Auf’s Auge: November-Blues Die Faszination mystischer Eindrücke

Titelbild: „Unheimlich“ von Petra Runge

Auf’s Auge: November-Blues

Der dunkle und graue November steht vor der Tür. Auch, wenn dieser Monat nicht gerade dazu einlädt auf dem Balkon in der Sonne zu sitzen, so bietet er andere Vorteile, gerade im Bereich der Fotografie. Das düstere Wetter, die nebeligen Morgenstunden, und die frühen Abende bieten die Chance, neue Motive zu entdecken und diese gekonnt in Szene zu setzen.

Was ist das Besondere an düsterer Fotografie?

Jede Richtung in der Fotografie hat ihre Besonderheiten. Düstere Bilder sorgen für eine mysteriöse und spannungsvolle Stimmung. Im Gegensatz zu farbigen, leuchtenden und fröhlichen Bildern kommunizieren sie eher eine dunkle Atmosphäre. Genau das lässt diese Fotos so spannend wirken!

Natürlich gibt es viele verschiedene Funktionen, um düstere Bilder zu kreieren. In diesem Auf’s Auge Beitrag stellen wir Dir verschiedene Interpretationen düsterer Fotos vor, die Dir als Inspiration dienen können. Vielleicht hast Du ja auch Lust diese fotografische Richtung einzuschlagen und ein paar dunklere fotografische Werke in der fotocommunity zu teilen!

 

Landschaftsmotive in mysteriösem Setting

Die Landschaftsfotografie bietet gerade im November viele düstere Motive. Ob nebelüberzogene Seen, Tümpel oder Teiche, ewig weite Felder mit verlassenen Burg- oder Klosterruinen… Ganz gleich, welche Szenerie Dir auch immer vor die Linse kommt: Mysteriöse Aufnahmen können vielseitig sein.

Nicht immer muss ein Motiv von sich aus düster sein. Die digitale Bildbearbeitung ist heute ein zentrales Tool in der Digitalfotografie und kann düstere Stimmung kreieren, wo per se vielleicht noch keine ist. Natürlich helfen aber ein paar generelle Voraussetzungen, um Deinem Foto einen dunklen Touch zu verleihen. Achte also auf folgende Punkte, wenn Du überlegst etwas zu fotografieren und es später eventuell noch ein wenig düsterer zu gestalten:

  1.  Was auf Deinem Motiv könnte für eine mysteriöse Stimmung sorgen? 
    Gibt es etwa einen „Eye-Catcher“ auf Deinem Motiv, welcher Deiner Aufnahme das gewisse Etwas verleiht? Eine verlassene Hütte am Wegesrand, eine vertrocknete Blume, oder ein Baum ohne bunte Herbstblätter? Dann fang dieses gewisse Etwas ein und schau‘, was Du daraus entwickeln kannst.
  2.  Welche Wirkung erzeugt das Licht?
    Das Licht ist unentbehrlich in der Fotografie. Es entscheidet wie genau wir unsere Kamera einstellen, aus welchem Winkel wir fotografieren, oder, ob wir überhaupt fotografieren. Wenn wir etwas als düster empfinden, dann treffen wir auf eher lichtarme Räume oder Landschaften, in denen alles etwas dunkler wirkt. Das kann eine tolle Möglichkeit sein, eine besondere Stimmung zu erfassen, kann aber auch eine Herausforderung sein. Denn eine scharfe, detailgetreue Aufnahme hinzubekommen ist bei wenig Licht nicht gerade einfach. Die fotocommunity Fotoschule hat hier ein paar wertvolle Tipps parat und berät Dich, wie Du auch bei wenig Licht ein scharfes Bild erhältst. Die Reihe „So gelingen Dir Fotos bei wenig Licht“ gibt Dir wertvolle Tipps für diese Challenge. Themen wie die Belichtungszeit oder welche Art von Objektiv helfen kann, sind bei wenig Licht unumgänglich.
  3.  Der Kreativität freien Lauf lassen!
    Auch, wenn eine kleine Aufzählung von Grundlagen für ein düsteres Foto weiterhelfen kann, so gibt es doch keine festgelegten Regeln in der Fotografie. Manchmal triffst Du auf Motive, die eine düstere Stimmung aufweisen, ohne, dass du genau benennen kannst, warum das so ist. Vielleicht findest du sogar bei strahlendem Sonnenschein ein Motiv, bei welchem Du dir denkst: „Daraus könnte man doch eine tolle düstere Fotoaufnahme machen!“. Du bist die Fotografin/der Fotograf und Du entscheidest, wie Du ein Foto düster gestaltest. Vielleicht fotografierst Du in einem Studio und kreierst selbst eine mysteriöse Atmosphäre, aus der dann tolle Aufnahmen entstehen. Das folgende Foto des Elefanten ist ein ideales Beispiel dafür, dass selbst in einer hellen, warmen Umgebung eine mysteriös wirkende Aufnahme entstehen kann!

„Staubdusche“ von Claus Istas

 

„…die Stunde des Vampyr´s“ von schwarz.licht

 

„Schattenseiten“ von Anne Berger

 

„Die Kapelle“ von thomas-digital

Düstere Portraitfotografie und Lost Places

Auch in der Portraitfotografie kannst Du düstere Aufnahme verschiedener Individuen aufnehmen. Besonders gut gelingt das an dunklen, verwunschenen Orten, wie Wäldern oder alten Burgen. Lost Places bieten ebenfalls eine tolle Grundlage für die Portraitfotografie! Auch ohne Menschen im Fokus sind Lost Places ein tolles Fotomotiv für eine düstere Stimmung! Dich interessieren Lost Places? Dann ist einer der letzten Auf’s Auge Beiträge genau richtig für Dich. Da ging es nämlich um diese verlassenen Orte, und was man beachten muss, wenn man sie vor der Linse hat. Klick‘ einfach hier, lass‘ Dich inspirieren und an verlassene Orte bringen. 

„Through a hollow tree“ von Laura Callsen

 

„Jahr 1940“ von GKfotografie Joker

 

„the other side“ von redfox-dream-art-photography

 

„Dann ging er…“ von die Göre

 

„BH II“ von Andrea W. photography