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Das war die Editors‘ Choice
im Januar 2020

Foto: retrospektiva von Paulina Streinz

In Editors‘ Choice wird jede Woche ein Foto präsentiert, das aus unserer Sicht eine Herausstellung verdient hat. Die Arbeiten sind uns aufgrund ihrer Bildwirkung besonders im Gedächtnis geblieben, sie haben uns emotional berührt oder sie zeichnen sich durch ihr besonderes kreatives bzw. gestalterisches Potenzial aus.

Die „Editors‘ Choice“ im Januar 2020 war:

 

theatral-Ich

Zur Abwechslung mal ein analoges, digital bearbeitetes Bild. Die technische Ausführung ist überzeugend. Die im völligen Dunkel liegende linke Gesichtshälfte verleiht dem Bild eine besondere Ausdruckskraft. Durch die Doppelbelichtung wirkt das Bild etwas mystisch, was auch durch die Größenverhältnisse der beiden Aufnahmen betont wird. Um es zu erfassen, braucht es mehrere Blicke. Wir sehen, auch analoge Fotoarbeiten habe in digitalen Zeiten ihren Platz.

Foto: „theatral-Ich“ von neneohcs

 

**

Ein Bild, das nicht viele Worte braucht, für sich spricht. Es erzählt dem Betrachter eine Geschichte, ohne das dieser dabei um die Ecke denken, etwas konstruieren muss. Einfach, aber wirkungsvoll. Ein Street wie aus dem Lehrbuch. Auch die technische Umsetzung gefällt uns hier sehr. Geradlinig, perfekte Bildaufteilung, die Wahl der harten sw-Kontraste, ebenso die durch die passende Belichtungszeit entstehende Bewegungsunschärfe der Frau beim gehen. In der Spiegelung wirkt es, als ob jemand im inneren des Zuges entlang läuft, was sich beim zweiten Hinschauen jedoch als Täuschung erweist.

Foto: ** von ando fuchs

 

klartext

Klartext – so wie der Titel spricht das Bild selbst „Klartext“. Ein klar strukturierter Bildaufbau mit geradlinigen graphischen Elementen und dem „Eye-catcher“ in Form des roten Textfeldes erzeugen Aufmerksamkeit, veranlassen den Betrachter, das Bild in seinen Einzelheiten zu erkunden. Der Titel transportiert des Weiteren eine Botschaft, welcher Art, dieses kann jeder für sich selbst interpretieren. Ein Bild jedenfalls, wie wir finden, welches einen zweiten Blick wert ist.

Foto: klartext von kirbreton

 

BAUMGEISTER

Ein mystisches, geheimnisvolles Bild, welches mehr versteckt als es offenbart.
Eine alte, verlassene herrschaftliche Villa, mittlerweile umrankt vom Geäst der Bäume, aus dem die Baumgeister heraussteigen und darüber wachen, dass niemand die Ruhe hier stört. Oder ist es doch etwas anderes? Sind sie ruhelos, die Baumgeister, warten auf Erlösung ihres Dasein, die Befreiung von einem Fluch?

Was auch immer, diese Geschichten ließen sich ohne weiteres fortführen, ohne zu einem endgültigen Ergebnis zu gelangen. Auf jeden Fall aber ist es eine spannende Komposition, die dem Betrachter eine reiche Fülle an Interpretationen bietet, eine Arbeit, mit der man sich beschäftigen muss.

Foto: „BAUMGEISTER“ von Georges Vermeulen

 

 

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