Michi, fc-Studentin 2010 berichtet

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FC-Studentin michi


Seit drei Jahren vergeben wir zusammen mit der Fotoakademie Köln ein Stipendium für ein Studium dort. Und natürlich sind wir immer gespannt, wie sich “unsere” fotocommunity Stipendiaten schlagen und mit welchen Fortschritten ihre Mühen belohnt werden. Heute berichtet unsere “jüngste” Stipendiatin Michi von ihren Erfahrungen im ersten Semester. Ihre Bilder könnt Ihr hier sehen.
Nachlese des ersten Semesters an der Fotoakademie
Mitte Januar endete mein erstes Semster an der Fotoakademie in Köln und es ist schon verrückt wie schnell doch die Zeit fliegt. Es ist noch gar nicht solange her, seitdem ich weiß, dass die Fotografie einen viel größeren Anteil in meinem Leben einnehmen wird, als es bisher der Fall war und schon jetzt kann ich es mir kaum noch anders vorstellen. Wenn ich bedenke, was wir alle schon in den letzten Monaten gelernt haben, dann ist es ein erstaunlicher Sprung, den meine Kommilitonen und ich gemacht haben.
Richtig spannend wurde es in der zweiten Hälfte des Semesters. Wir hatten von unseren Dozenten 13 Aufträge am Anfang des Semesters bekommen, davon waren 10 Fotoprojekte und sonst standen bspw. die verschiedenen Lichtarten, sowie die Theorie zur optimalen Belichtung auf dem Stundenplan. Nachdem wir in den ersten Wochen zu jedem Auftrag erste Bilder mitgebracht haben, ging es in der zweiten Runde darum, die Serien zu verbessern. Teilweise half ein neuer Zuschnitt, leichte Tonwertkorrekturen oder die Wahl einer anderen Papiersorte, doch meistens hieß die Anweisung: neu fotografieren! Wenn dann nur der Toaster aus einer anderen Perspektive oder mit dramatischerem Licht fotografiert werden soll, ist das ja nicht weiter wild. Aber wenn man zum dritten Mal bei der Obsthändlerin um die Ecke, die Kamera auspackt, weil die Kleinunternehmerportraits noch keinen roten Faden haben, dann merkt man erst wie aufwändig die Organisation eines einzigen Fotoshoots sein kann.
Toll ist auch die Dynamik unserer Klasse. Wir besuchen gemeinsam Austellungen, studieren Fotobücher in den Pausen und assistieren uns gegenseitig im Studio. Der gemeinsame Austausch sehr insprierend, denn jeder hat einen anderen Hintergrund, andere Stilrichtungen und Interessensgebiete – der eine ist ein Inszenierungsfan, die nächste eine Reportagequeen, der Photoshopcrack verrät die Geheimnisse seiner tollen Farben und andere zeigen wie toll man Gefühle in Bilder verpacken kann.
Alles in allem hieß für mich der Schwerpunkt des ersten Semesters: Neues ausprobieren, Möglichkeiten entdecken, neue Sujets erkunden und vor allem: viel Fotografieren!
Zum Ende des Semsters wurden alle Arbeiten beurteilt und es gab für jeden Studenten Noten für Fototechnik, Bildgestaltung, Lichtbehandlung, Inhaltliche Konzeption und Präsentation der Arbeiten.
Meine fertigen Arbeiten könnt ihr Euch jetzt anschauen, während ich schon fleissig in den Aufträgen des neuen Semesters stecke. Schwerpunkte sind diesmal die Arbeit mit der Fachkamera und Portraits – on location, Künstlerportrait, inszeniert im Studio…ihr dürft gespannt sein, ich bin es! :)