Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und die Zugriffe auf unseren Webseiten zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Deiner Nutzung unserer Webseiten an unsere Partner für Emails, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen

Das war die Editors‘ Choice
im Dezember 2019

Foto: retrospektiva von Paulina Streinz

In Editors‘ Choice wird jede Woche ein Foto präsentiert, das aus unserer Sicht eine Herausstellung verdient hat. Die Arbeiten sind uns aufgrund ihrer Bildwirkung besonders im Gedächtnis geblieben, sie haben uns emotional berührt oder sie zeichnen sich durch ihr besonderes kreatives bzw. gestalterisches Potenzial aus.
 
 
 

Die „Editors‘ Choice“ im Dezember 2019 war:

Runa

„aufzehengehen“ nennt sich der Autor. Bedeutet dies, dass er sich an sein Motiv heranschleicht? Zumindest hier dürfte dies nicht der Fall sein. Wir denken, das Bild ist inszeniert, gleichwohl geht von diesem Bild eine große Unbefangenheit und Lockerheit aus, die uns in den Bann zieht. Locken wie Seifenflocken steht in einem Kommentar, ja, das können wir nachvollziehen.
Was uns aber auch gefällt, sind die Farben und das Licht. Alles weitgehend Ton in Ton, Licht und Schatten gemalt von einem warmen Licht. Ein paar leicht aufsteigende Linien im Hintergrund. Als Pünktchen auf dem i empfinden wir jedoch die beiden kleinen roten Farbtupfer, in den Lippen und deren farbliche Wiederholung im Hintergrund rechts oben.

Runa von aufzehengehen

 

Hüte.

Das Bild wirkt auf uns auf den ersten Blick wie eine Parkettierung. Verschiedene Brauntöne teilen sich mit dunklen Zonen die Bildfläche ein, Licht und Schatten zeichnen ein Muster darüber. Aus diesem Grund tauchen vereinzelt Blumenmuster und ein einzelnes Gesicht einer Frau auf.
Die Personen im Bild bilden mehrere Ebenen, die Aufnahme ist eng gefasst und alles wirkt recht verdichtet. In diesem Bild bewegt sich die Frau in Gegenrichtung zu den Herren, welche alle den gleichen Hut mit dem passenden Hutband tragen. Die Frau bewegt sich ins Licht, sie trägt auch einen Hut, dieser ist lichtdurchlässig und zaubert ein feines Muster auf ihr Gesicht, welches sie in diesem Bild zusätzlich auszeichnet.
Ein wundervolles Bild. Und wie schon geschrieben: Wie aus einer anderen Zeit. Könnten das die zwanziger Jahre sein? Die beginnen in Kürze wieder.

Hüte. von Jürgen Bürgin

 

Klimawandel

Eine ausgezeichnete Komposition, deren Titel für sich spricht.
Ein Ast, in Form einer Hilfe suchenden Hand, gehalten von einer unsichtbaren Kraft. Das ganze hat etwas von der Arche Noah, die Person, die Tiere, die Bäume, im vom Wasser überfluteten Land. Ist es das, was die Zukunft der Menschheit bringt, wenn wir nicht umdenken? Ist der Planet noch zu retten? Wir wissen es nicht, aber von der Hand zu weisen ist dieses Szenario mittlerweile auch nicht mehr.

Klimawandel von Esther Margraff

 

flieg davon

Unser erster Gedanke ist, auf ein Kreuz mit kryptischer Inschrift herabzublicken. Erst beim zweiten Blick wähnen wir uns dann in einer Art Schlucht, über welche Vögel hinwegfliegen.
Der Bildtitel sagte uns dieses bereits, doch unserem Hirn wurde etwas anderes suggeriert. Es handelt sich um ein Vexierbild, ein Kippbild, welches sich auf zwei Arten interpretieren lässt.
Das Bild überzeugt uns durch seine durchdachte Bildgestaltung mit der optischen Täuschung, reduziert auf Linien, Formen und eine monochrome Darstellung.
Die hohen steinernen Wände, das Symbol des Kreuzes und die Freiheit der Vögel. All dies sind starke Symbole, sie fügen dem Bild eine weitere Ebene hinzu, welche jeder für sich interpretieren darf.

flieg davon von Christiane Steinicke

 

 

Mehr Editors‘ Choice findest Du hier.