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Herzlichen Glückwunsch Klaus Ender Einer der bekanntesten Aktfotografen der DDR hatte Geburtstag

fotocommunity-Mitglied Klaus Ender zählte zu den bekanntesten Aktfotografen der DDR – am Montag wurde er 79 Jahre alt. Wir gratulieren an dieser Stelle recht herzlich und wünschen vor allem Gesundheit und weiterhin viel Freude an der Fotografie!

Für alle, die Klaus Ender noch nicht kennen:
Er wurde 1939 in Berlin geboren, fotografiert seit 50 Jahren – davon 48 Jahre freiberuflich im Genre Akt und Landschaft. „Natürlichkeit“, so lautet die Maxime des gelernten Bäckers und fotografischen Autodidakten, unter der er Aktfotografien jenseits des Voyeurismus und von eigener, poetischer Ästhetik entstehen lässt. Ender, der neben Männern wie Günter Rössler zur ersten Riege der DDR-Aktfotografen gehört, veröffentlichte und illustrierte zahlreiche Bücher. Seine Fotos wurden in namhaften Magazinen abgedruckt, das DDR-Fernsehen berichtete in insgesamt drei Filmen über ihn. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem internationalen Ehrentitel ARTISTE FIAP, der ihm im Jahr 1979 von Weltverband für Kunstfotografie (FIAP) verliehen wurde.

Das Genre „Akt und Landschaft“ ist Enders Passion – und war gleichzeitig der Titel seiner ersten Ausstellung, die er initiierte und mit dem Fotografen Gerd Rattei 1975 in Potsdam ausrichtete. Mit einem derart durchschlagenden Erfolg, dass „Akt und Landschaft“ zu einer Wanderausstellung wurde, die über einen Zeitraum von 25 Jahren stattfand.

Während Ender 1981 auf eine beachtliche Karriere im Osten zurückblicken konnte, musste er außerhalb der DDR ganz neu anfangen. Nach zahlreichen Fotoreisen durch die ganze Welt gelang ihm im Jahr 1989 der internationale Durchbruch als Landschaftsfotograf, als ihm beim „World Travel Market“ in London der erste Preis für das „Tourism Poster of the Year“ verliehen wurde – der einzige Preis, der überhaupt nach Europa ging.

Nach der Wende kehrte Ender zurück nach Ostdeutschland und lebt heute mit seiner Frau Gabriela auf Rügen, wo 1966 seine Laufbahn als freischaffender Akt- und Landschaftsfotograf begann.

fotocommunity: Ob er es als Segen oder Fluch betrachtet, seine Karriere als Aktfotograf in einem System wie der DDR begonnen zu haben?
Ender: „Ich halte dem ehemaligen DDR-System nur wenig zugute“, sagt Ender. „Aber meine Karriere wäre in einem anderen Umfeld so nicht möglich gewesen. Das strikte Verbot von Pornographie schaffte damals ein Klima von Unverkrampftheit und Aufgeschlossenheit gegenüber dem Thema Aktfotografie, dem ich heute noch nachtrauere.“

Wir freuen uns, dass Klaus Ender eines unserer Mitglieder ist und zeigen hier gern einige seiner Fotos. Mehr Bilder gibt’s natürlich in seinem fotocommunity-Profil.

Radar: 30 Meter über dem Model standen Russen mit Kalaschnikows an der Radarstation.

Tragik&Schönheit: Diese Buhnen nebst Kind verschüttete ein Erdrutsch.

Selbstporträt mit Selbstauslöser - 25-jährig im Jahr 1964

Klaus Ender – Selbstporträt mit Selbstauslöser – 25-jährig im Jahr 1964

Meerjungfrau

Meerjungfrau

30 Jahre später

30 Jahre später: Dieses Modell wurde vor genau 30 Jahren von Ender fotografiert und meldete sich mit 47 Jahre mit den Worten: “Meine Figur ist noch so, wie damals!”
Dieses Bild zeigt sie mit 17.

Wembley_Stadion

Der Mörder sitzt im Wembley-Stadion – das Modell aus diesem Film.

Langzeitbelichtung Gran Canaria

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