Auf’s Auge: Lost Places Vergessene Orte als Fotomotiv

Beitragsfoto: Offiziersgebäude von Seli_82

Lost Places – Längst vergessen, aber voller Erinnerungen

Sie wirken ausgestorben, verlassen und vergessen: „Lost Places“ haben oft etwas Düsteres, unheimlich Stilles, und doch waren sie einst Orte, die belebt und voller Bewegung waren. Genau dieses Paradox verleiht Lost Places ihre Magie: Man findet unzählige kleine Details und Spuren der Vergangenheit, aus einer Zeit voller Leben und Trubel. Dennoch liegt über diesen Hinweisen oft bereits Staub, sie sind rissig, alt, man sieht die Spuren der Zeit auf den vielen kleinen Anzeichen dafür, dass hier einst Menschen waren.

„Moderator’s place“ von Christian Dudat

 

Lost Places als einzigartiges Fotomotiv

In der Fotografie sind Lost Places mittlerweile ein beliebtes Fotomotiv. Ob düstere, alte Fabrikhallen, oder leerstehende Bürogebäude: Diese Orte eignen sich ideal für die Kreation einer düsteren, oder magischen Atmosphäre auf einem Bild. Jeder Ort kann zu einem Lost Place werden, wenn er mit der Zeit in Vergessenheit gerät.

Anders als typische Touristenattraktionen, sind Lost Places nicht so stark besucht wie herkömmliche Sehenswürdigkeiten. Das ist für Fotografen und Fotografinnen spannend und sie können selbst auf Entdeckungsreise gehen.

ABER: Das Betreten von Lost Places ist nicht immer erlaubt und nicht ungefährlich! Bitte denkt immer daran, euch die Erlaubnis des Eigentümers zum Betreten fremder Gebäude und Grundstücke zu besorgen! Ist dies nicht der Fall, sind schnell mal Sicherheitsdienste oder im schlimmsten Fall die Polizei zur Stelle. Zudem können Gebäude in Zuständen sein, die gefährlich sind für Jeden, der sie betritt. Bitte geht daher sicher, dass es erlaubt ist, einen Lost Place zu besuchen, um dort zu fotografieren.

 

„lieblingsplatz.“ von DagmarN

 

„…. open window“ von sonypic

 

„Das Geisterhaus“ von Heribert Niehues

 

Beliebte Lost Places für jeden Fotofan

Es gibt unzählige Arten von Lost Places, die man fotografisch einfangen kann. Aber was sind typische Lost Places? Eigentlich kann jeder Ort zum Lost Place werden, wenn er nur lange genug in Vergessenheit geraten ist und somit langsam aber sicher die typisch magische Stimmung eines Lost Places mit sich bringt. Alte Bunker gehören zu sehr beliebten Motiven und ermöglichen eine Reise in die Vergangenheit. Auch verlassene militärische Orte, Industriehallen oder sogar alte Heilstätten sind interessante Orte zum Fotografieren. Auch alte Bahnhöfe sind bekannt unter Lost-Places-Fans.

Der Lost-Places-Trend geht momentan durch die Decke. Online teilen Fotografen und Fotografinnen Fotos und Eindrücke dieser Plätze. Aber was steckt hinter diesem Trend? Es ist für jede Online-Community sicherlich spannend, Einblicke in verlassene Gebäude oder Anlagen zu erhaschen. Auch für Fotografie-Fans ist das ein echtes Abenteuer. Jedoch leiden Lost Places unter dem wachsenden Trend und verlieren an ihrer Unberührtheit, die sie eben so mystisch und beeindruckend macht.

Eine gute Herangehensweise ist also eine Mischung aus Neugier, Entdeckungslust, aber auch Respekt gegenüber den alten Plätzen, Gebäuden, oder Anlagen. So geht man sicher, dass sie nicht beschädigt, oder stark verändert werden. Nur so können sie auch weiterhin ihren unvergleichlichen Reiz behalten, der die Lost Places zu dem macht was sie sind: Vergessene Orte, die wir Menschen vor langer Zeit genutzt haben.

Die Sektion Lost Places in der fc ist ein guter Startpunkt für die verschiedensten Eindrücke dieser besonderen Motivrichtung.

 

„Flur“ von Markus Novak

 

„mein Beitrag zum…. Welt-Foto-Tag“ von Lady Durchblick

 

Lost Places in der Aktfotografie

Zwei fotografische Bereiche werden gerne kombiniert: Lost Places und die Aktfotografie. Was ist so faszinierend an dieser Kombination? Vermutlich ist es die Spannung zwischen zwei Extremen: Auf der einen Seite ein düsterer, verlassener Ort, der „ausgestorben“ wirkt und im Kontrast der lebendige Mensch. Das sorgt für einen besonderen Gegensatz.

„Deindustrialization“ von Andreas Schieler

 

„lost places….“ von Misterpixel