommt. als erstes ich finde ich dieses bild gut, spektakulär, aber nicht herausragend. der fotograf hat bearbeitungsschritte genannt, die ich nicht für nachvollziehbar halte. wie dem auch sei, ich habe dennoch mit pro gevotet, weil es gemessen an den dokufotos in einer plattform wie der fc wirklich gut ist, es vielleicht aber in anderer umgebung ähnlicher fotos deutlich abfiele. ich nenne da world press award und ähnliches. es wurde auch anbemerkt, dass das bild zu wenig inhalt transportieren würde, mehr schockiert als informiert. dem pflichte ich bei. doch ich bin auch der meinung, dokumentationen müssen auch verwirren, wenn sie gut sein sollen. so weit so gut.
zur frage, ob man dieses bild zeigen sollte. ja, denn es zeigt unsere brutalität, die ureigene brutalität des menschen und ist somit ein spiegel der uns vorgehalten wird. es tut es, ohne sonderlich subtil zu sein. aber die ganze welt kann ich nicht subtil darstellen. oft ist das anzustreben ja, aber manchmal braucht es auch eine sehr direkte fotografische sprache um auf etwas hinzuweisen. der fotograf hat es gut beschrieben und nach seinen äußerungen kommen wir zu der erkenntnis: das brutale ist eben auch in unserem auge. auch den worten von olaf rocksien kann ich beipflichten.
Der Hinweis, es handle sich hier um ein altes Ritual (bzw. Tradition) befriedigt mich nicht. In alten Kulturen hat man verstorbenen Machthabern auch lebende Menschen als Grabbeigaben mitgegeben und das Grab dann verschlossen. Würde man das auch heute noch unter Berufung auf die alte Tradition zulassen? Im Namen von Tradition und Religion werden auch heute noch unfassbare Verbrechen an Menschen und Tieren verübt. Aber wenigstens in westlichen Ländern beginnen sich die Menschen zu wehren. Nicht alles was in der katholischen Kirche so Tradition ist, wird widerspruchslos hingenommen. In Spanien steht nicht mehr die ganze Bevölkerung vorbehaltlos hinter der “Tradition” Stierkampf. Am 25.09.2011 meldete die Tagespresse: Jahrhundertealte Tradition beendet
Letzter Stierkampf in Katalonien
Also sind auch solche Traditionen nicht unumstößlich. Das läßt hoffen, dass wir solche Schauderbilder irgendwann nicht mehr ertragen müssen. Schade, dass die letzten Menschenfresser in Papua-Neuguinea ihrer “Tradition” offensichtlich abgeschworen haben. Das gäbe doch auch schöne Dokuaufnahmen, so vom Schlachten bis zum Verzehr.
Keine Frage, das Foto ist aus technischer Sicht perfekt.
Aber würden Sie dieses Bild einem Kind zeigen?
An der Antwort auf diese Frage können Sie ermessen, dass es nicht gut ist, ALLES in die Öffentlichkeit zu zerren.
Aber was Tabus angeht, da erleben wir in unserer Gesellschaft ja lange schon einen Rückschritt in Dummheit und Barbarei.
Warum sollte man Derartiges nicht fotografieren und zeigen dürfen?
Niemand wird gezwungen sich das Bild anzuschauen. Das veröffentlichte Bild gehört dem Betrachter, und ihm obliegt es, wegzusehen oder dazu Stellung zu nehmen, er darf mit dem moralischen Zeigefinger wedeln oder aber das dargebotene Blutbad genießen.
Zu beidem lädt das Foto gleichermaßen ein, weil es so blutig und doch so schön ist. Auf empfindsamere Naturen mag das Blut, so hyperrealistisch dargeboten, erschreckend wirken, während die Abgebrühteren genau das genießen und sich dann, falls es in der Diskussion notwendig erscheint, dergestalt rechtfertigen können, dass man nur so auf die schrecklichen Missstände dieser Welt aufmerksam machen oder uns fremde Kulturen näher bringen könne.
Ich empfinde dieses Foto als idealisierend. Der Bildautor spielt gekonnt mit den gängigen geschmäcklerischen Erwartungen der Betrachter, ohne selbst Stellung zu beziehen. Er lässt das Rot triumphierend, kraftvoll männlich leuchten im Bild und verleiht dem Blut (via Photoshop?) gleichzeitig eine Plastizität, die Künstlichkeit suggeriert und damit den Vorgang in dem Bereich der Fiktion verweist. Das Bild lässt die Sensibleren ein wenig erschrecken, während es so manchen Hartgesottenen ein klammheimliches »geil!« entlocken dürfte, welches sie im Sinne der political correctness gegebenenfalls natürlich unterdrücken und durch ein öffentliches friedfertiges Glaubensbekenntnis ersetzen.
Das Bild ist nicht Anklage, es ist nicht Bekenntnis, es ist nicht Dokumentation.
Was ist es dann? – Für mich ist es eine Art kindliches Computer-Spiel, das primär eine ästhetische Überhöhung der Wirklichkeit anstrebt, ganz im Sinne all der unzähligen Galeriebilder aus der belebten und unbelebten Natur.
Im Grunde Galerieniveau. – Leider für viele offenbar ein wenig verstörend.
Eich gutes Dokumentationsbild ist wie das Leben selbst, bemerkenswert, facettenreich und mitunter auch mal schwer zu ertragen.
Robert Lebeck meint: „Ein gutes Foto macht unsterblich. „ Und das passt doch hier zu diesem Foto, weil die Religion der Toraja an den Glauben an die Unsterblichkeit gebunden ist.
Dabei ist es doch unerheblich, ob der ein oder andere Betrachter des Fotos nur durch ein winziges Loch der vor die Augen gehaltenen Hände hingucken kann. Die eigene Empfindlichkeit darf nicht zum generellen Maßstab werden für solch ein Fotodokument.
Dem Fotografen und Betrachtern, die sich inhaltlich damit auseinandersetzen Geilheit vorzuwerfen oder sich am spritzenden Blut laben zu wollen (siehe unter dem Bild) halte ich für sehr unangemessen.
Der gemachte Vorwurf man töte dort „aus spass, aus hinterlist und aus gefälligkeit“ ist schlicht falsch.
Tiere, die rituell geopfert werden erfahren eine hohe Verehrung durch die Menschen.
Das sollte man vielleicht noch wissen. Genau das drückt den Respekt gegenüber den Tieren aus.
Bevor übelste Beschimpfungen und Verurteilungen unter Bildern stattfinden, sollte man sich wirklich mit einem Bild auseinandersetzen. Dazu gehört es auch sich zu informieren, bevor angefangen wird zu spekulieren. Man kann nur dazugewinnen.
Mir z.B. sind zwar Tieropferungen bekannt, die es in der Menschheitsgeschichte schon immer gab.. aber speziell über das Volk der Toraja wusste ich nichts.
Bilddokumente zeigen? Ja, auf jeden Fall.
Das Bild ist schwere Kost, ja. Doch es dokumentiert eine Zeremonie, die seit Jahrhunderten erhalten geblieben ist und im Übrigen am Aussterben… weil man auch in diesem Zipfel der Welt die Menschen großteils missioniert hat.
Übrigens als Beispiel für Dokumentations-/Reportagefotografie sei hier ein Beispiel :
Bill Eppridge, der fast neben Robert Kennedy stand, als auf den Senator geschossen wurde drückte spontan 3 Mal auf den Auslöser. Für das Bild des sterbenden Kennedy erhielt Eppridge den Pulitzerpreis. Und ich glaube nicht, dass der für Geilheit nach Blut oder Tod vergeben wird
Respektieren, fotografieren und zeigen!
sorry, aber dafür habe ich kein verständnis!!!!!!!!!!!!!
Ich wusste nicht, dass es solche Rituale gibt – jetzt weiss ich es.
Persönlich finde ich diese Art der rituellen Schlachtung unnötig, es ist so oft ein Zeichen der Machtausübung.
Ich habe große Schwierigkeiten, das Foto wirklich genau anzusehen. Es zeigt die Wirklichkeit, wie sie ist. Und die darf aus meiner Sicht gezeigt werden, und muß es häufig auch. Gerade um uns, die wir im Warmen und Trockenen sitzen, auf- und wachzurütteln. Gefallen? Muß es nicht.
Mal ein Foto aus einem der zahlreichen deutschen Schlachthöfe würde so manchem die Gier auf Schnitzel und Co. verderben.
Dieses Foto stammt aus einer anderen Kultur, die mit den zu schlachtenden Tieren sicher besser umgeht als wir hier. Sensationsgier? Nein, da gibt es ganz andere Fotos! Fotografie hat aus meiner Sicht auch die Pflicht, zu dokumentieren. Ästhetisch ist es allemal. In die Sektion “Fine Art” hätte ich persönlich es dennoch nicht gesetzt.
Wahrlich kein Bild fürs Kaminzimmer oder die Küchenzeile. Dafür ist es ja wohl auch nicht gedacht. Doch scheint es so, dass einige Gemüter meinen, nur ein Bild, das da hinpasst sei ein gutes Bild. Ich persönlich bin dankbar für Bilder, die einem die Welt zeigen wie sie ist. Horizonterweiterung ist eine wesentliche Voraussetzung für Toleranz und Verstehen. Die Entbehrung solcher Tugenden endete in der Vergangenheit unter anderem mit Kreuzrittertum und Kolonialisierung. Somit sehen wir hier ein hoch politisches Bild, ein Bild, mit dem wir unsere und die Verhaltensmuster der Weltpolitik überprüfen können. Es versetzt uns in die Lage, Interesse für Andersdenkende zu entwickeln und ist somit ein Beitrag zum Weltfrieden. Solche Bilder – insbesondere auch in dieser fotografischen Qualität – helfen, dies zu erkennen. Und deshalb müssen sie gezeigt werden.
wenn es DORT üblich ist, dann zeig das Foto doch DORT!
Aber dort wäre es nicht das Sensationsfoto. Also, doch eine gewisse Sensationlust bei der Veröffentlichung HIER dabei!
Ich bin doch sehr erstaunt über diese ganze Diskuson. Vor noch nicht alzulanger Zeit ist mir ein Einband vom World Press Photo Award in die Finger gekommen, wenn ich diese Bilder angeschaut habe, habe ich mir öfter die Frage gestellt wo ist die Grenze. Wenn man die Zeitung aufschlägt sieht man öffter solche Bilder nur das es sich sowohl beim “Täter” als auch beim Opfer um Menschen handelt. Aber bei solchen Photos geht kein aufschrei durch die Ränge. Und hier? Es zeigt uns etwas, es zieht uns in den Bann, es nimmt uns mit zu einem Brauch, einm Ritual, der seit ewig so praktiziert wird. Ein Bild das unseren Horizont erweitert. Persönlich finde ich das Bild fantastisch sowohl Ästhetisch wie auch die technische Umsetzung.