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Vorgestellt: bibliomane

bibliomane
„Vorgestellt“ gewährt Euch jeden Sonntag Einblicke in das Portfolio und die Gedankenwelt einzelner Mitglieder der fotocommunity. Die vergangenen Vorstellungen findet Ihr in der Rubrik „Besondere fotocommunity-Fotografen“. Heute zeigen wir Euch das Portfolio von fotocommunity-Mitglied bibliomane.

Fine d'estate von bibliomane

Fine d’estate I von bibliomane

fotocommunity.de: Stell Dich doch bitte kurz vor und lass uns wissen, ob Du Dein Geld mit der Fotografie verdienst oder ob es (nur) ein Hobby von Dir ist.

bibliomane: Mein Name ist Ariane Coerper, ich bin Jahrgang 1959, in Darmstadt geboren, lebe aber schon seit 35 Jahren in Mannheim und arbeite als tierärztliche Fachangestellte.
Bereits sehr früh galt meine Liebe der Kunst und ich zeichnete, malte und fotografierte schon immer im Amateurbereich. Auch wenn ich schon das eine oder andere Bild verkauft habe – es würde nie ausreichen, um davon zu leben.
Ich brauche mich nicht zu verbiegen, wenn ich nur für mich fotografiere – Auftragsarbeiten wie Hochzeiten oder Ähnliches wären definitiv nichts für mich.

My Zeil von bibliomane

My Zeil von bibliomane

fotocommunity.de: Kannst Du Dich noch an Deine erste Kamera erinnern? Welche Kamera/s benutzt Du aktuell?

bibliomane: Als ich 8 Jahre alt war, kam ich irgendwie zu einer analogen Plastik-Automatik-Knipse. Mit 16 kaufte ich mir dann meine lange heiß geliebte Canonette 28. Danach folgten einige analoge und digitale Automatik-Kameras, bis ich 2011 mit der Canon 600 D in die DSLR-Klasse einstieg. Heute nutze ich das Vollformat Canon 6 D und für immer dabei eine kleine Kompakte, die Panasonic Lumix LX 7.

Pastelliges V von bibliomane

Pastelliges V von bibliomane

fotocommunity.de: Wie hast Du die Fotografie „erlernt”? Bist Du Autodidakt oder hast Du eine Ausbildung gemacht?

bibliomane: Da ich jahrelang mit Vollautomatiken unterwegs war, hatte ich mich immer komplett auf die Bildgestaltung konzentriert, den Rest erledigte ja die Kamera – glaubte ich bis dahin zumindest.
Mit der Anschaffung der Spiegelreflex wollte ich tiefer in die Materie vordringen, besuchte einige Kurse (Grundlagen für digitale Fotografie, Street, Portrait und Bildbearbeitung mit Photoshop Elements 9).
Das Meiste lernte ich aber aus Büchern und viel von Fotofreunden, die ich teilweise hier in der fotocommunity nicht nur virtuell, sondern auch im wahren Leben kennengelernt habe.

Dazu kommt noch der einmal im Monat stattfindende fotocommunity-Stammtisch in Mannheim, wo zum Teil viele Technikversierte sind und Fragen beantworten können, aber auch Fotowalks und -challanges unternommen und diverse Bildbesprechungen durchgeführt werden.

Urbanes grafisch 11 von bibliomane

Urbanes grafisch 11 von bibliomane

fotocommunity.de: Beschreibe uns ein wenig Deine Art von Fotografie. Was sind Deine bevorzugten Motive?

bibliomane: Zuerst wollte ich alles ausprobieren: Makros, Menschen, Landschaften, dann die Liebe zu  Italien, was ich in der Regel ein Mal im Jahr bereise.
Dort kann ich ein wenig dem Surrealismus nachgehen, die Maler der Metaphysik wie Giorgio De Chirico haben mich immer wieder inspiriert („Impressioni liguri 04“, „Pericolo“).

Dann kristallisierte sich ein starker Hang zum Grafischen heraus und es kam die Architektur („My Zeil“, „Urbanes grafisch 23“, „Pastelliges V“) ins Spiel.
Die beiden ersten Ausflüge in den Mannheimer Hafen waren dann ausschlaggebend für die Industriefotografie. Ob ich bei diesem Genre bleibe, kann ich noch nicht sagen, denn ich möchte mich ungern festlegen.

Ich kann nur sagen, dass ich mich in Industrie- und Hafengebieten ausgesprochen wohl und von den Motiven angesprochen fühle und wie es hier ein Mitglied einmal so schön in einer Anmerkung formuliert hat, „zur Ästhetisierung des Banalen“ fähig sei.

Das ist mein Wunsch: an sich unscheinbare Gebäude, Details davon und Dinge aus dem urbanen Raum ästhetisch darzustellen („Urbanes grafisch 11“, „Brückenabstraktion 4“).

Meistens spiele ich mit einer gewissen Verfremdung der Farben, die dem Gesamteindruck eine ganz bestimmte Nuance geben. „Lampe 1“, „Lampe 21“.
Mit dieser Form der Bildbearbeitung kann ich meine Kreativität ausleben und die Fotografie mit der Malerei virtuell verbinden. Bei manchen Bildern gelingt die Symbiose, wie bei der „Schleuse“ , „Urbanes grafisch 28“ oder „Fundstücke 31“.

Pericolo von bibliomane

Pericolo von bibliomane

fotocommunity.de: Was war bisher Dein größter fotografischer Erfolg?

bibliomane:  Der größte Erfolg für mich persönlich war bei Euch das „Krönchen“ für „Fine d’estate I“, was Ihr auch noch dieses Jahr mit auf die Photokina genommen und mit anderen Bildern der “Editor’s choices” ausgestellt habt.
Dann war ich in diesem Jahr an zwei Ausstellungen beteiligt, was mich sehr gefreut hat. Und natürlich die Möglichkeit, mich hier vorstellen zu dürfen!

Lampe 21 von bibliomane

Lampe 21 von bibliomane

fotocommunity.de: Hast Du ein paar besondere Tipps oder Ratschläge, die Du Anfängern in der Fotografie gerne mit auf den Weg geben würdest?

bibliomane: Dazu habe ich nur die Empfehlung, wie ich es persönlich gemacht habe: Erst einmal sehen lernen, die Bilder schon beim Entstehen komponieren. Sich darauf konzentrieren, sich überlegen, was und wie man es zeigen möchte.
Die Techniken kann man hinzulernen, der Wunsch danach entsteht automatisch, wenn man mehr verstehen und verwirklichen möchte.
Sich auf andere Fotografen einlassen, aber nicht auf jeden hören. Vieles Bilder ansehen, aber nicht alles nachmachen. Museen, Galerien besuchen, den Blick schulen und sensibilisieren.
Beim Fotografieren vom Alltag entschleunigen und Spaß haben, sich nicht unter Druck setzen und letztendlich feststellen, dass fotografieren einfach glücklich macht!

fotocommunity.de: Danke Ariane für das Interview!

Die Feder von bibliomane

Die Feder von bibliomane

im Museum 01 von bibliomane

im Museum 01 von bibliomane

Urbanes grafisch 28 von bibliomane

Urbanes grafisch 28 von bibliomane

-y- von bibliomane

-y- von bibliomane

Industrial grafics 4 von bibliomane

Industrial grafics 4 von bibliomane